Lungenentzündung: Ursachen, Symptome, Behandlung und Dauer

Eine Lungenentzündung ist eine ernsthafte Erkrankung der Lunge, die den Körper stark belasten kann. Typische Symptome sind Fieber, Husten, Atemnot, Brustschmerzen und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, kleine Kinder sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem oder chronischen Erkrankungen. Hier erfahren Sie, woran man eine Lungenentzündung erkennt, wie sie behandelt wird, wie lange sie dauert und wie Sie vorbeugen können.

Lungenentzündung

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Lungenentzündung wird meistens durch Bakterien, seltener durch Viren oder andere Erreger ausgelöst.
  • Bei einer Lungenentzündung sind die Lungenbläschen und/oder das Lungengewebe entzündet.
  • Typische Anzeichen einer Lungenentzündung sind Fieber, Husten, Atemnot, Brustschmerzen und starke Erschöpfung.
  • Besonders gefährdet sind ältere Menschen, kleine Kinder, Personen mit geschwächtem Immunsystem und Menschen mit chronischen Erkrankungen.
  • Für bestimmte Personengruppen ist eine Pneumokokkenimpfung empfehlenswert.

Was ist eine Lungenentzündung und wie entsteht sie?

Eine Lungenentzündung, von Medizinern als Pneumonie bezeichnet, ist eine Entzündung des Lungengewebes. Meist sind dabei die kleinen Lungenbläschen (Alveolen) und das umliegende Gewebe betroffen. In den Alveolen findet normalerweise der Gasaustausch statt: Sauerstoff wird ins Blut aufgenommen, Kohlendioxid abgegeben. Sind diese Bereiche entzündet und sammeln sich dort Flüssigkeit oder entzündliche Zellen, fällt das Atmen schwerer. Eine Lungenentzündung kann Menschen jeden Alters treffen. Besonders anfällig sind jedoch ältere Menschen, kleine Kinder und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Wie schwer die Erkrankung verläuft, ist unterschiedlich: Während Menschen mit einer ansonsten guten Gesundheit die Krankheit nach einigen Wochen überstanden haben, kann eine Pneumonie in anderen Fällen schwer oder sogar lebensbedrohlich werden.

Ausgelöst wird eine Lungenentzündung meist durch Krankheitserreger. Häufig sind Bakterien die Ursache, aber auch Viren kommen infrage. Seltener stecken andere Erreger dahinter. Dass wir trotzdem nicht ständig krank werden, liegt an den natürlichen Schutzmechanismen unserer Atemwege: Schleimhäute, Hustenreflex und das Immunsystem helfen dabei, Keime abzuwehren und aus der Lunge zu entfernen. Eine Lungenentzündung entsteht, wenn diese Abwehr nicht mehr ausreicht. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn besonders viele Erreger in die Lunge gelangen, der Körper bereits geschwächt ist oder die Krankheitserreger besonders aggressiv sind. Dann entzünden sich die Lungenbläschen und das umliegende Gewebe, teilweise sammelt sich Flüssigkeit an – und die Atmung wird spürbar beeinträchtigt.

Wie häufig ist eine Lungenentzündung – und wie gefährlich ist sie?

Eine Lungenentzündung ist in Deutschland keine seltene Erkrankung. Nach Angaben von gesund.bund.de erkranken jedes Jahr mehr als 500.000 Menschen daran. Rund 250.000 Betroffene müssen im Krankenhaus behandelt werden. Etwa 20.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen einer Lungenentzündung. Besonders häufig sind ältere Menschen über 65 Jahre und Personen, die bereits durch andere Erkrankungen geschwächt sind. Damit zählt die Pneumonie in Deutschland zu den zehn häufigsten Todesursachen.

