Wie stirbt man an Leukämie?


Leukämie ist eine Krebserkrankung des Blutes und Knochenmarks. Dabei vermehren sich bestimmte weiße Blutkörperchen unkontrolliert. Diese kranken Zellen verdrängen die gesunden Blutzellen. Dadurch fehlen:
Es gibt akute Leukämien, die verlaufen schnell, innerhalb von Wochen und chronische Leukämien, die sich über Monate und Jahre hinweg entwickeln. (Spezialartikel: Mehr zur Leukämie)
Kurz gesagt: Wenn die Krankheit fortschreitet, kann das Knochenmark kaum noch gesunde Blutzellen bilden, dadurch werden die Symptome schlimmer und der Körper kann nicht mehr dagegen ankämpfen.
Je nach Art der Leukämie und dem Gesundheitszustand des Patienten können diese unterschiedlich aussehen. Häufig sind:
Manchmal breiten sich Leukämiezellen auch in anderen Organen aus (z. B. Leber, Milz, Gehirn) und schädigen diese. So es kann zur Vergrößerung von Leber, Milz und Lymphknoten und Beschwerden wie Gelenk- oder Knochenschmerzen kommen.
Menschen mit Leukämie sterben in der Regel nicht direkt an der Krebserkrankung selbst, sondern an den schwerwiegenden Folgen und Komplikationen, die durch die Krankheit und ihre Behandlung entstehen:
Auch wenn Heilung nicht mehr möglich ist, steht für den Patienten noch medizinische Unterstützung bereit. Die sogenannte Palliativmedizin ist speziell darauf ausgerichtet, Beschwerden zu lindern und Lebensqualität zu erhalten.
Die Palliativbehandlung beginnt idealerweise frühzeitig im Krankheitsverlauf und begleitet die Betroffenen parallel zu lebensverlängernden Therapien wie Chemotherapie oder Stammzelltransplantation.
Die offiziellen Behandlungsleitlinie für Palliativmedizin sieht folgende Säulen der Behandlung vor:
Im Endstadium einer Leukämie ist es besonders wichtig, dass sich Patienten und Angehörige Hilfe holen und Unterstützung erhalten.
Hier ein Überblick über wichtige Hilfsangebote in Deutschland.
Im fortgeschrittenen Stadium einer Leukämie steht nicht mehr die Heilung, sondern die bestmögliche Lebensqualität im Vordergrund. Hausärzte und Onkologen begleiten diesen Weg und leiten palliative Maßnahmen ein, um Beschwerden zu lindern. Ambulante Palliativdienste ermöglichen eine liebevolle Betreuung in der vertrauten Umgebung zu Hause. Wenn eine Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist, bieten stationäre Hospize eine ganzheitliche Betreuung, die medizinische, seelische und soziale Unterstützung vereint – für Patienten und ihre Angehörigen. Wenden Sie sich an Ihren behandlenden Arzt oder Ihre behandlente Ärztin oder and en Sozialdienst Ihrer Klinik.
Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin bietet online den Wegweiser für Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland an. Dort können Sie sich darüber informieren, wo es in Ihrer Nähe eine Palliativstation gibt.
Eine Leukämiediagnose und das Leben im Endstadium sind für Betroffene und Angehörige emotional sehr belastend. Psychoonkologen stehen zur Seite, um Ängste zu lindern und Wege im Umgang mit Sorgen zu finden. Auch Sozialdienste in Kliniken bieten wertvolle Hilfe, indem sie bei organisatorischen Fragen und Anträgen unterstützen. Gespräche mit Seelsorgern oder Therapeuten können zusätzlich entlasten und neue Kraft geben.
Auch Selbsthilfegruppen sind eine wertvolle Unterstützung für Menschen mit Leukämie und ihre Angehörigen. Sie bieten einen geschützten Raum, um Erfahrungen auszutauschen, Fragen zu stellen und sich gegenseitig Kraft zu geben. Der Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen kann Ängste lindern, Hoffnung geben und das Gefühl vermitteln, nicht allein zu sein.
Es gibt sowohl Online-Selbsthilfegruppen als auch persönliche Treffen, zum Beispiel in größeren Kliniken oder regionalen Zentren. Eine zentrale Anlaufstelle ist zum Beispiel die Deutsche Leukämie- und Lymphom-Hilfe (DLH). Sie bietet eine Übersicht über regionale Gruppen, Online-Angebote und Veranstaltungen unter www.leukaemie-hilfe.de. Internet-Foren und virtuelle Gruppen für den Erfahrungsaustausch finden Sie zum Beispiel auf www.leukaemie-online.de.
Kurz gesagt: Die Blastenkrise ist das letzte und schwerste Stadium der chronischen myeloischen Leukämie (CML).
In dieser Phase verwandelt sich die Krankheit in eine Form, die einer akuten Leukämie ähnelt. Das bedeutet: Es entstehen sehr viele unreife Krebszellen (Blasten), die das Blut und das Knochenmark überschwemmen.
Die Behandlung ist in dieser Situation sehr schwierig. Selbst mit modernen Medikamenten und Chemotherapie sind die Heilungschancen gering. Viele Betroffene leben dann nur noch wenige Monate. Die besten Chancen bestehen, wenn zusätzlich eine Stammzelltransplantation möglich ist.

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Diesen Artikel verfasste unsere Apothekerin Birgit Hartel.
Birgit Hartel ist Apothekerin und als Pharmazeutin bei DocMorris tätig. Sie ist besonders interessiert an den Themenbereichen Diabetes und Onkologie. Ihr Herzensanliegen ist es, komplexe Therapien verständlich zu machen und Menschen in belastenden Situationen mit verlässlichen Informationen zur Seite zu stehen.
Stand: 25.07.2025
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