Rosazea – Rötungen im Gesicht

Rosazea ist eine Erkrankung, die für alle sichtbar ist. Denn sie tritt im Gesicht auf und verursacht dort Rötungen. Manche Betroffene empfinden dies als große Belastung, anderen hingegen ist gar nicht bewusst, dass es sich bei den Rötungen um eine Erkrankung handelt. Eine Heilung ist nicht möglich, eine gute Behandlung der Symptome jedoch schon. Wir erklären, wie!

Bild Rosazea behandelt und unbehandelt im Vergleich

Inhalt

Was ist Rosazea?

Rosazea ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die schubförmig verläuft und vorwiegend im Gesicht bei Erwachsenen auftritt. Überwiegend sind Personen im mittleren und höheren Lebensalter betroffen, die eine helle Haut haben. Zum typischen Erscheinungsbild gehören rote Flecken, sichtbare Äderchen und Pusteln im Gesicht. Die unterschiedlichen Ausprägungen treten oft nacheinander auf. Benachbarte Hautareale wie Hals, Brust und die Kopfhaut können betroffen sein, das ist aber eher selten. Zudem können die Augen beteiligt sein und es gibt Sonderformen. Rosazea ist nicht ansteckend. Die Hauterkrankung ist auch unter verschiedene andere Bezeichnungen bekannt. Gebräuchlich sind Couperose, Gesichtsrose und Acne rosacea. Veraltete Bezeichnungen sind Acne erythematosa, Kupferrose, Kupferfinne und Rotfinne.

Die Ursachen von Rosazea

Die Ursache der Grund-Erkrankung ist bis heute nicht bekannt. Forscher vermuten, dass folgende Faktoren zusammenwirken:

  • Erbliche Veranlagung
  • Umwelteinflüsse
  • Geschwächte Schutzfunktion der Haut
  • Regulationsstörungen im Magen-Darm-Trakt
  • Durchblutungsstörungen
  • Immunreaktionen und Entzündungsprozesse
  • Sensitivität gegenüber bestimmten Milben oder Bakterien

Was ist der Auslöser für Rosazea? Wie verläuft die Erkrankung?

Eine Rosazea verläuft typischerweise in Schüben, d.h. die Patienten erleben Phasen mit sehr starken Symptomen im Wechsel mit Phasen, in denen die Haut sich beruhigt und (fast) gesund wirkt. Die Schübe werden offenbar von verschiedenen Faktoren ausgelöst: Dazu gehören Sonnenlicht bzw. UV-Strahlung, Hitze bzw. Kälte, Stress und bestimmte Milben und Bakterien. Aber auch körperliche Anstrengung, bestimmte Kosmetika, scharfe Speisen, Rauchen, Alkohol und heiße Getränke können Schübe auslösen.

Die Hauterkrankung tritt in unterschiedlichen Schweregraden auf. Zu Beginn kommt es meist nur zu Rötungen und sichtbaren Äderchen, später kommen entzündliche Komponenten hinzu, die häufig andauern, sich aber auch spontan narbenlos zurückbilden können. Im weiteren Verlauf häufen sich jedoch die Schübe, mit zunehmender Schwere. Kommt es zur schwersten Ausprägung, den sogenannten Phymen, die sich als unförmige knollenartige Hautveränderungen zeigen, bilden sich diese nicht wieder zurück und bedürfen einer operativen Behandlung.

Die Einteilung der Rosazea-Typen

Rosazea zeigt sich in unterschiedlichen Ausprägungen, die nacheinander auftreten können, aber nicht müssen.

Vorstadium (fachsprachlich: Rosacea-Diathese)

Beim Vorstadium kommt es zu vorübergehenden Phasen verstärkter Durchblutung mit sich erweiternden Gefäßen, die zu Überhitzung und Rötung der Haut führen. Die Rötungen, Fachleute sprechen hier von Flushing, lassen nach einiger Zeit wieder nach und verschwinden.

Typ 1 (fachsprachlich: Rosacea erythematosa-teleangiectatica)

In diesem Stadium der Rosazea kommt es zu anhaltenden entzündlichen Hautrötungen (Erytheme), bei denen die einzelnen Gefäße spinnennetzartig sichtbar sind. Darüber hinaus kann es zu Juckreiz, Brennen oder Trockenheit und Schuppung der Haut kommen.

