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                    ¹ Bei Bestellung verschreibungspflichtiger Medikamente erhalten Sie pro Medikamentenpackung einen Vorteil von mindestens 2,50 € und bis zu 5 €. Bei einem Rezept mit 6 Medikamentenpackungen mit Maximalbonus sind das bis zu 30 € Sparvorteil.

                    ² Allgemeine Gutscheinbedingungen: Soweit sich aus besonderen Bedingungen der jeweiligen Werbeaktion nichts Abweichendes ergibt, gilt für die Einlösung von Gutscheinen, Preisvorteilscodes und anderen insoweit gewährten Vorteilen (zusammen „Gutscheine“) Folgendes: Gutscheine sind ausschließlich im Rahmen von Bestellungen in unserem Online-Shop DocMorris.de und unserer DocMorris App, einmalig und nur im ausgelobten Aktionszeitraum einlösbar. Pro Kundenkonto ist pro Werbeaktion nur ein Gutscheincode einlösbar. Der Wert des im Bestellprozess eingegebenen Gutschein(code)s wird automatisch vom Rechnungsbetrag abgezogen. Einlösbar für unser Gesamtsortiment rezeptfreier Produkte inklusive reduzierter Ware. Nicht kombinierbar mit weiteren Aktionen oder Preisvorteilen, z.B. Sonderpreisen, die exklusiv über Dritte ausgelobt werden. Bei Eingabe eines Gutschein(code)s kann ein höherer Preis als der Sonderpreis zu Grunde gelegt werden. Ein den Rechnungsbetrag übersteigender Gutscheinwert verfällt. Die Auszahlung des Gutscheinwerts ist ausgeschlossen. Nicht einlösbar bei Sammelbestellungen. Für die Prüfung der Gültigkeit des Gutscheins müssen Sie sich in Ihr Kundenkonto einloggen.

                    ³ Dieser Preis gilt für die Auswahl Kassenrezept inkl. Zuzahlung.

                    *UVP = Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers; * AVP = Der für den Fall der Abgabe zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse (KK) vom pharmazeutischen Unternehmer zum Zwecke der Abrechnung der Apotheken mit den Krankenkassen gegenüber der Informationsstelle für Arzneispezialitäten GmbH (IFA) angegebene einheitliche Produkt-Abgabepreis im Sinne des § 78 Abs. 3 S. 1, 2. HS AMG, der von der KK im Ausnahmefall der Erstattung abzüglich 5 % an die Apotheke ausgezahlt wird.

                    **Gilt für alle gültigen E-Rezepte, die im Zeitraum von Montag bis Donnerstag bis 20 Uhr und Freitag bis 13 Uhr digital bei uns eingehen. E-Rezepte die Freitag nach 13:00 eingehen, werden am Montag zugestellt. E-Rezepte die zwischen Samstag 00:00 Uhr und Sonntag 24:00 Uhr eingehen, werden am Dienstag zugestellt. Von der Lieferung am nächsten Tag ausgenommen sind spezielle Rezepturen, Medikamente oder von einem Rahmenvertrag der Krankenkasse des Patienten vorgesehene Austausch-Medikamente, die aufgrund von Lieferengpässen nicht verfügbar sind, zu kühlende Medikamente, sowie Rezepte, die eine pharmazeutische Klärung mit Ihnen oder Ihrem Arzt erfordern oder die aus pharmazeutischen Gründen nicht beliefert werden dürfen. Für die pharmazeutische Klärung ist die Angabe Ihrer Telefonnummer notwendig. Um Ihnen die schnellstmögliche Lieferung Ihrer rezeptpflichtigen Artikel anbieten zu können, kann es in Ausnahmefällen zu einem nachträglichen Austausch des Versanddienstleisters kommen. Die Lieferung am nächsten Tag gilt nicht für Bestellungen, bei denen eine Packstation als Lieferadresse angegeben wurde. Sofern der Tag oder der nächste Tag nach Ihrer Bestellung ein Feiertag in NRW und / oder ein Feiertag an Ihrem Wohnort ist, erfolgt die Lieferung am ersten Werktag, der kein Feiertag mehr ist. In Fällen höherer Gewalt erfolgt die Lieferung ebenfalls erst an dem Werktag, der keine Feiertag ist, der auf das Ende des Ereignisses höherer Gewalt folgt.

