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                    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Ihr Vertragspartner und verantwortlich: DocMorris N.V., Heerlen, KVK-Nr. 14066093

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                    ² Allgemeine Gutscheinbedingungen: Soweit sich aus besonderen Bedingungen der jeweiligen Werbeaktion nichts Abweichendes ergibt, gilt für die Einlösung von Gutscheinen, Preisvorteilscodes und anderen insoweit gewährten Vorteilen (zusammen „Gutscheine“) Folgendes: Gutscheine sind ausschließlich im Rahmen von Bestellungen in unserem Online-Shop DocMorris.de und unserer DocMorris App, einmalig und nur im ausgelobten Aktionszeitraum einlösbar. Pro Kundenkonto ist pro Werbeaktion nur ein Gutscheincode einlösbar. Der Wert des im Bestellprozess eingegebenen Gutschein(code)s wird automatisch vom Rechnungsbetrag abgezogen. Einlösbar für unser Gesamtsortiment rezeptfreier Produkte inklusive reduzierter Ware. Nicht kombinierbar mit weiteren Aktionen oder Preisvorteilen, z.B. Sonderpreisen, die exklusiv über Dritte ausgelobt werden. Bei Eingabe eines Gutschein(code)s kann ein höherer Preis als der Sonderpreis zu Grunde gelegt werden. Ein den Rechnungsbetrag übersteigender Gutscheinwert verfällt. Die Auszahlung des Gutscheinwerts ist ausgeschlossen. Nicht einlösbar bei Sammelbestellungen. Für die Prüfung der Gültigkeit des Gutscheins müssen Sie sich in Ihr Kundenkonto einloggen.

                    ³ Dieser Preis gilt für die Auswahl Kassenrezept inkl. Zuzahlung.

                    *UVP = Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers; * AVP = Der für den Fall der Abgabe zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse (KK) vom pharmazeutischen Unternehmer zum Zwecke der Abrechnung der Apotheken mit den Krankenkassen gegenüber der Informationsstelle für Arzneispezialitäten GmbH (IFA) angegebene einheitliche Produkt-Abgabepreis im Sinne des § 78 Abs. 3 S. 1, 2. HS AMG, der von der KK im Ausnahmefall der Erstattung abzüglich 5 % an die Apotheke ausgezahlt wird.

                    **Gilt für alle gültigen E-Rezepte, die im Zeitraum von Montag bis Donnerstag bis 20 Uhr und Freitag bis 13 Uhr digital bei uns eingehen. E-Rezepte die Freitag nach 13:00 eingehen, werden am Montag zugestellt. E-Rezepte die zwischen Samstag 00:00 Uhr und Sonntag 24:00 Uhr eingehen, werden am Dienstag zugestellt. Von der Lieferung am nächsten Tag ausgenommen sind spezielle Rezepturen, Medikamente oder von einem Rahmenvertrag der Krankenkasse des Patienten vorgesehene Austausch-Medikamente, die aufgrund von Lieferengpässen nicht verfügbar sind, zu kühlende Medikamente, sowie Rezepte, die eine pharmazeutische Klärung mit Ihnen oder Ihrem Arzt erfordern oder die aus pharmazeutischen Gründen nicht beliefert werden dürfen. Für die pharmazeutische Klärung ist die Angabe Ihrer Telefonnummer notwendig. Um Ihnen die schnellstmögliche Lieferung Ihrer rezeptpflichtigen Artikel anbieten zu können, kann es in Ausnahmefällen zu einem nachträglichen Austausch des Versanddienstleisters kommen. Die Lieferung am nächsten Tag gilt nicht für Bestellungen, bei denen eine Packstation als Lieferadresse angegeben wurde. Sofern der Tag oder der nächste Tag nach Ihrer Bestellung ein Feiertag in NRW und / oder ein Feiertag an Ihrem Wohnort ist, erfolgt die Lieferung am ersten Werktag, der kein Feiertag mehr ist. In Fällen höherer Gewalt erfolgt die Lieferung ebenfalls erst an dem Werktag, der keine Feiertag ist, der auf das Ende des Ereignisses höherer Gewalt folgt.

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                    Zusammenfassung

                    Magenkrebs, auch als Magenkarzinom bezeichnet, ist eine bösartige Tumorerkrankung, die überwiegend aus dem Drüsengewebe der Magenschleimhaut hervorgeht und meist als Adenokarzinom auftritt. Die Krankheit entwickelt sich zunächst lokal, kann aber in späteren Stadien in umliegendes Gewebe einwachsen und Metastasen bilden.

