Ursachen & Symptome

Schnupfen: Die besten Tipps gegen eine laufende Nase 

Die Nase läuft und läuft, man niest und kommt mit dem Putzen kaum noch hinterher: Ständiges Niesen und gereizte Schleimhäute können einem während eines Schnupfens gehörig zusetzen. Was die Ursachen von Schnupfen sind und was gegen eine laufende Nase helfen kann – das alles erfahren Sie hier.

Frau mit typischen Schnupfen Symptomen

Schnupfen: Das Wichtigste in Kürze

  • Schnupfen (Rhinitis) ist eine Entzündung der Nasenschleimhaut. Häufig sind Viren die Ursache, aber auch Allergien, Reizstoffe oder andere Auslöser kommen infrage.
  • Typisch sind eine laufende oder verstopfte Nase und häufiges Niesen. Erkältungsschnupfen bessert sich meist innerhalb von etwa ein bis zwei Wochen.
  • Die Beschwerden lassen sich meist symptomatisch lindern, etwa durch Ruhe oder Kochsalzlösungen – den Infekt selbst können solche Maßnahmen jedoch nicht einfach stoppen.
  • Bei hohem Fieber, starken Kopf- oder Gesichtsschmerzen, Atembeschwerden, länger anhaltenden Beschwerden oder einer deutlichen Verschlechterung sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Was ist Schnupfen?

Schnupfen – medizinisch auch als Rhinitis bezeichnet – ist eine Entzündung der Nasenschleimhaut, die häufig durch Viren oder andere Reize ausgelöst wird. Bei einem Schnupfen sind die Nasenschleimhäute gereizt und schwellen an. Dadurch kann die Nase laufen oder verstopft sein, und man muss häufig niesen. Oft begleitet ein leichtes Kratzen im Hals oder ein müdes Gefühl die Beschwerden.

Die meisten Schnupfenfälle werden durch Viren wie Rhinoviren ausgelöst. Der Körper reagiert darauf, indem er mehr Schleim bildet, der Krankheitserreger und andere Partikel bindet und abtransportiert. Das ist zwar unangenehm, aber Teil der körpereigenen Abwehr. Es gibt auch allergischen Schnupfen, zum Beispiel durch Pollen, Hausstaub oder Tierallergene. Hier reagiert das Immunsystem auf eigentlich harmlose Stoffe. Die Symptome ähneln denen eines viralen Schnupfens: Die Nase läuft, man niest häufig und die Schleimhäute sind gereizt.

Wussten Sie schon?

Der Begriff Rhinitis setzt sich aus dem griechischen rhis/rhinos für „Nase“ und der Endung -itis für „Entzündung“ zusammen. Wörtlich bedeutet Rhinitis also „Entzündung der Nase bzw. Nasenschleimhaut“.

Welche Arten von Schnupfen gibt es?

Bei Schnupfen entzündet sich die Nasenschleimhaut. Als Reaktion auf verschiedene Reize schwillt sie an und produziert vermehrt Sekret. Typischerweise tritt mindestens eines der folgenden Symptome auf: eine juckende, laufende oder verstopfte Nase sowie Niesen.

ArtMerkmale
Akuter SchnupfenWird meist von Viren ausgelöst. Das Nasensekret kann sich im Verlauf gelblich oder grünlich verfärben. Die Farbe allein ist jedoch kein verlässliches Zeichen für eine bakterielle Infektion. Häufig kommen typische Erkältungssymptome wie Husten, Halsweh und Kopfschmerzen hinzu.
Chronischer SchnupfenKann über längere Zeit bestehen oder immer wieder auftreten. Mögliche Ursachen sind etwa Allergien, dauerhafte Reize oder die längerfristige Anwendung abschwellender Nasensprays. Auch anatomische Veränderungen wie Nasenpolypen oder eine Nasenscheidewandkrümmung können ähnliche, anhaltende Beschwerden verursachen.