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                    Zusammenfassung

                    Prostatakrebs wächst meist langsam und ist gut heilbar, solange er auf die Drüse begrenzt ist. Bei Kapseldurchbruch oder Metastasen verschlechtert sich die Prognose – bleibt aber ohne Metastasen oft behandelbar.
                    Betroffen sind vor allem Männer über 50, mit zunehmendem Risiko im Alter. Weitere Risikofaktoren sind familiäre Vorbelastung, dunkle Hautfarbe und viel Vitamin E.
                    Das Tumorstadium wird über die TNM-Klassifikation, PSA-Wert und Gleason-Score ermittelt. Symptome reichen von Harndrang bis Knochenschmerzen. Therapie und Nachsorge richten sich nach Ausbreitung und Verlauf.

                    Unsere Informationen können einen ersten Überblick über die Erkrankung verschaffen, aber keineswegs die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin ersetzen. Vereinbaren Sie bei Unsicherheiten oder einem Verdacht bitte immer einen Termin in Ihrer Arztpraxis.

                    Was ist die Prostata und Prostatakrebs?

                    Die Prostata (Vorsteherdrüse) liegt im Becken unterhalb der Harnblase und umschließt den oberen Teil der Harnröhre. An der Rückseite grenzt sie an den Enddarm. Bei jungen Männern ist sie kastaniengroß. Die Prostata produziert ein milchiges Sekret, das bei Samenerguss abgegeben wird und sich mit den Samenzellen vermischt. Beim Samenerguss bildet es den größten Teil der Flüssigkeit und es sogt für die Ernährung und die Fortbewegung der Samenzellen.

                    Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist ein bösartiger Krebs, welcher allerdings oft sehr langsam wächst und einen günstigen Verlauf aufweist. Ein lokal begrenzter Prostatakrebs gehört zu den Krebsarten mit den größten Heilungschancen. Wenn der Krebs die Prostatakapsel durchbrochen hat, dann ist der Verlauf ungünstiger. Eine Heilung ist dennoch möglich, wenn er nicht gestreut (Metastasen gebildet) hat.

                    ❗ Wenn der Krebs gestreut hat, dann ist keine Heilung mehr möglich.
                    Sein Wachstum lässt sich allerdings verlangsamen.

                    Lokal begrenzter Prostatakrebs

                    Krebs ist nur auf die Prostata begrenzt, keine befallenen Lymphknoten, keine Metastasen

                    Lokal fortgeschrittener Prostatakrebs

                    Krebs ist über die Prostata hinaus gewachsen, aber ohne Metastasen

                    Metastasierter Prostatakrebs

                    Metastasen in Lymphknoten, Knochen oder anderen Organen nachweisbar

                    Wie verläuft Prostatakrebs? Welche Arten gibt es?

                    Prostatakrebs kann unterschiedlich verlaufen und lässt sich nicht sicher vorhersagen. Die Prognose bzw. die Krebssterblichkeit hängt z. B. von der Größe des Tumors (Tumorstadium) und der Aggressivität des Tumors ab.

                    Manche Tumoren sind klein und wachsen langsam, andere dagegen sind groß und breiten sich schnell aus. Durch eine Gewebeprobe-Untersuchung und anderen Tests lässt sich abschätzen, zu welcher Gruppe der Krebs gehört. Unter Progressionsrisiko versteht man die Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs wächst.

                    Das Tumorstadium wird mit Hilfe der so genannten TNM-Klassifikation angedeutet und richtet sich nach den folgenden Kriterien:

                    • T – Ausbreitung des Tumors
                    • N – ob Lymphknoten betroffen sind
                    • M – ob sich der Tumor in anderen Organen angesiedelt hat (Metastasen)

                    Kategorie

                    • T1: kein Tumor durch Ertasten oder Ultraschall feststellbar.
                    • T2: Tumor tastbar oder im Ultraschall sichtbar. Nur auf Prostata begrenzt.
                    • T3: Tumor außerhalb der Prostata bis in das Bindegewebe um die Prostata oder die Samenblase gewachsen.
                    • T4: Tumor noch weiter in benachbarte Organe (Harnblase, Darm) ausgebreitet

