Ursachen & Symptome

Schnupfen: Die besten Tipps gegen eine laufende Nase 

Die Nase läuft und läuft, man niest und kommt mit dem Putzen kaum noch hinterher: Ständiges Niesen und gereizte Schleimhäute können während eines Schnupfens gehörig zusetzen. Was die Ursachen von Schnupfen sind und welche Mittel am besten dagegen helfen – das alles erfahren Sie hier.  

Frau mit typischen Schnupfen Symptomen

Schnupfen: Das Wichtigste in Kürze

  • Schnupfen = Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis), meist harmlos.
  • Häufige Ursachen: Viren (z. B. Rhinoviren, Coronaviren), Allergien, Reizstoffe, trockene Luft, Hormonumstellungen, Medikamente.
  • Typische Symptome: Laufende oder verstopfte Nase, häufiges Niesen, Kratzen im Hals, leichter Husten, Druckgefühl im Gesicht, Müdigkeit, Kopfschmerzen, leichtes Fieber.
  • Typischer Verlauf in drei Phasen: Beginn (1–2 Tage), Hauptphase (3–4 Tage), Abklingen (nach etwa einer Woche).
  • Ansteckend: Etwa 1–2 Tage vor Symptombeginn bis ca. 5–7 Tage danach.
  • Sanfte Maßnahmen: Viel trinken, Ruhe, feuchte Raumluft, Wärme, Inhalationen, hochgelagerter Kopf, ggf. Einreibungen.
  • Zum Arzt: Bei hohem Fieber, starken Kopf-/Gesichtsschmerzen, länger anhaltendem grünlich-gelbem Sekret, Atembeschwerden oder Verschlechterung trotz Hausmitteln.

Was ist Schnupfen?

Schnupfen – medizinisch auch als Rhinitis bezeichnet – ist eine häufige und meist harmlose Reaktion der Nase auf Viren oder andere Reize. Bei einem Schnupfen sind die Nasenschleimhäute gereizt und schwellen an. Dadurch kann die Nase laufen oder verstopft sein, und man muss häufig niesen. Oft begleitet ein leichtes Kratzen im Hals oder ein müdes Gefühl die Beschwerden.

Die meisten Schnupfenfälle werden durch Viren wie Rhinoviren ausgelöst. Der Körper reagiert darauf, indem er mehr Schleim bildet, um die Viren auszuspülen. Das ist zwar unangenehm, aber ein normaler Schutzmechanismus des Körpers. Es gibt auch allergischen Schnupfen, zum Beispiel durch Pollen, Hausstaub oder Tierhaare. Hier reagiert das Immunsystem auf eigentlich harmlose Stoffe, die Symptome ähneln denen eines viralen Schnupfens – die Nase läuft, man niest häufig und die Schleimhäute sind gereizt.

Welche Arten von Schnupfen gibt es?

Bei Schnupfen (Rhinitis) entzündet sich die Nasenschleimhaut. Als Reaktion auf verschiedene Reize schwillt sie an und produziert vermehrt Sekret. Typischerweise tritt mindestens eines der folgenden Symptome auf: eine juckende, laufende oder verstopfte Nase sowie Niesen.

ArtMerkmale
Akuter SchnupfenWird meist von Viren ausgelöst. Oft siedeln sich zusätzlich Bakterien auf der Nasenschleimhaut an. Das Sekret kann sich dabei gelblich oder grünlich verfärben, häufig kommen typische Erkältungssymptome wie Husten, Halsweh und Kopfschmerzen hinzu.
Chronischer SchnupfenKann über Wochen oder sogar Jahre anhalten. Eine chronische Rhinitis lässt sich auf verschiedene Ursachen zurückführen, etwa eine Nasenscheidewandkrümmung, Nasenpolypen, eine Abhängigkeit von Nasensprays oder wiederkehrende Allergien. Beschwerden bleiben dauerhaft bestehen oder treten in bestimmten Phasen (z. B. Pollensaison) immer wieder auf.

Ursachen für Schnupfen

Schnupfen entsteht, wenn die Nasenschleimhäute gereizt werden. Die Gründe dafür sind vielfältig, meistens sind sie harmlos. Manchmal steckt aber auch eine Infektion oder eine Allergie dahinter. Schnupfen ist dabei ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers, denn er hilft, Viren, Bakterien oder Reizstoffe aus der Nase zu spülen.

Häufige Ursachen im Überblick

UrsacheBeschreibung
VirenAm häufigsten tritt Schnupfen als Symptom eines Infektes der oberen Atemwege auf. Auslöser sind vor allem Rhinoviren und andere Erkältungsviren. Die Viren gelangen meist über Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten, Sprechen) oder über Hände und Oberflächen in die Nase. Der Körper reagiert mit vermehrter Schleimproduktion und Schwellung der Schleimhäute – eine natürliche Abwehrreaktion.
AllergienBeim allergischen Schnupfen reagiert das Immunsystem überempfindlich auf eigentlich harmlose Stoffe wie Pollen, Hausstaub oder Tierhaare. Zeichen sind eine laufende oder verstopfte Nase, häufiges Niesen und geschwollene Schleimhäute, oft über längere Zeit oder saisonal wiederkehrend.
Reizstoffe & UmgebungTrockene Heizungsluft, Rauch, Staub, Zugluft oder starke Temperaturschwankungen können die Schleimhäute reizen. Die Nase kann vorübergehend laufen oder sich verstopft anfühlen, ohne dass eine Infektion zugrunde liegt.