Ursachen für Schnupfen

Schnupfen entsteht, wenn die Nasenschleimhäute gereizt oder entzündet werden. Die Gründe dafür sind vielfältig, meistens sind sie harmlos. Am häufigsten steckt eine virale Infektion dahinter, daneben kommen beispielsweise Allergien oder andere Reize infrage. Schnupfen ist dabei Teil der natürlichen Abwehrreaktion des Körpers, denn der vermehrt gebildete Schleim kann helfen, Erreger und Reizstoffe zu binden und abzutransportieren.

Häufige Ursachen im Überblick

UrsacheBeschreibung
VirenAm häufigsten tritt Schnupfen als Symptom eines Infektes der oberen Atemwege auf. Auslöser sind vor allem Rhinoviren und andere Erkältungsviren. Die Viren können über die Luft, zum Beispiel beim Husten, Niesen oder Sprechen, sowie über Hände und Oberflächen übertragen werden. Der Körper reagiert mit vermehrter Schleimproduktion und Schwellung der Schleimhäute – eine natürliche Abwehrreaktion.
AllergienBeim allergischen Schnupfen reagiert das Immunsystem überempfindlich auf eigentlich harmlose Stoffe wie Pollen, Hausstaub oder Tierhaare. Zeichen sind eine laufende oder verstopfte Nase, häufiges Niesen und geschwollene Schleimhäute, oft über längere Zeit oder saisonal wiederkehrend.
Reizstoffe & UmgebungTrockene Heizungsluft, Rauch, Staub oder starke Temperaturschwankungen können die Schleimhäute reizen. Die Nase kann vorübergehend laufen oder sich verstopft anfühlen, ohne dass eine Infektion zugrunde liegt.

Weitere Auslöser für Schnupfen können sein:

  • Hormonumstellungen (zum Beispiel in der Schwangerschaft)
  • Überempfindlichkeit gegen scharfe Speisen
  • Anatomische Veränderungen (etwa eine schiefe Nasenscheidewand oder vergrößerte Rachenmandeln)

Bestimmte Arzneimittel können eine laufende oder verstopfte Nase auslösen oder verstärken. Dazu zählen unter anderem:

  • bestimmte Blutdrucksenker (Beta-Blocker, ACE-Hemmer)
  • einige Medikamente zur Behandlung psychischer Erkrankungen
  • einige Schmerz- und Entzündungshemmer (z. B. Ibuprofen)
  • hormonhaltige Arzneimittel, z.B. orale Verhütungsmittel
  • PDE-5-Hemmer (Mittel gegen Erektionsstörungen)
  • abschwellende Nasensprays oder Nasentropfen bei zu langer oder zu häufiger Anwendung (Rebound-Effekt)

Was sind die Symptome bei Schnupfen?

Die Symptome eines Schnupfens können je nach Ursache und persönlicher Veranlagung etwas unterschiedlich ausfallen. Oft entwickelt sich der Schnupfen in mehreren Schritten: Zunächst läuft die Nase, später ist sie verstopft, und nach einigen Tagen klingen die Beschwerden meist wieder ab.

Typische Hauptsymptome

  • Laufende Nase (Rhinorrhö): In der Anfangsphase ist das Nasensekret meist klar und dünnflüssig. Die entzündete Nasenschleimhaut bildet vermehrt wässriges Sekret, das Erreger und Reizstoffe binden und abtransportieren kann. Deshalb kann die Nase gerade zu Beginn stark oder sogar ständig laufen. Nach einigen Tagen kann das Sekret zäher und gelblicher werden. Die Farbe allein lässt jedoch keine sichere Aussage über die Ursache des Schnupfens zu.
  • Verstopfte Nase: Durch die Schwellung der Schleimhäute wird die Nasenatmung erschwert. Vor allem nachts kann das störend sein, da Betroffene dann häufiger durch den Mund atmen müssen und der Schlaf unruhiger wird (Spezialartikel Verstopfte Nase)
  • Häufiges Niesen: Niesen ist ein natürlicher Abwehrreflex, mit dem der Körper versucht, Krankheitserreger oder allergieauslösende Stoffe schnell wieder loszuwerden.
  • Kratzen im Hals oder leichter Husten: Da das Nasensekret in den Rachen läuft, kommt es oft zu einem unangenehmen Kratzen oder Reizhusten.
  • Druckgefühl im Gesicht: Wenn die Nasennebenhöhlen mit betroffen sind, kann ein dumpfes Druck- oder Schweregefühl in Stirn, Wangen oder an den Augen auftreten.
  • Begleitsymptome: Müdigkeit, leichtes Fieber oder Kopfschmerzen können hinzukommen.