                    Unterkategorie

                    • T1a: Zufallsbefund: < 5% des Gewebes enthält Krebszellen
                    • T1b: Zufallsbefund: > 5% des Gewebes enthält Krebszellen
                    • T1c: nach einem erhöhten PSA-Wert wurden in der Biopsie Krebszellen gefunden
                    • T2a: Tumor auf weniger als die Hälfte eines Prostatalappens begrenzt
                    • T2b: Tumor nimmt mehr als die Hälfte eines Prostatalappens ein
                    • T2c: Tumor ist in beide Prostatalappen eingewachsen
                    • T3a: ein - oder beidseitig durchbrechend
                    • T3b: in die Samenblase eingewachsen

                    Kategorie

                    • N0: benachbarte Lymphknoten tumorfrei
                    • N1: benachbarte Lymphknoten befallen

                    Kategorie

                    • M0: keine Metastasen vorhanden
                    • M1: Metastasen vorhanden

                    Beispiel: ein lokal begrenzter Prostatakrebs hat Tumoren der Kategorie T1 und T2, die weder Lymphknoten (N0) befallen noch Metastasen (M0) gebildet haben. Die TMN-Klassifikation für einen lokal begrenzten Prostatakrebs wäre z. B. T2b N0 M0.

                    Für die Bestimmung des Progressionsrisikos, wird folgendes benötigt:

                    • Das Tumorstadium nach der TNM-Klassifikation
                    • Der PSA-Wert (siehe unten)
                    • Der Gleason-Score: dieser ist das Ergebnis der mikroskopischen Untersuchung der entnommenen Gewebeproben. Er gibt an, wie stark sich die Prostatazellen verändert haben. Der niedrigste Gleason-Score für Prostatakrebs liegt bei 6, der höchste bei 10. Tumoren mit einem niedrigen Score wachsen langsamer als Tumoren mit einem höheren Wert. Für die Bestimmung des Score-Wertes werden die beiden am stärksten veränderten Gewebeproben nach ihrer Aggressivität beurteilt (Gleason-Grad). Bsp: die 1. Probe hat einen Gleason-Grad von 4 und die 2. einen Gleason-Grad von 3, dann ist der Gleason-Score 7.

                    Mit Hilfe vom Tumorstadium, PSA-Wert und Gleason-Wert wird das Progressionsrisiko eines Prostatakrebses in einer Gruppe von 1 bis 4 eingeteilt:

                    • Sehr niedriges Risiko
                    • Niedriges Risiko
                    • Mittleres (intermediäres) Risiko
                    • Hohes Risiko

                    Kriterien

                    • Tumor-Kategorie: bis T2a und
                    • PSA-Wert: < 10 ng/ml und
                    • Gleason-Score: 6
                    • Anzahl der betroffenen Gewebezellen: nicht mehr als 2 von 10-12 Gewebeproben enthalten Krebszellen
                    • Tumoranteil in den auffälligen Gewebeproben: in diesen 1-2 auffälligen Proben besteht nicht mehr als 50% des Gewebes aus Krebszellen

                    Therapiemöglichkeiten

                    • Aktive Überwachung
                    • Äußere Strahlentherapie
                    • Innere Strahlentherapie
                    • Prostataentfernung

                    Kriterien

                    • Tumor-Kategorie: bis T2a und
                    • PSA-Wert: bis 10 ng/ml und
                    • Gleason-Score: 6

                    Therapiemöglichkeiten

                    • wie oben

                    Kriterien Mindestens 1 dieser Kriterien trifft zu:

                    • Tumor-Kategorie: bis T2b oder
                    • PSA-Wert: zwischen 10 und 20 ng/ml oder
                    • Gleason-Score: 7

                    Therapiemöglichkeiten

                    • Äußere Strahlentherapie
                    • Kombination aus innerer und äußerer Strahlentherapie
                    • Prostataentfernung

                    Kriterien Mindestens 1 dieser Kriterien trifft zu:

                    • Tumor-Kategorie: bis T2c oder
                    • PSA-Wert: > 20 ng/ml oder
                    • Gleason-Score: > 8

                    Therapiemöglichkeiten'

                    • wie oben

                    Häufigkeit, Ursachen und Risikofaktoren

                    Etwa 17 von 100 Männern über 50 Jahre erhalten die Diagnose „Prostatakrebs“, etwa 3 von 100 sterben daran. Wichtig ist hier noch einmal: ein lokal begrenzter Prostatakrebs gehört zu den Krebsarten mit den größten Heilungschancen. Wenn der Krebs die Prostatakapsel durchbrochen hat, dann ist der Verlauf ungünstiger. Eine Heilung ist dennoch möglich, wenn er nicht gestreut (Metastasen gebildet) hat.