Weitere Auslöser für Schnupfen können sein:

  • Hormonumstellungen (zum Beispiel während der Wechseljahre oder in der Schwangerschaft)
  • Überempfindlichkeit gegen scharfe Speisen
  • Anatomische Veränderungen (etwa eine schiefe Nasenscheidewand oder vergrößerte Rachenmandeln)

Medikamente, die Schnupfen auslösen können, sind unter anderem:

  • bestimmte Blutdrucksenker (Beta-Blocker, ACE-Hemmer)
  • Antihistaminika (Allergiemittel)
  • Antidepressiva
  • nicht-steroidale Entzündungshemmer (z. B. Ibuprofen)
  • orale Verhütungsmittel
  • PDE-5-Hemmer (Mittel gegen Erektionsstörungen)
  • abschwellende Nasensprays oder Nasentropfen bei längerer Anwendung (Rebound-Effekt)

Was sind die Symptome bei Schnupfen?

Die Symptome eines Schnupfens können je nach Ursache und persönlicher Veranlagung etwas unterschiedlich ausfallen. Oft entwickelt sich der Schnupfen in mehreren Schritten: Zunächst läuft die Nase, später ist sie verstopft, und nach einigen Tagen klingen die Beschwerden meist wieder ab.

Typische Hauptsymptome

  • Laufende Nase (Rhinorrhö): In der Anfangsphase ist das Nasensekret meist klar und dünnflüssig. Es entsteht, weil die Schleimhäute mehr Flüssigkeit bilden, um Viren, Bakterien oder Reizstoffe aus der Nase zu spülen. Nach einigen Tagen kann das Sekret zäher und gelblicher werden – ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem aktiv arbeitet.
  • Verstopfte Nase: Durch die Schwellung der Schleimhäute wird die Nasenatmung erschwert. Vor allem nachts kann das störend sein, da Betroffene dann häufiger durch den Mund atmen müssen und der Schlaf unruhiger wird.
  • Häufiges Niesen: Niesen ist ein natürlicher Abwehrreflex, mit dem der Körper versucht, Krankheitserreger oder allergieauslösende Stoffe schnell wieder loszuwerden.
  • Kratzen im Hals oder leichter Husten: Da das Nasensekret in den Rachen läuft, kommt es oft zu einem unangenehmen Kratzen oder Reizhusten.
  • Druckgefühl im Gesicht: Wenn die Nasennebenhöhlen mit betroffen sind, kann ein dumpfes Druck- oder Schweregefühl in Stirn, Wangen oder an den Augen auftreten.
  • Begleitsymptome: Müdigkeit, leichtes Fieber oder Kopfschmerzen können hinzukommen.

Welche Phasen hat ein Schnupfen?

Ein Schnupfen entwickelt sich meist in drei Phasen:

  1. Beginn (1–2 Tage): Die Nase läuft stark, das Sekret ist dünnflüssig und klar. Häufiges Niesen gehört ebenfalls dazu.
  2. Hauptphase (3–4 Tage): Die Nase ist verstopft, das Sekret wird dickflüssiger. Begleitende Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Druck im Gesicht können auftreten.
  3. Abklingphase (nach etwa einer Woche): Die Schleimhäute beruhigen sich, die Nasenatmung verbessert sich, und die Beschwerden lassen nach.

Insgesamt dauert ein Schnupfen meist etwa eine Woche, manchmal auch etwas länger.

Wie lange ist Schnupfen ansteckend?

Die Ansteckungsgefahr beginnt schon ein bis zwei Tage, bevor die ersten Symptome auftreten, und dauert meist bis zu fünf bis sieben Tage an. Kinder oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem können länger Viren ausscheiden. Besonders in den ersten Tagen sind Hygieneregeln wie Händewaschen, Taschentuchgebrauch und Abstand wichtig, um andere zu schützen.

Was hilft gegen Schnupfen? Diese Tipps unterstützen den Körper

Was tun gegen Schnupfen? Es gibt verschiedene Maßnahmen, die die Beschwerden lindern und das Atmen durch die Nase erleichtern können – auch wenn sie den Infekt selbst nicht verkürzen. Viele dieser Tipps beruhen auf allgemeiner Unterstützung des Körpers und der Schleimhäute.

1. Tipps gegen Schnupfen: Viel trinken

Ausreichend Flüssigkeit zu trinken ist bei Schnupfen besonders wichtig, weil gut befeuchtete Schleimhäute Krankheitserreger besser abwehren und das Nasensekret dünnflüssig bleibt. So kann es besser abfließen, und die Nasenatmung fällt weniger schwer. Wer genug trinkt, unterstützt nicht nur die Nase, sondern die Schleimhäute der gesamten Atemwege und lindert das trockene, gereizte Gefühl in Hals und Rachen.

Besonders geeignet sind Wasser und ungesüßte Kräutertees. Heiße Tees befeuchten durch ihre warmen Dämpfe zusätzlich die Nasenschleimhäute; viele Kräuter enthalten zudem ätherische Öle, die subjektiv als wohltuend empfunden werden. Häufig empfohlene Tees bei Erkältungssymptomen sind zum Beispiel Kamillen-, Ingwer-, Holunderblüten-, Lindenblüten-, Thymian- oder Salbeitee.

Arzneitees gegen Erkältungssymptome

In Apotheken sind außerdem zugelassene Arzneitees gegen Erkältungs- und Grippesymptome erhältlich, die als pflanzliche Arzneimittel eine definierte Qualität und ein geprüftes Anwendungsgebiet haben. Beispiele sind etwa Erkältungstees mit Holunder- und Lindenblüten plus Thymian (zur Unterstützung bei fieberhaften Erkältungskrankheiten, „Schwitzkur") oder Thymiantee-Präparate bei Katarrhen der oberen Luftwege.