                    Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt, jedoch gelten chronische Magenentzündungen, eine Infektion mit Helicobacter pylori, ungesunde Ernährung, Rauchen, Übergewicht und genetische Veranlagung als Risikofaktoren. Die Diagnose erfolgt über bildgebende Verfahren und Magenspiegelung.

                    Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium und reicht von endoskopischen Eingriffen über Operationen bis hin zu Chemotherapie, Strahlen- und Immuntherapie. Früh erkannt besteht die Chance auf vollständige Heilung, jedoch ist die Prognose bei fortgeschrittener Erkrankung häufig ungünstig.

                    Unsere Informationen können einen ersten Überblick über die Erkrankung verschaffen, aber keineswegs die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin ersetzen. Vereinbaren Sie bei Unsicherheiten oder einem Verdacht bitte immer einen Termin in Ihrer Arztpraxis.

                    Was ist Magenkrebs?

                    Magenkrebs, auch Magenkarzinom genannt, ist eine bösartige Tumorerkrankung der Magenschleimhaut. Sie entsteht, wenn Zellen der Magenwand unkontrolliert wachsen und dabei umliegendes Gewebe schädigen. In 95 Prozent der Fälle gehen sie vom Drüsengewebe der Magenschleimhaut aus und werden daher als Adenokarzinome bezeichnet. Seltener treten Tumoren des lymphatischen Gewebes im Magen (MALT-Lymphome) und der Muskulatur (Sarkome bzw. Gastrointestinale Stromatumoren) auf. Hier konzentrieren wir uns auf Adenokarzinome.

                    Magenkrebs ist ein sogenannter „solider“ Tumor. Das bedeutet, dass er sich zunächst an einer Stelle bildet und auch nur dort wächst. Allerdings kann ein bösartiger Magentumor zu einem späteren Zeitpunkt in umliegendes Gewebe eindringen und Metastasen bilden.

                    Adenokarzinome im oberen Bereich des Magens, der sogenannten Kardia, die in die Speiseröhre übergehen, werden als Speiseröhrenkrebs klassifiziert und entsprechend behandelt.

                    Häufigkeit von Magenkrebs

                    In Deutschland erkranken jährlich etwa 14.500 bis 17.000 Menschen an Magenkrebs. Männer sind häufiger betroffen als Frauen, und das Risiko steigt mit dem Alter. Durchschnittlich sind Männer bei der Diagnose 71 Jahre alt, Frauen 75 Jahre. Bei Männern treten die Tumoren bei etwa doppelt so häufig am Mageneingang (Kardia) auf als bei Frauen. Seit Jahrzehnten kann man erfreulicherweise einen stetigen Rückgang der Erkrankungs- und Sterberaten an Magenkrebs in Deutschland beobachten.

                    Die Erfolgsaussichten einer Behandlung ist stark abhängig vom Stadium des Krebses. Zwar haben sich die Überlebensaussichten verbessert, dennoch bleibt die Prognose im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen eher ungünstig. Dennoch ist eine dauerhafte Heilung möglich, wenn der Tumor rechtzeitig erkannt und vollständig chirurgisch entfernt werden kann. Insbesondere bei sehr keinen früh entdeckten Tumoren ist die Heilungschance hoch. Bei etwa 40 Prozent der Patienten haben sich zum Zeitpunkt der Diagnose bereits Metastasen gebildet. Für Frauen gibt das Robert Koch-Institut aktuell relative 5-Jahres-Überlebensraten um 37 Prozent an, für Männer um 35 Prozent.

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                    Aufbau des Magens

                    Der Magen ist ein Teil des Verdauungssystems und liegt im linken Oberbauch zwischen Milz und Leber, unterhalb des Zwerchfells. Oben mündet die Speiseröhre in den Magen, unten geht er in den Zwölffingerdarm über, der durch einen ringförmigen Schließmuskel, den Pförtner, getrennt ist. Der Magen ist ein muskulöses Hohlorgan, dessen Form, Größe und Lage je nach Körperbau, Alter und Füllungszustand variieren.

                    Die Hauptaufgabe des Magens ist es, Nahrung aufzunehmen, sie mit Magensaft zu einem Speisebrei zu verarbeiten, diesen für etwa 3 Stunden zu speichern und dann in den Dünndarm abzugeben, wo die Verdauung weitergeht. Der Magen eines Erwachsenen ist etwa 25 bis 30 cm lang und fasst zwischen 1,6 und 2,4 Litern.

                    Der Magen besteht aus verschiedenen Abschnitten: dem Mageneingang (Kardia oder Cardia), dem Magenfundus, der sich nach oben wölbt, dem Magenkörper (Corpus) und dem Antrum vor dem Pförtner (Pylorus).

