Bronchitis: Symptome erkennen und richtig behandeln

Bronchitis – viele von uns kennen den Begriff im Zusammenhang mit einem lästigen Husten, der einfach nicht verschwinden will. Wenn die Bronchien sich entzünden, kann das schmerzhaft sein und die alltägliche Atmung erschweren. Erfahren Sie hier alles, was Sie über Bronchitis wissen sollten – von den Symptomen über bewährte Hausmittel bis hin zur passenden Behandlung – damit Sie sich schnell wieder wohlfühlen.

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Was ist eine akute Bronchitis?

Eine akute Bronchitis ist eine Entzündung der Schleimhaut in den Bronchien. Die Bronchien liegen tief in den Atemwegen und sind mit einer empfindlichen Schleimhaut ausgekleidet, die auf eine Infektion oder durch Reizungen leicht mit einer Entzündung reagiert. Die akute Bronchitis entsteht meist durch eine Virusinfektion. Dabei greifen die Viren die Schleimhaut der Bronchien direkt an. Diese Schleimhaut ist von winzigen Flimmerhärchen bedeckt, die wie ein natürliches Reinigungssystem funktionieren: Sie bewegen Schleim und eingeatmete Partikel wie Staub und Krankheitserreger kontinuierlich aus den Atemwegen heraus. Bei einer Bronchitis schwellen die Schleimhäute an und produzieren mehr Sekret, während die Funktion der Flimmerhärchen gleichzeitig eingeschränkt wird. Sie können den Schleim nicht mehr ausreichend abtransportieren, was dazu führt, dass sich dieser in den Bronchien staut. Das erklärt auch den typischen Hustenreiz und den verstärkten Auswurf, die dazu dienen, die Atemwege von Schleim und Krankheitserregern zu befreien.

Anders als bei der chronischen Bronchitis, die über einen längeren Zeitraum besteht und oft durch Rauchen oder Schadstoffe ausgelöst wird, klingt die akute Bronchitis meist innerhalb von 2 bis 3 Wochen wieder ab, ohne bleibende Schäden zu hinterlassen.

Symptome und Dauer einer Bronchitis

Die Bronchitis tritt oft im Zusammenhang mit oder kurz nach einer Erkältung auf und wird dabei von einem starken, unangenehmen Husten begleitet. Während ein typischer Erkältungshusten oft weniger intensiv ist und nach wenigen Tagen abklingt, zeigt sich bei einer Bronchitis ein hartnäckiger Husten, der mehrere Wochen anhalten kann.

Folgende Symptome sind typisch für eine Bronchitis:

  • Quälender Husten: Dieser beginnt oft trocken und kann sich nach einigen Tagen in einen produktiven Husten mit Schleimbildung verwandeln. Der Husten ist meist intensiv, lang anhaltend und beeinträchtigt nachts oft den Schlaf.
  • Schleimproduktion: Bei einer Bronchitis produziert der Körper im weiteren Verlauf vermehrt Schleim, um die Atemwege zu reinigen. Mediziner sprechen dann von einem produktiven Husten. Der Auswurf ist oft zäh und kann im Verlauf der Krankheit die Farbe ändern: von weiß bis gelblich-grün.
  • Schmerzen in der Brust: Durch die Entzündung und Schwellung der Bronchialschleimhaut sind die Bronchien verengt. Wird beim Husten die Luft hindurchgepresst, verursacht das Schmerzen, die in die Brust ausstrahlen und meist hinter dem Brustbein spürbar sind. Außerdem beanspruchen ständige Hustenanfällen die Muskulatur zwischen den Rippen sehr, was einen Muskelkater verursachen kann. Dieser geht von selbst wieder weg.
  • Atembeschwerden: Besonders bei körperlicher Anstrengung oder Belastung kann es zu Kurzatmigkeit oder einem keuchenden Atemgeräusch kommen, da die entzündeten Bronchien das Atmen erschweren.
  • Müdigkeit und Schwäche: Der Körper braucht Kraft, um gegen die Infektion zu kämpfen. Viele Menschen fühlen sich während einer Bronchitis daher erschöpft und weniger belastbar als sonst.
  • Fieber und Gliederschmerzen: In manchen Fällen treten leichtes Fieber und Gliederschmerzen auf, was ein Hinweis darauf ist, dass der Körper gegen die Infektion arbeitet.