Lungenentzündung erkennen: Diese Symptome sind typisch

Eine Lungenentzündung kann sich durch ganz unterschiedliche Beschwerden bemerkbar machen. Häufig beginnt sie mit einem starken Krankheitsgefühl und Symptomen, die sich innerhalb kurzer Zeit verschlimmern. Welche Anzeichen auftreten, hängt unter anderem vom Alter, vom allgemeinen Gesundheitszustand und von der Form der Erkrankung ab. Typische Symptome einer Lungenentzündung sind:

  • Husten – anfangs manchmal trocken, später oft mit zähem oder verfärbtem Auswurf
  • Fieber, häufig begleitet von Schüttelfrost
  • Atemnot oder das Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können
  • beschleunigte Atmung
  • Schmerzen im Brustkorb, vor allem beim tiefen Einatmen oder Husten
  • ausgeprägte Schwäche und Erschöpfung
  • verminderte Belastbarkeit
  • erhöhter Puls, vor allem bei schwereren Verläufen

Nicht immer sind die Beschwerden eindeutig. Vor allem bei älteren Menschen, schwer kranken Patientinnen und Patienten oder Personen mit geschwächtem Immunsystem kann eine Lungenentzündung auch weniger typisch verlaufen.

Lungenentzündung bei Kindern: Symptome oft anders als bei Erwachsenen

Bei Kindern kann sich eine Lungenentzündung etwas anders zeigen als bei Erwachsenen. Häufige Anzeichen sind:

  • Fieber
  • Husten
  • schnelle oder angestrengte Atmung
  • Müdigkeit und Schlappheit
  • verminderter Appetit
  • bei kleinen Kindern auch Trinkschwäche oder Teilnahmslosigkeit

Auffällig ist bei Kindern oft weniger ein bestimmter Schmerz, sondern eher, dass sie deutlich schneller atmen, erschöpft wirken oder insgesamt kränker erscheinen als bei einer gewöhnlichen Erkältung.

Bronchitis und Lungenentzündung: Unterschiede

Der wichtigste Unterschied liegt darin, welcher Teil der Atemwege entzündet ist. Bei einer Bronchitis sind die Bronchien entzündet, also die größeren Atemwege in der Lunge. Sie wird meist durch Viren verursacht und heilt oft innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen von selbst aus. Bei einer Lungenentzündung ist dagegen das Lungengewebe beziehungsweise die Lungenbläschen entzündet. Sie verläuft oft deutlich schwerer und macht typischerweise Fieber, Husten, Atemnot und ein starkes Krankheitsgefühl. Eine Bronchitis ist also nicht dasselbe wie eine Pneumonie, auch wenn sich die Beschwerden anfangs ähneln können. Mehr zu Bronchitis lesen sie in unserem (Spezialartikel: Bronchitis)

Atypische oder kalte Lungenentzündung: Symptome oft schwer zu erkennen

Neben der klassischen Pneumonie gibt es auch die atypische Lungenentzündung. Sie beginnt oft schleichend und verursacht anfangs eher unauffällige Beschwerden. Typisch sind zum Beispiel:

  • trockener Reizhusten
  • leichtes Fieber oder kein hohes Fieber
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • manchmal nur milde Atemwegsbeschwerden

Im Alltag ist dann oft von einer „kalten Lungenentzündung“ die Rede. Gemeint ist meist eine Lungenentzündung ohne hohes Fieber oder mit eher mildem Beginn. Der Begriff ist allerdings umgangssprachlich und keine medizinische Fachbezeichnung. Eine atypische oder sogenannte kalte Lungenentzündung kann leicht mit einer hartnäckigen Erkältung oder Bronchitis verwechselt werden. Halten Beschwerden länger an oder verschlimmern sie sich, sollte das ärztlich abgeklärt werden.

Arten der Lungenentzündung: Welche Typen gibt es?

Lungenentzündung ist nicht gleich Lungenentzündung. Für die Behandlung ist vor allem wichtig, wo die Infektion entstanden ist und ob bestimmte Risikofaktoren vorliegen. Ärzte unterscheiden deshalb unter anderem zwischen einer ambulant erworbenen Lungenentzündung, einer im Krankenhaus erworbenen Lungenentzündung sowie besonderen Formen wie der Aspirationspneumonie. Diese Einteilung hilft dabei, typische Erreger besser einzuschätzen und die passende Behandlung auszuwählen.