                    Ursachen für Prostatakrebs

                    Die genauen Ursachen für Prostatakrebs sind nicht bekannt. Die wichtigsten Faktoren, die das Risiko für Prostatakrebs erhöhen sind:

                    • Alter: mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Prostatakrebs. Bei Männern unter 50 Jahren tritt Prostatakrebs sehr selten auf. Bei 70% der Männer über 70 und bei 90% der Männer über 90 Jahren finden sich in einer Untersuchung nach dem Tode Prostatakrebszellen. Das heißt, dass 4 von 5 Männern mit Prostatakrebs nicht daran sterben, sondern an einer anderen Ursache.
                    • Familienanamnese: wer einen Vater oder Bruder hat, der an Prostatakrebs erkrankt ist, hat selbst ein höheres Risiko. Sind mehrere nahe Verwandte erkrankt, erhöht sich das Risiko.
                    • Abstammung: Männer mit dunkler Hautfarbe sind häufiger an Prostatakrebs erkrankt
                    • Vitamin E: hohe Dosen an Vitamin E erhöhen das Risiko, wenn man sie Jahre lang einnimmt


                    Typische Symptome von Prostatakrebs

                    Ein lokal begrenzter Prostatakrebs verursacht in einem frühen Stadium keine Beschwerden. Diese kommen üblicherweise erst dann vor, wenn der Krebs weiter fortgeschritten ist. Symptome können sein ein verstärkter Harndrang oder ein schwächeren Harnstrahl sein. Meist werden allerdings die Probleme beim Wasserlassen nicht durch Krebs, sondern durch eine gutartige Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie) verursacht. Diese kommt sehr häufig bei Männern über 50 vor. Auf Prostatakrebs kann selten auch Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit hindeuten.

                    In sehr fortgeschrittenen Stadien, kann der Krebs sich durch die Lymphbahnen oder den Blutkreislauf in andere Körperregionen ausbreiten, wie z. B. die Knochen, was Symptome wie Knochenschmerzen auslösen kann.

                    Diagnose

                    Untersuchungen

                    In einem Anamnese-Gespräch fragt der Arzt nach den Beschwerden, um die Symptome einzuordnen und Hinweise auf mögliche Ursachen zu bekommen. Sollte es Beschwerden und Auffälligkeiten geben, wenden verschiedene weitere Untersuchungen vorgenommen.

                    Tastuntersuchung (digital-rektale Untersuchung, DRU)

                    Die Prostata wird über den Enddarm mit einem Finger abgetastet, um Größe, Festigkeit und Oberfläche zu beurteilen. Die Untersuchung dauert nicht lange und ist üblicherweise nicht schmerzhaft.

                    PSA-Test

                    PSA steht für „Prostataspezifisches Antigen“, ein Eiweiß, das in der Prostata gebildet wird. Ein PSA-Wert unter 3 ng/ml gilt als unauffällig. Ein erhöhter PSA-Wert kann viele Ursachen haben, darunter Prostataentzündung, gutartige Vergrößerung, Harnwegsinfekte oder körperlicher Druck. Ein Wert über 10 ng/ml weist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Prostatakrebs hin. Ein einmalig erhöhter Wert sollte erneut überprüft werden.

                    Transrektale Ultraschalluntersuchung (TRUS)

                    Mit einer Ultraschallsonde im Enddarm wird die Form, Lage und Größe der Prostata beurteilt. Diese Methode ergänzt die Tastuntersuchung.

                    Gewebeentnahme (Biopsie)

                    Zur sicheren Diagnose werden 10–12 Gewebeproben aus der Prostata entnommen und mikroskopisch untersucht. Die Entnahme erfolgt unter Betäubung.

                    Magnetresonanztomografie (MRT)

                    Wird ergänzend zur Biopsie eingesetzt, um räumliche Bilder der Prostata zu erhalten und verdächtige Bereiche besser zu erkennen. Schmerzlose Untersuchung, Dauer: 20–30 Minuten.

                    Weitere bildgebende Verfahren

                    Bei fortgeschrittenem Prostatakrebs kommen Untersuchungen wie Computertomografie (CT), Skelettszintigraphie und Positronenemissionstomografie (PET) zum Einsatz, um mögliche Metastasen zu erkennen.