                    Die Magenwand hat vier Schichten: die Magenschleimhaut, eine blutgefäßreiche Bindegewebsschicht, eine Muskelschicht und das Bauchfell. Die Magenschleimhaut produziert Magensäure und Verdauungssekrete sowie einen schützenden Schleim, der die Schleimhaut vor der Magensäure schützt. Wird diese Schutzschicht beschädigt, kann es zu Entzündungen, Geschwüren oder Magenkrebs kommen. Außerdem bildet der Magen den Intrinsikfaktor, der für die Aufnahme von Vitamin B12 wichtig ist.

                    Risikofaktoren und Ursachen

                    Warum manche Menschen an Magenkrebs erkranken und andere nicht, ist noch nicht vollständig geklärt. Forscher vermuten, dass – wie bei vielen anderen Krebserkrankungen auch– verschiedene Faktoren zusammenwirken. Einige Risikofaktoren sind jedoch bekannt.

                    Entzündungen und andere Vorerkrankungen des Magens spielen oft eine Rolle. Chronische Gastritis oder Magengeschwüre, die häufig durch das Bakterium Helicobacter pylori verursacht werden, können das Risiko erhöhen. Auch bestimmte Ernährungsgewohnheiten scheinen einen Einfluss zu haben. Eine Ernährung, die reich an gesalzenen, gepökelten oder geräucherten Lebensmitteln ist, kann beispielsweise das Risiko erhöhen, während eine Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse schützend wirken kann.

                    Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Risikofaktoren nicht bedeuten, dass jeder, der ihnen ausgesetzt ist, zwangsläufig an Magenkrebs erkrankt. Ebenso können Menschen ohne diese Risikofaktoren, die ganz gesund leben, scheinbar aus heiterem Himmel an Magenkrebs erkranken. Manchmal entstehen Veränderungen im Erbgut rein zufällig im Laufe des Lebens. Kommen mehrere Veränderungen vor, kann das bewirken, dass sich eine normale Zelle zur Tumorzelle entwickelt.

                    Folgende Punkte gelten als Risikofaktoren:

                    Eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut, oft durch das Bakterium Helicobacter pylori verursacht, gilt als wesentlicher Risikofaktor. Eine Infektion mit diesem Erreger erhöht das Risiko für Magenkrebs im unteren Magen etwa um das Dreifache. Auch für Karzinome im oberen Magen (Adenokarzinome des ösophago-gastralen Übergangs) spielt Helicobacter pylori eine Rolle. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Bakterium als Gruppe-I-Krebserreger eingestuft. Eine Helicobacter-pylori-Infektion kann gut behandelt werden. In der Regel wird eine Kombination aus Antibiotika und einem Protonenpumpenhemmer (PPI) eingesetzt. Die Behandlung dauert meistens etwa zehn Tage.

                    Laut dem Robert Koch-Institut werden etwa fünf bis zehn Prozent der Magenkarzinome dem Epstein-Barr-Virus zugeschrieben. Dieses Virus ist der Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers.

                    Bestimmte Ernährungsgewohnheiten können das Risiko für Magenkrebs erhöhen. Besonders der häufige Verzehr stark gesalzener Speisen, hoher Fleischkonsum und ein geringer Konsum von frischem Gemüse und Obst sind Risikofaktoren für Tumoren im unteren Magen. Der Rückgang der Magenkrebsfälle in den letzten zwanzig Jahren ist wahrscheinlich auf veränderte Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen. Dank der Verbreitung von Kühl- und Gefrierschränken und der besseren Versorgung mit frischem Obst und Gemüse sind Konservierungsmethoden wie Salzen, Pökeln oder Räuchern weniger verbreitet als früher. Starkes Übergewicht (Adipositas) erhöht das Risiko für einen Rückfluss von Magensäure und Gallensäuren in die Speiseröhre, was zu einem höheren Risiko für Magenkrebs am Übergang zur Speiseröhre (Kardiakarzinom) führen kann.

                    Verschiedene Vorerkrankungen des Magens, wie chronisch-atrophische Gastritis (Magenschleimhautentzündung, die nicht durch Heliobacter pylori hervorgerufen wurde) oder perniziöse Anämie (Blutarmut durch Vitamin-B12-Mangel), erhöhen ebenfalls das Risiko für Magenkrebs. Auch nicht heilende oder wiederkehrende Magengeschwüre und frühere Magenoperationen können das Risiko erhöhen.

