Zusammenfassung

Eine Epilepsie liegt dann vor, wenn epileptische Anfälle öfter vorkommen.
Die Epilepsie ist einer der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Bei der Epilepsie unterscheidet man 2 Anfallsformen: generalisierte Anfälle und fokale Anfälle.

Bei einem epileptischen Anfall krampfen plötzlich einzelne Muskeln oder der ganze Körper und es kann auch zu Bewusstseinsverlust kommen. Üblicherweise werden keine bleibenden Schäden verursacht. Status epilepticus ist ein Anfall, der nicht von selbst aufhört. Er ist ein medizinischer Notfall.

Die Diagnose wird gestellt mit Hilfe von Gesprächen mit den Patienten bzw. Zeugen des Anfalls, Untersuchungen wie Elektrodenenzephalogramm, Magnetresonanztomographie und Laboruntersuchungen von Blut und Hirnwasser. Arzneimittel gegen Epilepsie (Antiepileptika) können die Anfälle vorbeugen und sie ermöglichen die Erhaltung einer guten Lebensqualität. In einigen Fällen kommen chirurgische Eingriffe in Frage.

Helfende sollten die Ruhe bewahren und die Patienten vor Verletzungen schützen. Wenn der Anfall länger als 5 Minuten dauert oder wenn mehrere Anfälle kurz hintereinander auftreten, muss der Rettungsdienst unter 112 gerufen werden.