                    Der Arzt oder die Ärztin kann bei Bedarf noch weitere Untersuchungen durchführen oder Kollegen in einer interdisziplinären Fallkonferenz hinzuziehen.

                    Früherkennung von Prostatakrebs

                    Hierfür werden 2 Untersuchungen angeboten:

                    • Tastuntersuchung: der Nutzen ist nicht nachgewiesen
                    • PSA-Test: in großen Studien erforscht. Allerdings gibt es Vor- und Nachteile.

                    Durch den PSA-Test soll Prostatakrebs entdeckt werden, noch bevor er Beschwerden verursacht. Vorteile sind eine frühe Diagnose und Behandlung und damit verbesserte Heilungschancen und ein gesenktes Risiko für Metastasen.

                    Nachteile gibt es auch. Z. B. es werden viele kleine Tumor entdeckt, die keinen Krankheitswert haben. Eine sogenannte Überdiagnose ist die Diagnose einer Erkrankung, die sich ohne Untersuchung nie bemerkbar gemacht hätte. Bei den meisten Männern wächst Prostatakrebs nur sehr langsam und verursacht gar keine Probleme. Wenn der Krebs im Rahmen der Früherkennung entdeckt wird, dann werden die Patienten unnötig den Belastungen und Nebenwirkungen der Diagnose und Behandlung ausgesetzt.

                    Ein unauffälliger PSA-Test garantiert nicht, dass man keinen Prostatakrebs hat. Selten liegt der PSA-Wert im Normalbereich trotz Krebs.

                    Therapie bei Prostatakrebs

                    Je nach Ausbreitung des Tumors, Progressionsrisiko und persönliche Aspekte (wie Alter, Gesundheitszustand, persönliche Abwägung), gibt es unterschiedliche Behandlungen, die in Frage kommen. Für einige Patienten ist es wichtig, um Nebenwirkungen (z. B. Impotenz, Inkontinenz) möglichst zu vermeiden. Andere Patienten möchten so sicher wie möglich sein, dass der Krebs entfernt wurde, unabhängig von den Risiken der Behandlung.

                    Dabei wird die Prostata in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Der Tumor wird nur dann behandelt, wenn er wächst. Diese Methode wird angewendet beim sogenannten Niedrig-Risiko-Prostatakrebs, denn dieser meist nur sehr langsam oder gar nicht wächst. Vorteil ist, dass den Patienten die Nebenwirkungen erspart bleiben. Allerdings finden viele Männer die Kontrolluntersuchungen belastend und manchmal wird erst spät festgestellt, dass der Krebs fortschreitet.

                    Die Krebszellen werden durch die Bestrahlung durch die Haut zerstört. Nebenwirkungen können Erektionsstörungen, Durchfall, ungewollter Stuhlabgang und Blut im Stuhl sein.

                    Der Krebs wird mit Hilfe von schwach radioaktiven Stiften (Iridium-192) bestrahlt. Die Nebenwirkungen sind ähnlich wie bei der äußeren Strahlentherapie, Darmprobleme kommen etwas seltener vor und in den ersten 1-2 Jahren kann es zu Beschwerden beim Wasserlassen kommen.

                    Die Prostata wird mit dem Krebs operativ entfernt, mit dem Ziel den Krebs zu heilen. Der Eingriff wird durchgeführt wenn der Krebs auf die Prostata begrenzt ist und die Kapsel der Prostata noch nicht durchbrochen ist. Folgen sind häufig Harninkontinenz, Erektionsstörungen und Impotenz.

                    Wenn der Krebs gestreut hat, dann gelangen Krebszellen zuerst in den Lymphknoten. Als Komplikation können Lymphödeme und damit schmerzhafte Schwellungen im Genitalbereich und an den Beinen entstehen.

                    Diese kommen in Frage bei fortgeschrittenen Formen von Prostatakrebs, wenn sein Wachstum abgebremst werden soll. Sie heilen den Krebs nicht. Das männliche Sexualhormon Testosteron ist für das Wachstum und die Vermehrung von Prostata- und v. a. Prostatakrebszellen verantwortlich. Wenn der Testosteronspiegel sinkt, dann verlangsamt sich deren Wachstum und nur noch wenige können sich teilen. Eingesetzt werden sogenannte Antiandrogene (z. B. Abirateron, Enzalutamid) und/oder Chemotherapeutika – so genannte Zytostatika (z. B. Cabazitaxel, Docetaxel). Nebenwirkungen der Hormonentzugstherapie können sein: Antriebsschwäche, Hitzewallungen, Osteoporose, Libidoverlust und Impotenz, Muskelabbau, Zunahme des Körperfettes und Blutarmut. Chemotherapeutika können als Nebenwirkung u.a. Übelkeit und Erbrechen, Allergien, Infektionen, Haarausfall, Mundschleimhaut-Entzündungen haben, die nach der Therapie abklingen.

