Keuchhusten bei Erwachsenen

Viele halten Keuchhusten noch immer vor allem für eine Kinderkrankheit. Doch auch Erwachsene können an Keuchhusten (Pertussis) erkranken. Bei ihnen fehlen die typischen Hustenanfälle mit anschließendem keuchendem Einatmen häufig. Stattdessen kann sich die Infektion durch einen hartnäckigen Husten bemerkbar machen, der über Wochen anhält.

Das erschwert nicht nur die Diagnose. Unerkannt keuchhustende Erwachsene und Jugendliche spielen auch bei der Übertragung auf Säuglinge eine wichtige Rolle, für die Keuchhusten besonders gefährlich sein kann. Lesen Sie hier, wie Sie Keuchhusten bei Erwachsenen erkennen und sich davor schützen können.

Mann mit den typischen Keuchhusten-Symptomen

Das Wichtigste in Kürze

  • Keuchhusten ist eine hochansteckende bakterielle Infektion der Atemwege, die auch Erwachsene betrifft.
  • Bei Erwachsenen fehlt das typische „Keuchen“ häufig. Ein über Wochen anhaltender Husten kann das einzige auffällige Symptom sein.
  • Die Inkubationszeit beträgt meist 9 bis 10 Tage, möglich sind aber auch etwa 6 bis 20 Tage.
  • Ohne Antibiotikatherapie kann die Ansteckungsfähigkeit bis zu drei Wochen nach Beginn der typischen Hustenanfälle bestehen.
  • Antibiotika können den Krankheitsverlauf vor allem dann beeinflussen, wenn sie sehr früh eingesetzt werden. Später dienen sie insbesondere dazu, die Ansteckungsfähigkeit zu verkürzen.
  • Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Erwachsenen einmalig eine Pertussis-Impfung im Rahmen der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung. Für bestimmte Personengruppen gelten zusätzliche Empfehlungen.
  • Schwangere sollten in jeder Schwangerschaft erneut gegen Pertussis geimpft werden.