Typ 2 (fachsprachlich: Rosacea papulopustulosa)

Neben dem anhaltenden Erythem treten in diesem Stadium der Rosazea Papeln (Hautausschlag mit knötchenartiger Verdickung) und/oder Pusteln (Eiterbläschen = Pickel) auf – ähnlich wie bei einer Akne – jedoch ohne Mitesser (schwärzlich verfärbter, fettiger Pfropf, der die Öffnung einer Talgdrüse verstopft).

Typ 3 (fachsprachlich Rosacea phymatosa )

Ist die Rosazea bereits sehr weit fortgeschritten, kann es zusätzlich zu Wucherungen des Bindegewebes und der Talgdrüsen kommen. Die Haut verdickt und es bilden sich sogenannte Phyme (Knollen). Typisch ist eine Knollennase, die Phyme können aber auch am Ohr, dem Kinn, der Stirn oder am Augenlid auftreten. Von Rosacea phymatosa sind fast ausschließlich Männer betroffen. Die ästhetisch-kosmetischen Veränderungen sind häufig eine schwerwiegende Belastung für die Patienten.

In allen Phasen der Rosazea können neben den Hauptsymptomen (Major-Symptome: Hautrötungen, entzündliche Erytheme, Papeln und Pusteln) auch Nebensymptome (Minor-Symptome) wie Trockenheitsgefühl der Haut, Brennen, Stechen und Schwellungen auftreten. Diese Minor-Symptome werden zusätzlich anhand der Intensität, Dauer und Frequenz beurteilt und stellen ein weiteres Kriterium zur Beschreibung der Schwere dar.

Rosazea an den Augen (Okuläre Rosazea, Ophthalmorosazea)

Neben der Hautrosazea können zusätzlich die Augen betroffen sein. Die Ophthalmorosazea kann aber auch isoliert, also vor oder nach der Hautrosazea auftreten. Bei der Rosazea an den Augen kommt es zu einer Funktionsstörung der Meibom-Drüsen und daraus resultierenden trockenen Augen. Die Symptome des trockenen Auges treten oft im frühen Tagesverlauf auf und äußern sich zusätzlich als Fremdkörpergefühl, Lidrandrötung sowie brennenden oder tränenden Augen. Außerdem kann es zu Sehstörungen mit erhöhter Lichtempfindlichkeit kommen. Es kann sich eine Bindehautentzündung entwickeln und es entstehen erweiterte Gefäße am Auge und/oder Wasseransammlungen (Ödeme), in der Umgebung der Augenhöhle. Unbehandelt können im weiteren Verlauf schwere Augenschäden an der Hornhaut, mit Sehbeeinträchtigungen die Folge sein. Ist die Hautrosazea nur gering ausgeprägt, ist es schwierig die Augenerkrankung als Rosazea zu erkennen.

Sonderformen der Rosazea

Rosazea conglobata Bei dieser Form der Rosazea treten große entzündliche Knoten auf, die sich verhärten. Im Gegensatz zur Akne treten sie hierdie entzündlichen Knoten nur im Gesicht auf.

Rosazea fulminans (frühere Bezeichnung Pyoderma faciale) Von dieser Rosazea-Form sind ausschließlich Frauen betroffen, und zwar gehäuft in und nach einer Schwangerschaft. Dabei kommt es ganz plötzlich zu einem massiven Krankheitsschub, bei der die Hautveränderungen innerhalb weniger Tage oder Wochen die Maximalvariante erreichen. Es Es treten große, sich verändernde, zusammenbackende Knoten und zahlreiche Pusteln auf und es kommt zu einer konstanten Absonderung der Talgdrüsen.

Gramnegative Rosazea Nach monatelanger Therapie mit Antibiotika kann sich die Gramnegative Rosazea entwickeln. Durch bestimmte überlebende Keime kommt es zu Entzündungen der Haut. Diese Form der Rosazea kann leicht mit der Rosazea papulopustulosa verwechselt werden. Eine Unterscheidung ist aber wichtig, da eine andere Therapie erforderlich ist.

Medikamenteninduzierte Rosazea (u. a. Steroidrosazea) Wird eine Rosazea als solche nicht erkannt und dadurch fälschlicherweise längere Zeit mit Glukokortikoiden (z. B. Cortison-Präparaten) behandelt, kann die Steroidrosazea entstehen. Es kommt zum Gewebeschwund, die Haut spannt, Blutgefäße treten sichtbar hervor und die Haut wird von Milben besiedelt. Setzt man das Glukokortikoid ab, kommt es meist zuerst zu einer Verschlimmerung, die erst im weiteren Verlauf abheilt.