Ambulant erworbene Lungenentzündung

Von einer ambulant erworbenen Lungenentzündung spricht man, wenn die Erkrankung außerhalb des Krankenhauses entsteht. Das ist die häufigste Form der Pneumonie. Auslöser sind häufig Bakterien, aber auch Viren kommen infrage. Typische bakterielle Erreger sind zum Beispiel Pneumokokken; sie gehören zu den häufigsten Ursachen einer bakteriellen Lungenentzündung. Der Verlauf kann sehr unterschiedlich sein: Manche Betroffene haben eher milde Beschwerden, andere erkranken schwer und benötigen eine Behandlung im Krankenhaus.

Im Krankenhaus erworbene Lungenentzündung: nosokomiale Pneumonie

Eine im Krankenhaus erworbene Lungenentzündung wird auch nosokomiale Pneumonie genannt. Sie entsteht während eines Krankenhausaufenthalts und betrifft häufig Menschen, die bereits schwer krank oder allgemein geschwächt sind. Diese Form kann schwerer verlaufen als eine ambulant erworbene Lungenentzündung. Ein Grund dafür ist, dass im Krankenhaus häufiger Erreger vorkommen, die gegen bestimmte Antibiotika resistent sind. Besonders gefährdet sind unter anderem Patienten auf Intensivstationen oder Menschen, die beatmet werden müssen.

Lungenentzündung bei geschwächtem Immunsystem

Menschen mit geschwächtem Immunsystem haben ein höheres Risiko für eine Lungenentzündung. Das betrifft zum Beispiel Personen mit bestimmten krebserkrankungen, einer HIV-Infektion oder Menschen, die nach einer Organtransplantation Medikamente einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken. In solchen Fällen können neben Bakterien und Viren auch andere Erreger eine Rolle spielen. Außerdem ist das Risiko für einen schweren Verlauf oft erhöht.

Aspirationspneumonie

Von einer Aspirationspneumonie spricht man, wenn Keime aus Mund- und Rachenraum, Speisereste oder Mageninhalt in die Atemwege gelangen und dort eine Lungenentzündung auslösen. Das kann zum Beispiel bei Schluckstörungen, Bewusstseinsstörungen oder bei stark geschwächten und pflegebedürftigen Menschen passieren. Deshalb ist das Risiko unter anderem bei Menschen mit Demenz oder nach einem Schlaganfall erhöht.

Atypische oder kalte Lungenentzündung

Manchmal ist auch von einer atypischen Lungenentzündung oder umgangssprachlich von einer kalten Lungenentzündung die Rede. Gemeint ist meist eine Pneumonie, die eher schleichend beginnt und nicht immer die typischen Beschwerden wie hohes Fieber oder starken Auswurf verursacht. Häufig stehen trockener Husten, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen im Vordergrund. Gerade deshalb wird diese Form leicht mit einer Erkältung oder Bronchitis verwechselt. Der Begriff „kalte Lungenentzündung“ ist allerdings kein medizinischer Fachbegriff.

Lungenentzündung: Ursachen und Risikofaktoren

Eine Lungenentzündung wird meist durch Krankheitserreger ausgelöst. Am häufigsten sind Bakterien die Ursache. Aber auch Viren können eine Pneumonie hervorrufen. Pilze kommen als Auslöser deutlich seltener vor und spielen vor allem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem eine Rolle. Welche Erreger infrage kommen, hängt unter anderem davon ab, wo die Lungenentzündung entstanden ist, wie alt die betroffene Person ist und ob Vorerkrankungen bestehen.

Ursachen - Welche Erreger können eine Lungenentzündung auslösen?

