Therapie bei Angststörungen: Welche Medikamente helfen?

Medikamente bei Angststörungen können helfen, starke innere Unruhe, Panikattacken und dauerhafte Anspannung zu lindern. Häufig kommen Antidepressiva wie SSRI oder SNRI zum Einsatz, in bestimmten Situationen auch beruhigende Arzneimittel. Welche medikamentöse Therapie sinnvoll ist, hängt von der Art der Angststörung und der individuellen Belastung ab.

Frau nimmt Medikamente bei Angststörungen

Das Wichtigste in Kürze

Manchmal nimmt Angst mehr Raum ein, als sie sollte. Dann wird sie anstrengend, belastet den Alltag und kostet Kraft. Es gibt jedoch wirksame Wege, besser mit ihr umzugehen und Schritt für Schritt wieder mehr Ruhe und Lebensqualität zu gewinnen.

  • Psychotherapie ist bei der Behandlung die erste Wahl. Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) gilt dabei als Goldstandard.
  • Bei schweren Verläufen oder wenn die Psychotherapie nicht ausreicht, können Medikamente eingesetzt werden
  • SSRI (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) wie z. B. Sertralin, Paroxetin, Escitalopram) gelten als Mittel der Wahl.
  • Benzodiazepine wirken sehr schnell, dürfen aber nur kurzfristig angewendet werden, da sie abhängig machen können.

Hinweis: Dieser Artikel enthält Informationen zu psychischen Erkrankungen und kann für manche Personen emotional belastend oder triggernd sein. Er ersetzt keine professionelle Diagnose oder Behandlung. Wenn Sie sich akut belastet fühlen oder sich in einer seelischen Krise befinden, suchen Sie bitte umgehend Hilfe – etwa bei einer psychiatrischen Notfallambulanz, einem Krisendienst oder unter der Telefonnummer 0800 111 0 111 (Telefonseelsorge, kostenlos und anonym). Ihr Wohlbefinden steht an erster Stelle.