Granulomatöse (Lupoide) Rosazea Dieser schwer behandelbare Rosazea-Typ ist gekennzeichnet durch bräunlich-rötliche Papeln, die hauptsächlich an Oberlid, Unterlid, um den Mund herum und an der Jochbeinregion verstreut sind. Die restliche Gesichtshaut ist gerötet, meist mit den typischen Zeichen der Rosazea.

Morbus Morbihan: Bei diesem Erkrankungstyp sind verstärkt die Lymphgefäße beteiligt, mit festen, kaum eindrückbaren Ödemen (Wasseransammlungen), besonders an Wangen, Nase und Stirn.

Rosazea im Kindesalter Bei Kindern zeigt sich die Rosazea ähnlich wie bei Erwachsenen und kann auch in Sonderformen auftreten. Ausgenommen sind Knollenbildungen (Phyme). Diese konnten bisher bei Kindern nicht beobachtet werden.

Extrafaziale Rosazea Zu dieser Sonderform der Rosazea gehören brennende Papeln und Pusteln an der Kopfhaut, auch als Red scalp syndrom bezeichnet. Ebenfalls zur Extrafazialen Rosacea gehört das Red scrotum syndrom, dabei treten andauernde, dauerhaft erweiterte Blutgefäße am Hodensack auf, begleitet von brennenden Schmerzen. Mitverursachend sind oft auf der Haut angewendete Steroide.

Ist Rosazea heilbar?

Rosazea ist nicht heilbar, mit einer guten Behandlung und Erhaltungstherapie, können die Symptome jedoch deutlich gelindert werden. In vielen Fällen kann sogar zeitweise eine völlige Symptomfreiheit erreicht werden, bevor es zu einem neuen Schub kommt. Eine kontinuierliche Verschlimmerung der Beschwerden, kann mit Hilfe einer frühzeitigen Therapie entgegengewirkt werden.

Behandlung: "Wie bekomme ich Rosazea weg"?

Die beste Therapie von Rosazea besteht in der Vermeidung der individuellen Auslöser und der Behandlung der Symptome. Rosazea ist nicht heilbar, aber eine Linderung der Symptome ist möglich und erfolgversprechend. Eine Rosazea sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn was harmlos beginnt, kann zu gravierenden Hautveränderungen führen. Oft kommt es zu einer kontinuierlichen Verschlimmerung der Symptome, die nicht zuletzt wegen der damit einhergehenden ästhetischen Veränderungen oft zu psychischen Problemen führen.

Die Behandlung einer Rosazea gehört immer in die Hände eines Arztes, denn es ist wichtig, die passende Therapie zur jeweiligen Form bzw. zum vorliegenden Schweregrad zu finden. Da die Haut bei der Krankheit meist besonders empfindlich ist, ist nicht nur der geeignete Wirkstoff, sondern auch die Verträglichkeit von Bedeutung. Eine äußerliche Behandlung ist in vielen Fällen meist ausreichend. In schweren Fällen oder bei therapieresistenten leichten Formen kann die äußerliche Behandlung mit einer systemischen Therapie, also mit der Einnahme von Medikamenten kombiniert werden.

Die Behandlung führt in der Regel zu einer Verbesserung des Hautzustandes. Nach Absetzen der Therapie kommt es aber häufig zu einem Wiederauftreten. Dieses gilt es mit einer äußerlichen Erhaltungstherapie zu verhindern.

Folgende Behandlungsmethoden stehen je nach Form und Ausprägung zur Verfügung:

Medikamente zur äußerliche Behandlungen der Rosazea

  • der Wirkstoff Brimonidin kommt zum Einsatz, um die Gefäße zu verengen
  • der Wirkstoff Metronidazol (Antibiotikum), der auch bei Beteilung der Demodex-Milben (Haarbalgmilben) wirkt
  • der Wirkstoff Azelainsäure, ein Mittel dass gegen Akne und Rosazea zur Anwendung kommt
  • der Wirkstoff Ivermectin, zur Verminderung der Demodex-Milben (Haarbalgmilben) in den Talgdrüsenfollikeln der Gesichtshaut

Medikamente zum Einnehmen bei Rosazea

Verschiedenen Antibiotika können bei schweren und schlecht behandelbaren Formen als Tabletten angewendet werden.