Bakterielle Lungenentzündung

Eine bakterielle Lungenentzündung ist die häufigste Form der Pneumonie. Bei einer ambulant erworbenen Lungenentzündung gehören vor allem Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) zu den wichtigsten Erregern. Sie können den Nasen-Rachen-Raum besiedeln, ohne Beschwerden zu verursachen. Gelangen sie jedoch in die unteren Atemwege, können sie eine Lungenentzündung auslösen. Gegen Pneumokokken gibt es eine Schutzimpfung. Die STIKO empfiehlt sie für Säuglinge, für Menschen ab 60 Jahren und für bestimmte Risikogruppen.

Neben Pneumokokken kommen auch andere Bakterien als Auslöser infrage, zum Beispiel Haemophilus influenzae, Mycoplasma pneumoniae oder Legionellen. Welche Erreger typisch sind, hängt auch davon ab, ob die Infektion außerhalb des Krankenhauses oder während eines Krankenhausaufenthalts entstanden ist. Bei einer nosokomialen Pneumonie spielen häufiger Staphylokokken, bestimmte Darmbakterien oder Pseudomonas aeruginosa eine Rolle. Einige dieser Erreger können gegen mehrere Antibiotika resistent sein.

Virale Lungenentzündung & Pilze

Auch Viren können eine Lungenentzündung verursachen. Dazu gehören unter anderem Grippeviren (Spezialartikel: Influenza), RSV und Coronaviren wie SARS-CoV-2 (Spezialartikel: Corona). Sind die Atemwege bereits durch Viren geschädigt, können sich zusätzlich Bakterien ansiedeln und eine bakterielle Infektion nach sich ziehen. Dann spricht man von einer Sekundär- oder Superinfektion.

Sehr selten sind Pilze die Auslöser für eine Lungenentzündung. Meist treten derartige Infektionen nur dann auf, wenn das Immunsystem aus irgendeinem Grund geschwächt ist. Hier kommen Hefe- oder Schimmelpilze infrage, oder auch der Schlauchpilz Pneumocystis jirovecii, der vor allem eine Lungenentzündung bei Menschen mit einer HIV-Infektion verursachen kann.

Risikofaktoren: Wer hat ein erhöhtes Risiko?

Eine Lungenentzündung kann Menschen jeden Alters treffen. Manche Gruppen haben jedoch ein deutlich höheres Risiko, an einer Pneumonie zu erkranken oder einen schweren Verlauf zu entwickeln. Das gilt vor allem für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, chronischen Erkrankungen und für ältere Personen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren für eine Lungenentzündung gehören:

  • höheres Alter
  • geschwächtes Immunsystem
  • chronische Erkrankungen, zum Beispiel Diabetes, Nierenerkrankungen, COPD oder Asthma
  • Rauchen
  • Schluckstörungen und ein erhöhtes Risiko für Aspiration
  • Krankenhausaufenthalte, vor allem auf der Intensivstation oder unter Beatmung

Besonders gefährdet sind kleine Kinder, ältere Menschen und Personen, deren Immunsystem durch Erkrankungen oder Medikamente geschwächt ist. Bei kleinen Kindern ist die körpereigene Abwehr noch nicht vollständig ausgereift. Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems wieder ab. Gleichzeitig liegen bei älteren Menschen häufiger Vorerkrankungen vor, die das Risiko zusätzlich erhöhen.

Auch Lebensstilfaktoren spielen eine Rolle. Vor allem Rauchen schwächt die natürlichen Schutzmechanismen der Atemwege und macht es Erregern leichter, in die Lunge einzudringen. Ein weiterer wichtiger Risikofaktor ist die Aspiration. Dabei gelangen Keime aus Mund- und Rachenraum, Speisereste oder Mageninhalt in die Atemwege. Das kann zum Beispiel bei Schluckstörungen, Bewusstseinsstörungen, Demenz oder nach einem Schlaganfall passieren. In solchen Fällen steigt das Risiko für eine Aspirationspneumonie.