                    Wenn ausschließlich Knochenmetastasen vorliegen wird Radium-223 eingesetzt. Dieser Wirkstoff ist dem Calcium ähnlich und lagert sich dort ein, wo der Körper eigene Reparaturversuche bei Knochenmetastasen vornimmt. Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

                    Hierbei therapiert man nicht den Krebs, sondern nur die Beschwerden (lindernde, palliative Behandlung). Dies kommt zum Einsatz bei älteren Männern, mit eventuell anderen Erkrankungen, bei denen die Risiken und Belastungen durch Operation oder Strahlentherapie schwerer wiegen als das mögliche nutzen dieser Behandlungen. Hierbei kann auf belastende Kontrolluntersuchungen verzichtet werden, im Gegensatz zur „aktiven Überwachung“.

                    8 von 10 Männer mit metastasierendem Prostatakarzinom haben Knochenmetastasen. Zunächst sind diese im Knochenmark, später auch in der Knochensubstanz anwesend. Diese führen zu starken Schmerzen, Knochenbrüchen, Lähmungen oder Empfindungsstörungen. Eingesetzt werden das Radionuklid Radium-223, Bisphosphonate (Zoledronsäure mit Vitamin D) oder Antikörper (Denosumab).

                    Diese werden je nach Stärke behandelt. Im ersten Schritt erden Schmerzmedikamente (Analgetika) eingesetzt. Ist die Schmerzlinderung damit nicht mehr ausreichend, dann kommen Opioide zum Einsatz. Die Wirkung dieser Medikamente wird unterstützt durch pflegerische und physiotherapeutische Maßnahmen. Auch Antidepressiva und Abführmittel können ergänzend eingesetzt werden, wenn sie notwendig sind.

                    Nachsorge und Rehabilitation

                    Regelmäßige Kontrollen

                    Nach einer Behandlung werden Nachuntersuchungen durchgeführt, um Spätfolgen und Nebenwirkungen zu behandeln und um zu erkennen ob der Krebs zurück gekommen ist (Rezidiv). Dabei wird die ersten 2 Jahre alle 3 Monate der PSA-Wert bestimmt. Danach wird dieser Wert alle 6 Monate für weitere 2 Jahre bestimmt. Ab dem 5. Jahr wird der PSA-Wert nur noch jährlich gemessen.

                    Man spricht von einem sogenannten Rezidiv, wenn der Tumor wieder wächst und der PSA-Wert ansteigt. Etwa 3 von 10 Männern haben nach einer Therapie ein Rezidiv.

                    Je nach Beschwerden und Ausgangswerten wird der Tumor erstmal nur beobachtet. Je nachdem welche die erste Behandlung war, wird mit Hilfe einer Operation oder Bestrahlung therapiert.

                    Rehabilitation im Alltag

                    Die Rehabilitation beinhaltet alle medizinischen, psychotherapeutischen, sozialen und beruflichen Maßnahmen, die die Wiedereingliederung in Familie, Gesellschaft und Berufsleben erzielen. Dabei lernt man mit den krankheitsbedingten Herausforderungen besser um zu gehen, so dass man am normalen Alltag wieder bestmöglich teilnehmen kann.

                    Eine Rehabilitation ist sowohl ambulant als auch stationär z. B. in einer speziellen Rehabilitationsklinik möglich. Im Rahmen einer ambulanten Rehabilitation besucht man für die Behandlungen bestimmte Einrichtungen auf und im Anschluss geht man wieder nach Hause.

                    Ziele einer Rehabilitation sind:

                    • Linderung von Beschwerden wie Harn- und Stuhlinkontinenz, Impotenz
                    • Die psychische und physische Leistungsfähigkeit wiederherstellen
                    • Teilhabe am normalen gesellschaftlichen Leben ermöglichen
                    • Erhalt oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit, wenn der Patient noch im Berufsleben steht.

                    Verschiedene Spezialisten sind daran beteiligt wie z. B. urologische Fachärzte und Psychoonkologen.

