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Tagrisso 80 mg Filmtabletten 30 St
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Gebrauchsinformationen
Produktinformationen
Fragen und Antworten zu Tagrisso 80 mg Filmtabletten 30 St
Hier beantwortet unser pharmazeutisches Team die häufigsten Fragen zum Produkt.
Bevor Sie Tagrisso 80 mg anwenden, lesen Sie die Packungsbeilage vollständig durch. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder unser Apothekerteam.
Nein. Tagrisso (Wirkstoff Osimertinib) ist kein Blutverdünner, sondern ein zielgerichtetes Krebsmedikament gegen bestimmten nicht‑kleinzelligen Lungenkrebs mit EGFR‑Mutationen.
Bevor Sie Tagrisso 80 mg anwenden, lesen Sie die Packungsbeilage vollständig durch. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder unser Apothekerteam.
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Sehr häufig, das heißt bei über 10 % der Behandelten, verursacht Tagrisso 80 mg die folgenden Nebenwirkungen:
Durchfall
Entzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitis)
Hautausschläge (Juckreiz, Rötung, Schmerzen), trockene Haut
Nagelstörungen z.B. Nagelbettentzündung
Übelkeit und Erbrechen
Appetitlosigkeit
Veränderungen im Blutbild: Reduktion der Anzahl von weißen Blutkörperchen (Leukozyten, Lymphozyten oder Neutrophile), Reduktion der Anzahl von Blutplättchen im Blut
Bevor Sie Tagrisso 80 mg anwenden, lesen Sie die Packungsbeilage vollständig durch. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder unser Apothekerteam.
Nein, Tagrisso 80 mg ist keine klassische Chemotherapie. Es handelt sich um ein sogenanntes zielgerichtetes Medikament, das speziell bei bestimmten Formen von Lungenkrebs eingesetzt wird. Tagrisso 80 mg blockiert gezielt einen veränderten Rezeptor (EGFR), der das Wachstum von Krebszellen fördert. Im Gegensatz zur Chemotherapie, die alle schnell teilenden Zellen angreift – auch gesunde –, wirkt Tagrisso selektiv auf Krebszellen mit einer bestimmten Genveränderung. Dadurch treten oft weniger allgemeine Nebenwirkungen wie Haarausfall oder starke Übelkeit auf.
Bevor Sie Tagrisso 80 mg anwenden, lesen Sie die Packungsbeilage vollständig durch. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder unser Apothekerteam.
Die folgende Antwort stammt von unserer Apothekerin Birgit Hartel, die basierend auf der Information in der Packungsbeilage das Wirkprinzip von Tagrisso 80 mg genauer erklärt.
Tagrisso 80 mg zählt zu den zielgerichteten Therapien, im speziellen zu den sogenannten Tyrosinkinasehemmern, weil es gezielt ein Enzym namens Tyrosinkinase blockiert, dass eine wichtige Rolle beim Wachstum und der Vermehrung von Zellen spielt, insbesondere bei Krebszellen. Das Molekül ist klein, ein sogenanntes „small molecule“, das im Gegensatz zu den größeren Antikörpern, die nur an der Zelloberfläche wirken können, in die Zelle eindringen kann.
In unserem Körper gibt es viele „Schalter“, die Zellen signalisieren, wann sie wachsen oder sich teilen sollen. Einer dieser Schalter ist der EGFR-Rezeptor. EGFR bedeutet „Epidermal Growth Factor Receptor“. Wenn dieser Rezeptor aktiviert wird, sendet er ein Signal zum Wachstum ins Zellinnere – und dieses Signal wird über die Tyrosinkinase weitergeleitet. Bei bestimmten Formen von Lungenkrebs ist dieser EGFR-Rezeptor verändert und dauerhaft „eingeschaltet“. Tagrisso 80 mg wirkt, indem es diesen Schalter gezielt ausschaltet. Es blockiert die veränderten EGFR-Moleküle in den Krebszellen und verhindert so, dass sie sich weiter teilen und ausbreiten.
Viele Patienten, die mit älteren Medikamenten behandelt wurden, entwickeln nach einiger Zeit eine andere Mutation namens T790M. Diese macht die bisherigen Medikamente wirkungslos und der Krebs wächst weiter. Tagrisso 80 mg bindet dauerhaft (irreversibel) an die durch diese Mutation veränderten Stellen im EGFR und schaltet sie aus. Dabei wirkt es fast nur auf die kranken Zellen und lässt die gesunden weitgehend in Ruhe.
Bevor Sie Tagrisso 80 mg anwenden, lesen Sie die Packungsbeilage vollständig durch. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder unser Apothekerteam.
Die Dauer der Einnahme wird von Ihrem Arzt festgelegt. In der Regel wird die Einnahme von Tagrisso 80 mg so lange fortgesetzt, wie eine gute Wirkung festzustellen ist und die Nebenwirkungen nicht zu stark werden.
Bevor Sie Tagrisso 80 mg anwenden, lesen Sie die Packungsbeilage vollständig durch. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder unser Apothekerteam.
Ja, unter Tagrisso 80 mg kann es zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen. Diese Nebenwirkungen können, müssen aber nicht auftreten. Informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich, falls Sie die folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen an sich feststellen:
– Häufig: Plötzliche Atemnot zusammen mit Husten und Fieber – dies können Anzeichen einer Lungenentzündung sein (einer Krankheit, die als „interstitielle Lungenerkrankung“ bezeichnet wird). In den meisten Fällen ist eine Behandlung möglich, aber in einigen Fällen war der Verlauf tödlich. Möglicherweise möchte Ihr Arzt die Behandlung mit TAGRISSO beenden, wenn diese Nebenwirkung bei Ihnen auftritt. Diese Nebenwirkung tritt häufig auf: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen.
– Gelegentlich: Wenn es bei Ihnen zu tränenden Augen, Lichtempfindlichkeit, Augenschmerzen, Augenrötung oder Veränderungen des Sehvermögens kommt. Diese Nebenwirkung tritt gelegentlich auf: Sie kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen.
– Gelegentlich: Stevens-Johnson-Syndrom, bei dem am Rumpf rötliche zielscheibenartige Hautverfärbungen oder kreisrunde Flecken oft mit Blasen in der Mitte, Ablösung der Haut, Geschwüre in Mund, Rachen, Nase und an den Geschlechtsorganen und Augen auftreten können sowie Fieber und grippeähnliche Symptome vorausgegangen sind. Diese Nebenwirkung tritt selten auf: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen. Siehe auch Abschnitt 2. – Zielscheibenläsionen, das sind Hautreaktionen, die ringförmig aussehen (deuten auf Erythema multiforme hin). Diese Nebenwirkung tritt gelegentlich auf: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen.
– Gelegentlich: Zielscheibenläsionen, das sind Hautreaktionen, die ringförmig aussehen (deuten auf Erythema multiforme hin). Diese Nebenwirkung tritt gelegentlich auf: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen.