                    Rauchen stellt auch einen Risikofaktor für Magenkrebs dar. Die krebserregenden Stoffe im Zigaretten- und Tabakrauch gelangen über den Speichel in den Magen. Raucher haben ein etwa dreifach erhöhtes Risiko, an Magenkrebs zu erkranken.

                    In einigen Familien tritt Magenkrebs gehäuft auf. Das persönliche Risiko ist etwa zwei- bis dreimal höher, wenn ein Familienmitglied ersten Grades (Eltern, Kinder, Geschwister) an Magenkrebs erkrankt ist. Wenn mehrere Verwandte ersten Grades erkrankt sind, ist das Risiko sogar um etwa das Zehnfache erhöht.

                    Symptome bei Magenkrebs

                    Am Anfang macht ein Magenkarzinom meist keine Beschwerden. Auch in fortgeschrittenem Stadium sind die Symptome zunächst nicht besorgniserregend und können meistens nicht von harmlosen Verdauungsbeschwerden unterschieden werden. Patienten haben dann manchmal das Gefühl, bestimmte Speisen nicht gut zu vertragen oder haben Bauchschmerzen.

                    Hier sind einige der häufigsten Symptome:

                    • Anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen im oberen Bauchbereich
                    • Häufige Übelkeit oder Erbrechen
                    • Appetitlosigkeit oder eine Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel wie beispielsweise Fleisch
                    • Ungewollter Gewichtsverlust
                    • Schluckbeschwerden
                    • Völlegefühl nach dem Essen
                    • Dunkler, teerartiger Stuhl durch Blutungen im Magen
                    • Müdigkeit, anhaltende Erschöpfung und Leistungsabfall

                    Diese Symptome können auch bei weniger schwerwiegenden Erkrankungen auftreten. Wenn sie jedoch über längere Zeit als zwei Wochen bestehen bleiben oder sich verschlimmern, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache abzuklären. Es ist wichtig, die Symptome ernst zu nehmen.

                    Früherkennung

                    Manch einer fragt sich vielleicht, ob es nicht sinnvoll wäre, ein Screening für Gesunde durchzuführen, wenn es schon keine eindeutigen Symptome für Magenkrebs gibt und eine frühzeitige Behandlung so wichtig ist. In Deutschland gehört eine Untersuchung auf Magenkrebs aber nicht zu den gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen. Das kommt daher, dass Magenkarzinome vergleichsweise selten vorkommen und zu viele gesunde Menschen sich den belastenden Untersuchungen aussetzen müssten. Anders sieht es zum Beispiel in Japan oder Südkorea aus, wo Magenkrebs sehr häufig auftritt. Dort wird vor allem die Magenspiegelung (Gastroskopie) als Untersuchungsmethode eingesetzt. Auch Röntgenuntersuchungen mit einem Barium-haltigen Kontrastmittel, das Patienten als „Breischluck“ einnehmen, können eingesetzt werden.


                    Diagnose

                    Besteht ein Verdacht auf Magenkrebs, wird der Arzt eine Reihe von Untersuchungen durchführen, die zunächst darauf abzielen, die Krankheit zu bestätigen und im nächsten Schritt ihr Stadium zu bestimmen, das sogenannte „Staging“. Das Ergebnis dieser Untersuchungen ist ausschlaggebend für die Planung der bestmöglichen Behandlung.

                    Hier ist eine Übersicht über die wichtigsten diagnostischen Verfahren:

                    Der erste Schritt in der Diagnostik ist die Anamnese, bei der der Arzt die Krankengeschichte des Patienten erfasst und nach Symptomen sowie möglichen Risikofaktoren fragt. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei der der Arzt den Bauch und die Lymphknoten abtastet und nach Auffälligkeiten sucht.

                    Die Magenspiegelung ist die wichtigste und aussagekräftigste Untersuchung zur Feststellung eines Magentumors. Dabei wird ein flexibles Endoskop durch den Mund und die Speiseröhre in den Magen eingeführt. Das Endoskop ist mit einer Kamera ausgestattet, die Bilder des Mageninneren auf einen Bildschirm überträgt. Bei auffälligen Veränderungen der Magenschleimhaut hat der Arzt die Möglichkeit, Gewebeproben zu entnehmen (Biopsie), die später unter dem Mikroskop auf Krebszellen untersucht werden. Erst bei dieser sogenannten histologischen Untersuchung kann mit Sicherheit geklärt werden, ob es sich um Krebs handelt.

