DocMorris Ratgeber MS

Behandlungs- möglichkeiten bei Multipler Sklerose

In diesem Artikel informieren wir über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten der Multiplen Sklerose (MS):
Therapie des akuten Schubs,
verlaufsmodifizierende Immuntherapie
und symptomatische Therapie.

Junge MS Patientin im Arztgespräch

Zusammenfassung

Ein MS-Schub bezeichnet das Auftreten neuer oder verstärkter Symptome, die länger als 24 Stunden andauern und nach dem Schub teilweise oder vollständig abklingen. Eine typische Behandlung erfolgt mit hochdosierten Glukokortikosteroiden (GKS), oft intravenös oder oral verabreicht, um den entzündlichen Prozess zu hemmen. Bei schwereren Fällen oder wenn die GKS-Therapie nicht ausreicht, kann eine Plasmapherese oder Immunadsorption als "Blutwäsche" eingesetzt werden. Langfristig wird eine verlaufsmodifizierende Immuntherapie angewendet, die je nach Krankheitsverlauf und Schubhäufigkeit das Fortschreiten der MS verlangsamen soll. Verschiedene Immuntherapeutika werden nach Wirkstärke in Kategorien eingeteilt, wobei stärkere Medikamente bei aggressiverem Krankheitsverlauf zum Einsatz kommen.

Ziel der Therapie ist es, Schübe und Krankheitsprogression zu minimieren sowie die Lebensqualität zu erhalten. Neben der medikamentösen Behandlung spielen symptomatische Maßnahmen wie Physiotherapie, Ergotherapie und psychologische Unterstützung eine Rolle. Nicht nur motorische und sensorische Störungen, sondern auch Fatigue, Blasenprobleme und Depressionen werden gezielt behandelt. Zudem kann in speziellen Fällen eine Palliativversorgung in Betracht gezogen werden, um den Lebenskomfort zu verbessern.