Symptome, Diagnose und Behandlung

Autoimmun -Hepatitis

Wenn das Immunsystem die Orientierung verliert, kann die eigene Leber ins Visier geraten: Bei der Autoimmunhepatitis richten sich die Abwehrkräfte fälschlicherweise gegen die eigenen Leberzellen und lösen dort eine dauerhafte Entzündung aus. Warum es zu dieser Fehlsteuerung des Immunsystems kommt, ist noch nicht abschließend geklärt – doch unbehandelt können die Folgen schwerwiegend sein. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick darüber, welche Symptome auftreten können, wie der Weg zur sicheren Diagnose aussieht und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

So entsteht Autoimmunhepatitis: Das Immunsystem greift die Leber an.

Das Wichtigste in Kürze

  • Autoimmunhepatitis ist eine seltene, chronische Entzündung der Leber, bei der das Immunsystem aus ungeklärten Gründen körpereigene Leberzellen angreift.
  • Die Symptome sind oft unspezifisch, die Diagnose wird nicht anhand eines einzelnen Werts gestellt, sondern ergibt sich aus Leberwerten, IgG, Autoantikörpern, dem Ausschluss anderer Ursachen und meist einer Leberbiopsie.
  • Eine Therapie sollte nicht unnötig verzögert werden, da unbehandelt eine fortschreitende Leberschädigung bis hin zur Zirrhose möglich ist.
  • Die Behandlung erfolgt in der Regel mit immunsuppressiven Medikamenten, häufig mit Kortisonpräparaten und Azathioprin; bei Unverträglichkeit oder unzureichendem Ansprechen kommen Alternativen wie Mycophenolat-Mofetil infrage.
  • Autoimmunhepatitis ist nicht ansteckend.