Gegebenenfalls können weitere Arzneimittel sowohl lokal (zum Auftragen) als auch systemisch (zum Einnehmen) zum Einsatz kommen, beispielsweise Glukokortikoide und antientzündliche Mittel. Können mit diesen Therapien keine ausreichenden Besserungen der Symptomatik erzielt werden, ist auch eine Kombination verschiedener Therapien möglich.

Sind die Augen betroffen, wird bei milder Ausprägung eine lokale Behandlung ausreichend sein. Diese besteht aus Lidrandhygiene, Erwärmen der Lidränder, um die Sekrete der Meibom Drüsen zu verflüssigen und der Einsatz von fetthaltigen Tränenersatzmitteln. Bei entzündlichen Veränderungen der Augen können verschiedene Präparate, je nach Schweregrad, zum Einsatz kommen. Dazu gehören z. B. Immunsuppressiva (= Substanzen, die das Immunsystem hemmen), Präparate mit antientzündlichen oder antibiotischen Wirkstoffen zum Auftragen oder Einnehmen und eine Starklicht-Therapie.

Alternative Therapieoptionen bei Rosacea

  • In kleineren Studien war eine Photodynamische Therapie (PDT) erfolgreich. Die Bestätigung der Wirksamkeit in größeren Studien steht noch aus.
  • Licht– oder Lasertherapie z.B. gegen störende rote Äderchen
  • Operative Korrektur von Phymen

Die richtige Hautpflege bei Rosacea

Neben den Arzneimitteln, die speziell zur Behandlung der Symptome angewendet werden, wird empfohlen, auch Produkte zur Reinigung, zum Schutz und zur Pflege, sowohl während aktiver Krankheitsphasen, als auch in schubfreien Intervallen, auf die Bedürfnisse der Haut anzupassen. Nicht geeignete Kosmetika können den Hautzustand verschlechtern. Es ist empfehlenswert, Produkte für empfindliche und sensible Haut zu bevorzugen oder sogar Produkte die speziell für Patienten mit Rosazea empfohlen werden. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, die Haut nicht zu überpflegen.

  • Die Reinigung der Hautwird möglichst schonend morgens und abends empfohlen, mit lauwarmem Wasser und pH-hautneutralen Syndets oder Reinigungsfluide bzw. Mizellenwasser. Starkes Reiben, Peelings und durchblutungsfördernde Stoffe sollten vermieden werden. Anschließend die Haut Trockentupfen, nicht reiben.
  • Zur Pflege sind hydrophile Produkte mit einem niedrigen Öl-Anteil zu bevorzugen, um Missempfindungen wie Spannen und Brennen zu lindern. Medizinische Kosmetikprodukte aus der Apotheke sind eine auf die Problematik der Rosazea abgestimmte Hautpflege, zur Unterstützung der ärztlichen Therapie. Sie enthalten zusätzlich antientzündliche, hautberuhigende und gefäßstabilisierende Wirkstoffe. Solche Produkte haben einen UV-Schutz, sind wenig fetthaltig, habe nur wenige Inhaltsstoffe und sind frei von Duft- und Konservierungsstoffen. Sie mildern zusätzlich die Hautrötungen und Hautreizungen und wirken hautberuhigend. Reizende Pflegeprodukte, wie beispielsweise durchblutungsfördernde und Anti-Aging-Kosmetika oder solche mit hohem Fettanteil und für unreine Haut, sollten gemieden werden.
  • Nach der Pflege sollte zusätzlich ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor aufgetragen werden, da UV-Strahlung zu den Triggerfaktoren einer Rosazea gehört. Das gilt nicht nur für sonnige Tage im Sommer, sondern auch an wolkigen Tagen und im Winter, wenn dem Pflegeprodukt nicht bereits ein UV-Filter zugesetzt ist. Vor allem im Sommer sollte der Sonnenschutz einen Lichtschutzfaktor von 50 oder 50+ haben. Das Sonnenschutzmittel sollte möglichst hydrophil und fettarm sein. Mineralische UV-Filter mit Zinkoxid und Titandioxid sind zu bevorzugen. Achten Sie jedoch darauf, keine Produkte mit mineralischen Nano-Partikel von Zinkoxid oder Titandioxid zu verwenden, da diese, genau wie Produkte mit organisch/chemischen UV-Filtern, in die Haut eindringen können und diese reizen.
  • Um Reizung zu vermeiden, sollte Makeupauf eher reduziert werden, es sei denn, Sie fühlen sich damit deutlich wohler. Spezielle Pflegeprodukte für Rosazea haben häufig bereits eine Färbung, um das Hauterythem zu kaschieren. Auch wenn schwere, fettreiche Kosmetik die Hautveränderungen besser abdecken, sollten lieber leichte Puder oder Cremes bevorzugt werden. Bei akuten Hautreizungen und Hitzegefühl kann bei Bedarf mehrmals täglich Thermalwasser auf die Haut gesprüht werden. Durch die rasche Verdunstung wird ein Gefühl von Frische und Abkühlung vermittelt und die Haut wird beruhigt.
  • Zur Rasur sollte Nassrasur besser vermieden werden, weil dabei die Hautbarriere verletzt wird. Die trockene Rasur ist daher vorzuziehen. Aufgrund ihrer reizenden Eigenschaften sind alkoholische Rasierwasser zu vermeiden.

