DocMorris Ratgeber Pflege

Sturzprophylaxe

Älter werden bedeutet nicht, dass man seine Selbständigkeit aufgeben muss. Im Gegenteil: Selbständige Bewegung ist der wichtigste Schlüssel, um das Leben bis ins hohe Alter aktiv, selbstbestimmt und mit Freude zu genießen. Viele Menschen entwickeln mit den Jahren eine feine Vorsicht oder die Sorge vor Stürzen. Die natürliche Reaktion darauf ist oft Schonung. Doch wer aus Angst vor Verletzungen rastet, verliert mit der Zeit an Kraft: Die Muskeln bauen ab, das Gleichgewicht wird unsicherer und das Sturzrisiko steigt. Mit gezielter Sturzprophylaxe und leichten Übungen kann man diesen Kreislauf wirksam durchbrechen. Erfahren Sie hier, worauf es für Sie oder Ihre Angehörigen jetzt ankommt.

Stürze mit Übungen vorbeugen: Fit bleiben mit Sturzprophylaxe

Das Wichtigste in Kürze

  • Stürze entstehen meist aus einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren wie Muskelabbau, nachlassender Sehkraft und Stolperfallen im eigenen Zuhause.
  • Drei Säulen sichern die Standfestigkeit: Kraft, Gleichgewicht und Beweglichkeit wirken im Alltag zusammen und lassen sich gezielt trainieren.
  • Schonung aus Angst vor Stürzen verstärkt das Risiko eher, statt es zu senken, da Muskeln und Gleichgewichtssinn dadurch weiter abbauen.
  • Kleine Anpassungen im Zuhause, etwa fixierte Teppiche, gute Beleuchtung und Haltegriffe, verringern Stolperfallen spürbar.
  • Einfache Übungen ohne Geräte, wie der Einbeinstand oder der Stuhl-Aufsteher, lassen sich unkompliziert in den Alltag integrieren.
  • Bei Schwindel, starken Schmerzen oder häufigen Stürzen sollte ärztlicher oder physiotherapeutischer Rat eingeholt werden.