Schnarchen – mehr als nur lästig?
In unserem Schlafzimmer ist es oft lauter als auf einer vielbefahrenen Autobahn - und das nicht aus lustvollen Gründen! Schnarchen ist ein weit verbreitetes Phänomen, nerven- und kräftezehrend für den Bettnachbarn und unter Umständen auf Dauer gefährlich für den Schnarcher selbst. Strapazieren Sie deshalb nicht länger Ihre Gesundheit und/oder die Nerven Ihres Partners. Es gibt zahlreiche Gründe für das Schnarchen und auch vielfältige Möglichkeiten es einzudämmen.


Inhalt
- Woher kommt Schnarchen?
- Was ist Schlafapnoe und welche Folgen hat sie?
- Warum schnarche ich?
- Schnarchen stoppen
Wer hätte es gedacht: in unserem Schlafzimmer ist es oft lauter als auf einer vielbefahrenen Autobahn - und das nicht aus lustvollen Gründen! Schnarchen ist ein weit verbreitetes Phänomen, nerven- und kräftezehrend für den Bettnachbarn und unter Umständen auf Dauer gefährlich für den Schnarcher selbst. Strapazieren Sie deshalb nicht länger Ihre Gesundheit und/oder die Nerven Ihres Partners. Es gibt zahlreiche Gründe für das Schnarchen und auch vielfältige Möglichkeiten es einzudämmen.
Woher kommt Schnarchen? Welche Arten von Schnarchen gibt es?
Die meisten möchten das nicht wahr haben und wollen es nicht so recht glauben, weil es ihnen peinlich ist. Oder sie denken „So schlimm kann das doch nicht sein!“, wenn der Partner sich über den schlafraubenden Lärm beschwert. Tatsächlich merken viele Schnarcher nichts von ihren nächtlichen Atemgeräuschen. Warum jemand schnarcht, dafür kann es die verschiedensten Gründe geben und die betreffen entgegen eines weit verbreiteten Vorurteils nicht nur Männer. Auch Frauen schnarchen, wenn auch seltener.
Eine Form des Schnarchens ist das sogenannte primäre Schnarchen. Die Schnarch-Geräusche entstehen, weil im Schlaf die Muskeln der oberen Atemwege entspannen, sich dadurch die Luftwege verengen und die Weichteile im erhöhten Atemluftstrom vibrieren. Häufig ist das bei Rückenlage der Fall. Der Schlaf ist in diesem Fall für den Schnarcher grundsätzlich erholsam und gesundheitlich unbedenklich. Lediglich eine morgendliche Mundtrockenheit kann auftreten. Da es auch nicht zu Schlafstörungen kommt, ist für den Schnarcher selbst keine Behandlung erforderlich, aber die Schlafqualität Ihres Partners kann erheblich darunter leiden.
Wenn Schnarchen zum Gesundheitsproblem wird: Was ist Schlafapnoe und welche Folgen hat sie?
Ein weitere Form des Schnarchens ist eine Atemstörung, die sogenannte Schlafapnoe. Bei der Schlafapnoe erschlafft die Rachenmuskulatur, die Atemwege verschließen sich, es kommt zu Sauerstoffmangel durch wiederkehrende Atemstillstände, bis zu 30 Sekunden und mehr, was besonders für das Gehirn gefährlich ist. Das Schnarchen ist dabei besonders laut und unregelmäßig und damit die Atmung wieder einsetzt, wacht der von Schlafapnoe betroffene durch einen natürlichen Schutzreflex kurz auf, um ein Ersticken zu verhindern. In vielen Fällen bekommt der Betroffene das gar nicht bewusst mit, die Schlafqualität ist dennoch stark beeinträchtigt und der Schlaf wird als nicht erholsam empfunden. Nicht selten wachen Menschen mit Schlafapnoe morgens verschwitzt auf und sind tagsüber müde und abgeschlagen. Auch morgendliche Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Gedächtnisstörungen, Nervosität, Depressionen und Potenzstörungen treten auf. Langfristig erhöht Schlafapnoe das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Diabetes mellitus und erhöhte Cholesterinwerte, weil die Atemaussetzer zu Stressreaktionen im Körper führen und das Herz öfter schlagen muss, um den Sauerstoffmangel auszugleichen. Langfristig kann der Herzmuskel geschädigt werden und erhebliche gesundheitliche Probleme können die Folge sein (erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko). Auch entwickeln Menschen mit Schlafapnoe früher eine Demenz. Übrigens kann Schlafapnoe auch Sodbrennen verursachen.
Warum schnarche ich? Ursachen und begünstigende Faktoren
Folgende Faktoren begünstigen das Schnarchen:
- Übergewicht: Grund ist unter anderem eine vermehrte Fetteinlagerung im Halsbereich, was zu einer Einengung der Atemwege führt.
- Alter: Menschen im Alter zwischen 45 und 54 Jahren sind am häufigsten vom Schnarchen betroffen.
- Geschlecht: Männer schnarchen häufiger als Frauen
- Alkohol: Der Konsum vor dem Schlafengehen begünstigt das Schnarchen
- Rauchen
- Schlafmittel
- Nasenatmungsbehinderung z. B. durch Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung, Nasenpolypen
- Anatomische Gegebenheiten z. B. Verkrümmung der Nasenscheidewand, Vergrößerung der Mandeln, Verkürzter Unterkiefer