                    Der endoskopische Ultraschall kombiniert die Endoskopie mit Ultraschall, um detaillierte Bilder der Magenwand und der umliegenden Strukturen zu erhalten. Diese Methode ist besonders nützlich, um festzustellen, wie tief der Tumor bereits in die Magenwand eingewachsen ist und ob auch benachbartes Gewebe beteiligt ist.

                    Die Leitlinie empfiehlt die Sonographie als erstes bildgebendes Verfahren zu Aufspürung von Lebermetastasen. Damit kann ohne großen Aufwand abgeklärt werden, ob der Tumor bereits in die Leber gestreut hat und dort Metastasen gebildet hat. Auch Lymphknoten im Halsbereich lassen sich auf diese Art gut untersuchen. Besonders wichtig ist das, wenn sich der Tumor am Mageneingang befindet.

                    Die Computertomographie ist eine Röntgenuntersuchung, die detaillierte Querschnittsbilder des Körpers liefert. Dies ist wichtig für die Beurteilung der Tumorausbreitung und das Vorhandensein von Metastasen.

                    Auch bei der Magnetresonanztomographie oder Kernspintomographie entsteht ein räumlicher Blick auf den untersuchten Bereich. Weichteilen und Organe können gut dargestellt werden. Anders als bei der CT werden bei der MRT keine Röntgenstrahlen, sondern Magnetfelder benutzt, um Bilder zu erzeigen. Diese Methode kann angewendet werden, wenn nach der CT und dem endoskopischen Ultraschall noch weiterer Bedarf zur Abklärung besteht oder wenn keine CT durchgeführt werden kann.

                    Die Positronenemissionstomografie (PET) ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem eine schwach radioaktive Substanz, meist radioaktiv markierter Traubenzucker, injiziert wird. Diese Substanz ermöglicht es, den Stoffwechsel der Körperzellen sichtbar zu machen. Bereiche mit hoher Stoffwechselaktivität können auf ein Krebsgeschehen hinweisen. Obwohl die PET sehr präzise ist, ist sie auch aufwendig. Häufig wird sie in Kombination mit einer Computertomografie (PET-CT) durchgeführt.

                    Bei Magenkrebs wird diese Untersuchung allerdings nicht routinemäßig empfohlen.

                    Unter Röntgenkontrolle schluckt der Patient einen Brei, der mit einem Kontrastmittel (häufig Bariumsulfat) angereichert ist. Diese sogenannte Breischluck-Untersuchung dient nicht als Ersatz für die Magenspiegelung und wird in den Leitlinien nicht empfohlen. Sie kann jedoch in Ausnahmefällen nützlich sein, um spezielle Fragestellungen zu klären, beispielsweise um die genaue Lage von Tumoren im Bereich des Mageneingangs zu bestimmen.

                    Die Laparoskopie ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem ein kleines Instrument durch einen Schnitt in der Bauchdecke eingeführt wird. Dies ermöglicht eine direkte Betrachtung der Bauchhöhle und die Entnahme von Gewebeproben. Die Laparoskopie wird häufig verwendet, um die Ausbreitung des Tumors zu beurteilen und Metastasen zu identifizieren. Vor allem beim lokal fortgeschrittenen Magenkarzinom kann die Therapieentscheidung dadurch verbessert werden.

                    Blutuntersuchungen sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik. Sie umfassen die Bestimmung von Tumormarkern, die Hinweise auf das Vorhandensein von Krebs geben können, sowie allgemeine Blutwerte, die dazu dienen, den Gesundheitszustand des Patienten zu beurteilen.

                    Tumormarker sind körpereigene Substanzen, die von Krebszellen produziert werden oder deren Entstehung durch Krebszellen verursacht wird. Wenn sie in erhöhter Konzentration im Blut nachgewiesen werden, kann dies auf eine Krebserkrankung hinweisen. Allerdings können auch andere Prozesse im Körper, wie zum Beispiel Entzündungen, zu erhöhten Werten dieser Tumormarker führen. Bei einem Magenkarzinom können das unter anderem die Marker CEA, Ca19-9 und Ca72-4 sein. Es gibt jedoch keine verlässlichen Daten, die belegen, dass deren Bestimmung einen zusätzlichen Nutzen für die Diagnostik und Behandlungsplanung bietet. Daher empfiehlt die Leitlinie ausdrücklich, Tumormarker bei Magenkrebs außerhalb klinischer Studien nicht zu bestimmen. Auch zur Überwachung des Behandlungserfolgs und im Rahmen der Nachsorge ist der Nutzen von Tumormarkern nicht nachgewiesen.

                    Röntgenaufnahmen des Brustkorbs werden durchgeführt, um nach Metastasen in der Lunge zu suchen und den Zustand von Herz und Lunge im Hinblick auf eine mögliche Operation zu beurteilen.