Was Sie selbst gegen Rosazea tun können

Als Rosazea-Patient können Sie selbst zur erfolgreichen Therapie viel beitragen. Dazu gehört in erster Linie das Vermeiden der Provokationsfaktoren. Das heißt, zu erkenne, durch was die Hautrötungen ausgelöst oder verschlimmert werden und diese Faktoren so gut es geht zu vermeiden. Die häufigsten Provokationsfaktoren sind:

  • UV-Licht: Betroffene Regionen (z. B. Haut, Augen) vor UV-Licht schützen. Das heißt, direkte Sonne, wenn möglich meiden bzw. Tragen von Kopfbedeckungen, Sonnenbrille etc. und UVA- und UVB-Sonnenschutz verwenden, mit hohem Lichtschutzfaktor (50 oder 50+).
  • Bestimmte Lebensmittel: Auf Lebensmittel verzichten, die zu einer Gefäßerweiterung führen, beispielsweise Alkohol, scharfe Speisen und heiße Getränke.
  • Stress vermeiden
  • hautreizende Produkte: Keine aggressiven Reinigungssubstanzen (einschließlich Seifen) verwenden.
  • Rauchen: Durch die Gefäßverengende Wirkung des Nikotins staut sich das Blut, feine Äderchen können dadurch platzen.
  • Hautdurchblutung anregende Faktoren: Keine Sauna- und Dampfbäder besuchen und keine Peelings anwenden.
  • Demodex-Milben (Haarbalgmilben): Sie sind ständige auf unserer Haut, sie können also nicht vollständig gemieden werden. Besteht der Verdacht, dass sie Verursacher der Rosazea sein könnten, dann kann man versuchen, sie mit wirksamen Substanzen unter Kontrolle zu halten.

Achten Sie zudem auf individuelle Einflüsse, die möglicherweise das Hautbild verschlechtern könnten.

Wie kann ich herausfinden, welche Faktoren bei mir einen Rosazea-Schub auslösen?

Die Trigger-Faktoren (Auslöser) sind sehr individuell. Wenn Sie ihre alltäglichen Gewohnheiten dokumentieren, ist es leichter die Auslöser zu identifizieren. Machen Sie sich eine Checkliste mit folgenden Faktoren, die sie in Ihr Tagebuch eintragen:

  • Lebensmittelverzehr
  • Stress oder unangenehme Situationen
  • Wetter und Temperatur
  • Anwendung von Reinigungs-/Pflegeprodukten und Kosmetika
  • Medikamenteneinnahme

Wie kann man Rosazea von Akne unterscheiden?

Manche Symptome sind bei Rosazea und Akne gleich. Rötungen, Papeln und Pusteln treten bei beiden Erkrankungen auf, daher können sie leicht miteinander verwechselt werden. Weder Rosazea noch Akne sind ansteckend, eine Unterscheidung ist aber möglich. Die Haut der Rosazea ist trocken, brennt, schmerzt und juckt. Bei der Akne ist die Haut an Nase, Stirn und Kinn fettig und die entzündlichen Papeln und Pusteln entwickeln sich aus Mitesser (Komedonen), die bei einer Rosazea nicht vorhanden sind. In der Regel tritt eine Rosazea erst nach dem 30. Lebensjahr auf, die Akne meist schon in der Pubertät und klingt nach dem 25. Lebensjahr wieder ab. Eine Rosazea tritt in Schüben mit Rötungen und Hitzegefühl auf und kleine Blutgefäße werden sichtbar. Vor allem bei Männern kann es bei der Rosazea zu Hautverdickungen und Schwellungen, sogenannten Phymen kommen. Die Unterscheidung zwischen Akne und Rosazea ist wichtig, weil beide Erkrankungen unterschiedlich behandelt werden.