Medikamenten- und Wirkstofflexikon

Azol-Antimykotikum mit Glucocorticoid

Steckbrief

  • Wirkstoffname: Azol-Antimykotikum (z.B. Clotrimazol, Miconazol, Econazol) mit Glucocorticoid (z.B. Betamethason, Hydrocortison)
  • Wirkstoff unter anderem enthalten in: Baycuten HC, Lotricomb, Vobaderm
  • Arzneimittelgruppe: Azol-Antimykotikum mit Glucocorticoid (bei Hauterkrankungen)
  • Anwendungsgebiete: reduziert Entzündungen und allergische Reaktionen während gleichzeitig die Pilzinfektion behandelt wird
  • Verschreibungspflichtig
Bild mit Kapseln und Tabletten

Das Wichtigste in Kürze

Wirkung

Azol-Antimykotika, wie z. B. Clotrimazol oder Miconazol hemmen das Wachstum von Pilzen, indem sie die Bildung von Ergosterol, einem wichtigen Bestandteil der Pilzzellmembran, blockieren. Dadurch wird die Zellstruktur der Pilze geschädigt und ihr Wachstum gehemmt.

Corticosteroide wie z. B. Hydrocortison, Betamethason oder Prednisolon wirken entzündungshemmend.

In Kombination mit Antimykotika werden sie eingesetzt, um Entzündungen und allergische Reaktionen zu reduzieren, während gleichzeitig die Pilzinfektion behandelt wird.

Diese Kombination wird vor allem bei Pilzinfektionen angewendet, die mit einer ausgeprägten Entzündungsreaktion einhergehen.

Anwendung

Die Wirkstoffe werden meist als Creme oder Salbe angewendet. Je nach Präparat wird in der Regel ein- bis zweimal täglich dünn auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen.

Sollten Sie eine Anwendung vergessen haben, setzen Sie die Behandlung beim nächsten regulären Zeitpunkt fort. Tragen Sie nicht die doppelte Menge auf.

Bitte beachten Sie bezüglich Dosierung und Anwendungsdauer die Absprachen mit Ihrem Arzt.

Zu beachten

Die Therapie sollte nicht eigenmächtig abgebrochen oder verändert werden. Vermeiden Sie den Kontakt mit Augen und Schleimhäuten.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn sich die Symptome verschlimmern oder neue Hautreaktionen auftreten.

Mögliche Nebenwirkungen können zum Beispiel Hautreizungen oder Brennen, Verdünnung der Haut (bei längerer Corticosteroid-Anwendung) oder allergische Reaktionen sein.

Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.