                    Nach Abschluss aller notwendigen Untersuchungen wird das Behandlungskonzept für den Patienten im Rahmen einer Tumorkonferenz festgelegt. In dieser Konferenz diskutieren Ärzte unterschiedlicher Fachdisziplinen gemeinsam die beste Vorgehensweise für die individuelle Situation des Patienten.

                    Bestimmung der Tumoreigenschaften - Staging

                    Wurde ein Verdacht auf Magenkrebs bestätigt, werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um herauszufinden, in welchem Stadium sich der Krebs befindet, da sich der individuelle Behandlungsplan danach ausrichtet. Ebenso wichtig ist es, die Beschaffenheit des Krebsgewebes zu kennen und festzulegen, wie bösartig der Krebs ist. Man verwendet dazu die UICC-Einteilungen (Union Internationale Contre le Cancer).

                    Grading - Wie bösartig ist der Tumor?

                    Bei der Untersuchung von entnommenem Gewebe- sei es durch eine Biopsie oder während der Operation, kann man feststellen, wie sehr sich das Tumorgewebe von dem normalen Zellgewebe der Magenschleimhaut unterscheidet, also wie „bösartig“ der Krebs ist.

                    • G1 – gut differenziert (weniger bösartig), (die Zellen sind den gesunden Zellen noch sehr ähnlich)
                    • G2 – mäßig differenziert
                    • G3 – schlecht differenziert
                    • G4 – nicht differenziert (sehr bösartig), (die Zellen haben mit gesunden Magenschleimhautzellen keine Ähnlichkeit mehr)

                    Lauren-Klassifikation

                    Eine weitere Möglichkeit, anhand der Gewebestruktur zu beurteilen, wie bösartig ein Tumor ist, bietet die sogenannte „Lauren-Klassifikation“. Hier lassen sich drei Typen unterscheiden:

                    • Intestinaler Typ: Die Tumorzellen ähneln normalen Zellen noch relativ stark und der Tumor wächst örtlich begrenzt. Es gibt eine klare Grenze zwischen Tumor und gesundem Gewebe, was die Entfernung durch eine Operation erleichtert. Daher ist der intestinale Magenkrebs meist besser behandelbar als die anderen Typen.
                    • Diffuser Typ: Das Krebsgewebe unterscheidet sich deutlich von gesundem Gewebe und die Grenze zwischen Tumor und gesundem Gewebe ist nicht klar erkennbar. Viele kleine Tumorherde können sich über die Magenwand ausbreiten, manchmal bis in die Speiseröhre oder den oberen Abschnitt des Darms. Dies erschwert die Operation und erfordert die Entfernung von mehr umliegendem Gewebe.
                    • Mischtyp: Dieser Tumor enthält sowohl Bestandteile des intestinalen als auch des diffusen Magenkrebses. Tumoren des Mischtyps neigen dazu, häufiger Metastasen zu bilden und aggressiv in umliegendes Gewebe einzuwachsen, was die Behandlung erschwert.

                    TNM-Klassifikation

                    Die Ergebnisse der Untersuchungen nach einem bestätigten Verdacht führen zu der „Stadieneinteilung“, dem sogenannten „Staging“. Hierfür benutzen Ärzte die TNM-Klassifikation, die angibt:

                    • Wie groß der Tumor ist
                    • Ob Lymphknoten befallen sind, wenn ja, wie viele
                    • Ob es bereits Fernmetastasen (Tumorabsiedlungen in weiter entferntem Gewerbe oder Organen) gibt

                    Die TMN-Klassifikation steht im Arztbrief im Befund als eine Folge von Zahlen und Buchstaben. So kann das Stadium der Erkrankung mit wenigen Zeichen beschrieben werden. Die drei Großbuchstaben bedeuten:

                    T für Tumor, beschreibt die Größe und die Ausdehnung des Tumors

                    • T0 : kein Primärtumor nachweisbar
                    • Tis: Tumor in situ (der Tumor ist nur auf die oberste Schicht der Magenschleimhaut begrenzt)
                    • T1-4: Primärtumor mit zunehmender Größe und Eindringtiefe

                    N für Nodus (Lymphknoten), beschreibt die Anzahl und Lage der befallenen Lymphknoten

                    • N0: kein Lymphknotenbefall nachweisbar
                    • N1-3: zunehmender Befall von Lymphknoten in Tumornähe
                    • M für Fernmetastasen
                    • M0: keine Fernmetastasen nachweisbar
                    • M1: Nachweis von Fernmetastasen an einem oder mehreren Orten

                    Stadieneinteilung

                    Die erste Einteilung erfolgt nach den Untersuchungen und vor einer möglichen Operation. Wenn eine Operation durchgeführt wird, wird die Stadieneinteilung nach der Untersuchung des entnommenen Gewebes erneut vorgenommen (pathologische Einteilung).

