Symptome, Übertragung, Risikogebiete und Schutz

West-Nil-Virus

Ein Mückenstich ist häufig nur lästig. In seltenen Fällen können Stechmücken jedoch Krankheitserreger übertragen, dazu gehört auch das West-Nil-Virus. Das ursprünglich vor allem aus wärmeren Regionen bekannte Virus ist inzwischen auch in Teilen Europas und Deutschlands heimisch. Die meisten Infektionen verlaufen jedoch unbemerkt oder mild. Nur ein kleiner Teil der Betroffenen entwickelt eine schwere Erkrankung des Nervensystems.

Stechmücken können das West-Nil-Virus übertragen

Das Wichtigste in Kürze

  • Das West-Nil-Virus (WNV) wird hauptsächlich durch den Stich infizierter Stechmücken übertragen.
  • Etwa 80 Prozent der Infektionen verlaufen ohne Beschwerden.
  • Rund jeder fünfte Infizierte entwickelt grippeähnliche West-Nil-Virus-Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen oder Abgeschlagenheit.
  • Bei einem Teil der Erkrankten tritt zusätzlich ein Hautausschlag auf.
  • Weniger als ein Prozent der Infizierten entwickelt eine schwere Erkrankung des Nervensystems, beispielsweise eine Hirnhaut- oder Gehirnentzündung.
  • Ein fest abgegrenztes West-Nil-Virus-Risikogebiet gibt es nicht. Die Virusaktivität verändert sich von Jahr zu Jahr und während der Mückensaison.
  • Auch in Deutschland kommt es inzwischen zu vor Ort erworbenen Infektionen.
  • Eine West-Nil-Virus-Impfung für Menschen gibt es bislang nicht. Der wichtigste Schutz besteht daher darin, Mückenstiche möglichst zu vermeiden.