Auch Menschen im Krankenhaus haben ein erhöhtes Risiko für eine Lungenentzündung – besonders dann, wenn sie schwer krank sind, auf der Intensivstation behandelt werden oder beatmet werden müssen. Eine Lungenentzündung ist nicht zu unterschätzen. Laut Angaben des Bundesgesundheitsministeriums erkranken jährlich mehr als 500 000 Menschen an Lungenentzündung, die Hälfte davon müssen im Krankenhaus behandelt werden. Für etwa 20 000 Personen, meist Menschen über 65 Jahren verläuft die Krankheit tödlich. Die Lungenentzündung zählt damit zu den zehn häufigsten Todesursachen in Deutschland.

Diagnose: Wie stellt der Arzt eine Lungenentzündung fest?

Besteht der Verdacht auf eine Lungenentzündung, fragt der Arzt zunächst nach den Beschwerden und untersucht den Körper. Dabei wird die Lunge abgehört, außerdem werden in der Regel wichtige Vitalwerte wie Puls, Blutdruck, Atemfrequenz und Sauerstoffsättigung überprüft. Beschwerden und körperliche Untersuchung liefern wichtige erste Hinweise, reichen für eine sichere Diagnose aber oft nicht aus.

Um den Verdacht weiter abzuklären, wird häufig Blut abgenommen. Dabei lassen sich unter anderem Entzündungswerte wie das C-reaktive Protein (CRP) und die Zahl der weißen Blutkörperchen bestimmen. Erhöhte Werte können eine Lungenentzündung stützen, normale Werte schließen sie jedoch nicht sicher aus. Im Krankenhaus wird die Diagnose bei Erwachsenen in der Regel durch eine Thorax-Röntgenaufnahme bestätigt. Auf den Bildern ist zu erkennen, ob und in welchem Umfang das Lungengewebe entzündet ist. In manchen Fällen kann zusätzlich eine Computertomografie (CT) sinnvoll sein. Ergänzend kann in manchen Fällen auch ein Ultraschall des Brustkorbs hilfreich sein.

Zusätzlich kann geprüft werden, wie gut die Lunge den Körper noch mit Sauerstoff versorgt. Dafür wird häufig eine Pulsoxymetrie eingesetzt: Ein kleiner Clip am Finger misst den Sauerstoffgehalt im Blut, ohne dass dafür Blut abgenommen werden muss. Diese Messung hilft auch dabei, den Schweregrad der Erkrankung besser einzuschätzen. Je nach Schweregrad können weitere Untersuchungen folgen, um den Erreger genauer zu bestimmen. Dazu gehören zum Beispiel Blutkulturen, Sputumuntersuchungen oder bestimmte Urin-Antigentests. Solche Tests sind vor allem bei mittelschweren oder schweren Verläufen sowie bei einer Behandlung im Krankenhaus relevant. Bei leichten, ambulant behandelbaren Lungenentzündungen sind sie dagegen oft nicht routinemäßig erforderlich.

Kann man eine Lungenentzündung selbst feststellen?

Einen Selbsttest wie bei Corona oder Grippe gibt es für eine Lungenentzündung nicht. Ob tatsächlich eine Lungenentzündung vorliegt, sollte ärztlich abgeklärt werden. Bestimmte Warnzeichen können aber helfen einzuschätzen, wie dringend eine Untersuchung ist.

SymptomBeschreibung
Fieber und SchüttelfrostOft plötzlicher Beginn bei Temperaturen über 38,5 °C.
HustenZuerst trocken, später oft mit Auswurf
AtemnotKurzatmigkeit schon bei leichter Belastung oder sogar in Ruhe
SchmerzenStechende Schmerzen im Brustkorb beim tiefen Einatmen oder Husten.
AllgemeinbefindenStarkes Krankheitsgefühl, extreme Schwäche, Appetitlosigkeit.

Insbesondere wenn mehrere der Beschwerden auf Sie zutreffen, sollten die Beschwerden ärztlich abgeklärt werden, da sie auf eine Lungenentzündung hinweisen können. Das gilt besonders bei Atemnot, Verwirrtheit, hohem Fieber, Sauerstoffmangel oder wenn Vorerkrankungen bestehen.