                    Basierend aus den TMN-Angaben lässt sich der Tumor in verschiedene Stadien einteilen:

                    • Stadium 0: Frühstadium, Der Tumor ist auf die oberste Schicht der Magenschleimhaut begrenzt (Tis), hat keine umliegenden oder entfernten Lymphknoten befallen (N0) und keine Metastasen gebildet (M0), man bezeichnet das auch als „Karzinom in situ“.
                    • Stadium I bis III: Der Tumor ist in die Magenschleimhaut, die darunterliegende Bindegewebs- und Muskelschicht oder sogar in benachbartes Gewebe eingewachsen (T1-T4). Er hat möglicherweise umliegende Lymphknoten befallen (N0-N3), aber keine Fernmetastasen gebildet (M0). Die Zuordnung zu den Stadien I bis III hängt vom Rückfallrisiko ab, das aus den Kombinationen von Tumorgröße und Lymphknotenbefall abgeschätzt wird. Daher können Patienten mit ähnlich großem Tumor in unterschiedlichen Stadien sein.
                    • Stadium IV: Wenn Metastasen in entfernten Lymphknoten vorhanden sind und/oder Tumorzellen in der Flüssigkeit der Bauchhöhle gefunden werden (M1), wird Magenkrebs immer als Stadium IV eingestuft, unabhängig von der Tumorgröße und der Anzahl der befallenen Lymphknoten.

                    Therapie - Wie wird Magenkrebs behandelt?

                    Nachdem alle Untersuchungen abgeschlossen sind, können Ärztinnen und Ärzte relativ genau feststellen, wie weit der Tumor in die Magenwand und umliegende Organe eingewachsen ist, ob Metastasen in Lymphknoten oder anderen Organen vorhanden sind und wie aggressiv das Tumorgewebe vermutlich ist. Mit diesen Informationen wird die Behandlung geplant. Es gibt zwei Hauptziele:

                    • Kurative Behandlung: Ziel ist es, den Krebs zu entfernen und zu heilen.
                    • Palliative Behandlung: Ziel ist es, Beschwerden zu lindern, das Leben zu verlängern und die Lebensqualität zu erhalten.

                    Wenn der Tumor noch nicht gestreut hat, ist eine Heilung möglich.
                    Ist der Tumor noch sehr klein und oberflächlich, kann er eventuell sogar durch ein Endoskop entfernt werden, das durch Mund und Speiseröhre eingeführt werden kann (endoskopische Resektion).

                    Ist er bereits örtlich fortgeschritten, wird oft eine Operation empfohlen, manchmal nach einer Chemotherapie. In Deutschland werden etwa 60 % der Patienten mit Magenkrebs operiert. Der Umfang der Operation und begleitende Maßnahmen hängen von der Tumorausdehnung und -aggressivität ab. Manchmal zeigt sich während der Operation, dass die Bildbefunde nicht genau genug waren, und das Vorgehen muss angepasst werden.

                    Wenn der Tumor bereits Fernmetastasen gebildet hat, ist eine Heilung nicht mehr möglich. Bei etwa einem Drittel der Patienten werden bei der Erstdiagnose bereits Fernmetastasen festgestellt. In solchen Fällen wird versucht, das Tumorwachstum mit Medikamenten zu kontrollieren. Die Art der medikamentösen Behandlung hängt von den biologischen Eigenschaften des Tumors und der körperlichen Verfassung des Patienten ab.

                    Wenn der Tumor noch klein und auf die Magenschleimhaut begrenzt ist, können Ärztinnen und Ärzte ihn möglicherweise mithilfe eines Endoskops entfernen. Dies bedeutet, dass keine große Operation erforderlich ist, bei der die Bauchdecke geöffnet werden muss.

                    Der Zugang zum Tumor erfolgt über den Mund und die Speiseröhre, ähnlich wie bei einer Magenspiegelung. Im Gegensatz zur Magenspiegelung kann dieser Eingriff jedoch nicht ambulant durchgeführt werden. Patientinnen und Patienten müssen stationär ins Krankenhaus aufgenommen werden und erhalten eine leichte Narkose, da die für die Magenspiegelung üblichen Beruhigungsmittel nicht ausreichen.