Wie lange dauert Schnupfen? Die typischen Phasen

Ein Erkältungsschnupfen bessert sich meist innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst. Die stärksten Beschwerden treten häufig in den ersten Tagen auf und lassen dann nach. Einzelne Erkältungsbeschwerden, insbesondere Husten, können länger bestehen bleiben.

Ein Schnupfen entwickelt sich meist in drei Phasen:

  1. Beginn: Die Nase läuft stark, das Sekret ist dünnflüssig und klar. Häufiges Niesen gehört ebenfalls dazu.
  2. Hauptphase: Die Nase ist verstopft, das Sekret wird dickflüssiger. Begleitende Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Druck im Gesicht können auftreten.
  3. Abklingphase: Die Schleimhäute beruhigen sich, die Nasenatmung verbessert sich, und die Beschwerden lassen nach.

Wie lange ist Schnupfen ansteckend?

Ist Schnupfen Teil einer viralen Atemwegsinfektion, können die Viren bereits kurz vor den ersten Beschwerden und besonders in den ersten Krankheitstagen weitergegeben werden. Wie lange eine Person ansteckend ist, hängt aber vom jeweiligen Erreger, dem Krankheitsverlauf und individuellen Faktoren ab.

Um andere zu schützen, sind Hygienemaßnahmen ab dem ersten Tag der Beschwerden - etwa bei Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Fieber oder allgemeinem Krankheitsgefühl - sinnvoll: regelmäßig Hände waschen, in die Armbeuge niesen oder husten, benutzte Taschentücher direkt entsorgen. Außerdem sollten in den ersten drei bis fünf Tagen und bis sich die Beschwerden deutlich gebessert haben, direkte Kontakte möglichst reduziert werden. Das gilt insbesondere im Kontakt mit älteren Menschen, Säuglingen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem oder relevanten Vorerkrankungen.

Bei deutlichen Erkältungssymptomen kann es sinnvoll sein, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben, bis die Beschwerden spürbar besser werden.

Was hilft gegen Schnupfen? Diese Tipps unterstützen den Körper

Was tun gegen Schnupfen? Es gibt verschiedene Maßnahmen, die die Beschwerden lindern und das Atmen durch die Nase erleichtern können – auch wenn sie den Infekt selbst nicht verkürzen. Viele dieser Tipps beruhen auf allgemeiner Unterstützung des Körpers und der Schleimhäute.

1. Tipps gegen Schnupfen: Ausreichend trinken

Ausreichend zu trinken ist auch bei Schnupfen sinnvoll. Es ist allerdings nicht belegt, dass besonders viel Flüssigkeit die Erkältungsbeschwerden lindert oder den Schnupfen schneller abklingen lässt. Man muss sich daher nicht dazu zwingen, mehr als üblich zu trinken.

Besonders geeignet sind Wasser und ungesüßte Kräutertees. Warme Getränke werden von vielen Menschen als wohltuend und wärmend empfunden. Häufig getrunkene Tees bei Erkältungssymptomen sind zum Beispiel Kamillen-, Ingwer-, Holunderblüten-, Lindenblüten-, Thymian- oder Salbeitee.

Arzneitees gegen Erkältungssymptome

In Apotheken sind außerdem zugelassene Arzneitees gegen Erkältungs- und Grippesymptome erhältlich, die als pflanzliche Arzneimittel eine definierte Qualität und ein geprüftes Anwendungsgebiet haben. Beispiele sind etwa Erkältungstees mit Holunder- und Lindenblüten plus Thymian (zur Unterstützung bei fieberhaften Erkältungskrankheiten, „Schwitzkur") oder Thymiantee-Präparate bei Katarrhen der oberen Luftwege.