                    Leben mit Prostatakrebs

                    Umgang mit der Diagnose

                    Die Diagnose Krebs ist ein schwerer Schock. Es ist gut zu wissen, dass etwa die Hälfte der Patienten, bei denen durch eine Früherkennung Prostatakrebs entdeckt wurde, lebenslang keine Beschwerden haben. Einige Prostatakrebstumore wachsen üblicherweise langsam und streuen nicht oder spät. Dadurch hat man auch genügend Zeit um zusammen mit dem Arzt eine Entscheidung zu treffen über die geeignete Therapie.

                    Andere Prostatakrebstumore wachsen dagegen sehr aggressiv und können schnell zum Tode führen. Wenn der Krebs Metastasen gebildet hat, ist die Lebensqualität eingeschränkt.

                    Heutzutage wird Prostatakrebs oft in einem frühen Stadium erkannt und ist gut zu behandeln. Wie sich der Krebs tatsächlich entwickeln wird und ob er bedrohlich ist oder nicht, lässt sich allerdings nicht sicher vorhersagen.

                    Unterstützung im Alltag

                    An der Behandlung sind Ärzte und Therapeuten verschiedener Fachrichtungen beteiligt: Urologen, Allgemeinmediziner, Strahlentherapeuten, Nuklearmediziner, Radiologen, Onkologen und Psychoonkologen.

                    Eine gesunde Lebensführung mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Bewegung kann die Behandlung unterstützen.

                    Es gibt keine bestimmte Diät, die den Krebs heilen kann. Doch kann sich eine gesunde Ernährung günstig auf den Alltag auswirken und kann auch anderen Erkrankungen vorbeugen, wie z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Eine sogenannte mediterrane Küche mit viel frischem Obst und Gemüse und wenig tierischen Fett hat sich bewährt.

                    Regelmäßige körperliche Aktivität kann Erkrankungen günstig beeinflussen, wie z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und hilft dabei, Beschwerden die nach einer Behandlung vorkommen können wie Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue) zu bessern. Je nach Befinden und Belastungsfähigkeit kann eine Mischung aus mäßigem Kraft- und Ausdauertraining hilfreich sein.

                    Die Krebserkrankung hat auch Einfluss auf den Alltag von Patienten und deren Angehörigen. Hilfe können Psychologen, Psychotherapeuten oder psychoonkologisch geschulte Experten oder Sozialarbeiter bieten.

                    In einer Selbsthilfegruppe kann man sich mit anderen Patienten austauschen, was den Umgang mit der Erkrankung erleichtern kann.

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                    Mehr über die Autorin Cristina Offermans

                    Diesen Artikel verfasste unsere Apothekerin Cristina Offermans.

                    Cristina Offermans ist Apothekerin und arbeitet als Senior Pharmacist bei DocMorris. Sie ist spezialisiert auf die Durchführung pharmazeutischer Dienstleistungen und setzt sich für eine moderne, patientenorientierte Arzneimittelversorgung ein. Mit ihrer Erfahrung stärkt sie die Beratungskompetenz im Apothekenteam und trägt zur Weiterentwicklung innovativer Services bei.

                    Stand: 25.07.2025

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                      Erleada® wird zur Behandlung von Prostatakrebs eingesetzt und hemmt gezielt die Wirkung männlicher Hormone.

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                      Diese Krebsart ist sehr selten, es gibt allerdings keine Vorsorge bei Lymphdrüsenkrebs - informieren Sie sich umfassend.

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                    Häufig gestellte Fragen zu Prostatakrebs

                    Am Anfang gibt es oft keine Beschwerden. Im späteren Verlauf können Symptome wie häufiges Wasserlassen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit vorkommen. In schweren Fällen können Knochenschmerzen auftreten.

                    Mit Hilfe von verschiedenen Untersuchungen kann die Diagnose gestellt werden. Dazu zählen z. B. die digital-rektale Untersuchung, der PSA-Test, die Biopsie oder die transrektale Ultraschalluntersuchung.

                    Je nach Tumorstadium gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten: z. B. Strahlentherapie, Prostata- oder Lymphknotenentfernung, Hormonentzugs- und Chemotherapie.

                    Quellen und weiterführende Informationen:

                    Stiftung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts

                    • https://www.gesundheitsinformation.de/oertlich-begrenzter-prostatakrebs.html

                    Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) e. V.

                    • https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/043-022OL
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