Da die Krankheitserreger beim Husten in die Luft geschleudert werden, ist eine akute Bronchitis ansteckend. Die Dauer der akuten Beschwerden liegt in der Regel bei bis zu 5 Tagen. Ein trockener Reizhusten kann sich aber über mehrere Wochen hinziehen.

Welche Bronchitis-Formen gibt es?

Bronchitis ist nicht gleich Bronchitis – je nach Ursache und Dauer der Beschwerden unterscheiden Mediziner verschiedene Formen dieser Atemwegserkrankung. Die 2 häufigsten Typen sind die akute Bronchitis und die chronische Bronchitis.

  • Die akute Bronchitis ist eine kurzzeitige Entzündung der Bronchialschleimhaut, die meist durch eine Virusinfektion ausgelöst wird. Sie ist insbesondere in den kälteren Monaten verbreitet und heilt in der Regel von selbst wieder ab.
  • Im Gegensatz zur akuten Form handelt es sich bei der chronischen Bronchitis um eine langfristige Erkrankung, die durch wiederkehrende oder dauerhafte Entzündungen der Bronchien gekennzeichnet ist (über mindestens 3 Monate im Jahr sowie 2 Jahre in Folge). Häufig ist Rauchen oder die lang anhaltende Belastung der Atemwege durch Schadstoffe (wie Luftverschmutzung oder Chemikalien) die Ursache. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Lungeninfektionen oder eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) entwickeln, ist dabei erhöht. Die chronische Bronchitis ist nicht ansteckend.

Weiterhin gibt das Asthma bronchiale. Dies ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, bei der sich die Bronchien entzünden und verengen, was zu Atembeschwerden führt. Die Verengung wird durch eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems ausgelöst, etwa durch Allergene, Reizstoffe oder körperliche Anstrengung. Vor allem Kinder entwickeln zudem leicht eine spastische oder obstruktive Bronchitis. Bei dieser Form verengen und verkrampfen sich die Bronchien, sodass es zu Atemproblemen bis hin zu Luftnot kommen kann.

Ursachen: Wie entsteht eine Bronchitis?

Die akute Bronchitis wird in über 90 Prozent der Fälle durch eine Virusinfektion der Atemwege ausgelöst – häufig die gleichen Viren, die auch Erkältungen oder Grippe verursachen.

Weitere Ursachen der akuten Bronchitis:

  • Bakterien: In seltenen Fällen kann eine bakterielle Infektion zu einer Bronchitis führen. Dies tritt häufiger als Folge einer bestehenden Virusinfektion auf, wenn das Immunsystem geschwächt ist.
  • Umwelteinflüsse und Schadstoffe: Reizstoffe in der Luft wie etwa Brandqualm können die Bronchien stark reizen und zu einer Entzündung führen.

Manche Menschen sind anfälliger für eine akute Bronchitis als andere. Verschiedene Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an einer Bronchitis zu erkranken:

  • Geschwächtes Immunsystem: Stress, chronische Krankheiten oder eine vorangegangene Erkältung machen den Körper anfälliger für Infektionen, auch für eine Bronchitis.
  • Rauchen und Passivrauchen: Raucher und Menschen, die häufig Passivrauch ausgesetzt sind, haben ein höheres Risiko für Erkrankungen der Atemwege. Die Schadstoffe im Rauch schwächen das Immunsystem und reizen die Schleimhäute in den Bronchien.
  • Vorerkrankungen der Atemwege: Personen mit Asthma, chronischer Bronchitis oder COPD sind besonders anfällig für akute Bronchitis. Ihre Atemwege sind oft bereits gereizt oder geschwächt, was Infektionen begünstigt.
  • Berufliche Belastung: Menschen, die in Berufen arbeiten, in denen sie regelmäßig Schadstoffen, Staub oder Chemikalien ausgesetzt sind – etwa in der Industrie oder im Bauwesen –können leichter eine Bronchitis entwickeln.
  • Alter: Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen sind anfälliger für Atemwegsinfektionen, da ihr Immunsystem entweder noch in der Entwicklung ist oder bereits an Abwehrkraft verloren hat.

Vermeiden Sie demnach möglichst Reizstoffe und achten Sie darauf, Ihr Immunsystem zu stärken, etwa durch ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. So können Sie die Wahrscheinlichkeit für eine Bronchitis möglichst gering halten.