                    Wenn der Magentumor nicht mehr auf die oberste Schicht der Magenschleimhaut begrenzt ist, wird eine Operation durchgeführt, sofern der Tumor nicht zu weit in benachbarte Organe eingewachsen ist und keine Fernmetastasen vorliegen. Die Operation erfordert einen Krankenhausaufenthalt und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Es gibt verschiedene Methoden, um den Tumor zu entfernen. Eine traditionelle Methode ist der große Bauchschnitt, bei dem die Bauchdecke geöffnet wird. Eine weniger belastende Alternative ist die Laparoskopie, bei der ein Endoskop mit Kamera und Instrumenten durch kleine Schnitte in der Bauchdecke eingeführt wird. Diese "Schlüsselloch-OP" ist technisch anspruchsvoller und dauert länger. Bei Tumoren im Bereich des Mageneingangs kann ein sogenannter Zweihöhleneingriff notwendig sein, bei dem sowohl der Bauchraum als auch die Brusthöhle geöffnet werden, um an die Speiseröhre zu gelangen.

                    Unabhängig von der Methode wird das befallene Gewebe mit einem Sicherheitsabstand entfernt und mikroskopisch untersucht, um sicherzustellen, dass kein Tumorgewebe zurückbleibt. Die Entfernung des Magens oder großer Teile davon ist belastend und erfordert eine Erholungszeit. Wie lange die Patienten im Krankenhaus bleiben müssen, hängt von ihrem Allgemeinzustand und möglichen Komplikationen ab. Diese können Blutungen, Schwellungen, Wundheilungsstörungen und undichte Nähte umfassen. Infektionen und Entzündungen sind ebenfalls mögliche Risiken, deswegen werden in der Regel vorbeugend Antibiotika verabreicht.

                    Nach der Operation dürfen die meisten Patienten bald wieder trinken und nach und nach Nahrung durch den Mund aufnehmen. Eine erste Ernährungsberatung findet meist noch in der Klinik statt. Falls Patienten in der ersten Zeit nach der Operation noch keine oder nicht genug Nahrung zu sich nehmen können, werden sie künstlich ernährt. Dies kann entweder über eine Vene (parenterale Ernährung) oder über eine Sonde direkt in den Darm erfolgen. Die Sonde wird während der Operation über die Nase bis in den Dünndarm geschoben. Patienten können manchmal schon nach Hause entlassen werden, auch wenn sie noch zusätzlich Nährstoffe über die Sonde erhalten. Pflegedienste weisen die Betroffenen und ihre Angehörigen in die Handhabung der Sonde ein.

                    Eine Chemotherapie kann Krebszellen abtöten, auch solche, die sich vom Ursprungstumor gelöst und im Körper verbreitet haben. Allerdings kann Magenkrebs allein durch Chemotherapie nur selten geheilt werden. Daher wird sie oft ergänzend zur Operation eingesetzt, um die Heilungschancen zu verbessern. Eine Chemotherapie kann zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden:

                    • Neoadjuvante Chemotherapie (vor einer Operation): Ziel ist es, den Tumor so weit zu verkleinern, dass er vollständig entfernt werden kann. Diese Behandlung wirkt auch gegen einzelne Tumorzellen, die sich bereits im Körper ausgebreitet haben könnten.
                    • Adjuvante Chemotherapie (nach einer Operation): Ziel ist es, möglicherweise noch im Körper verbliebene Tumorzellen abzutöten.
                    • Perioperative Chemotherapie: Diese Bezeichnung wird verwendet, wenn Patientinnen und Patienten sowohl vor als auch nach der Operation eine Chemotherapie erhalten.
                    • Palliative Chemotherapie: Bei fortgeschrittener Tumorerkrankung soll sie das Tumorwachstum verlangsamen oder zeitweilig stoppen und tumorbedingte Beschwerden vermindern.

                    In der Regel werden bei einer Chemotherapie Wirkstoffe miteinander kombiniert. Am häufigsten wird in Deutschland momentan eine Therapie mit drei verschiedenen Wirkstoffen, nämlich 5-Fluorouracil (5-FU), Folinsäure, Oxaliplatin und Docetaxel, das sogenannte FLOT-Regime, eingesetzt.

                    Energiereiche Strahlung schädigt Tumorzellen so, dass sie sich nicht mehr teilen können und absterben. Bei Magenkrebs wirkt sie jedoch nur eingeschränkt, weshalb sie meist in Kombination mit einer Chemotherapie eingesetzt wird, um die Wirkung zu verstärken.

                    • Alleinige Strahlentherapie: Diese kommt hauptsächlich für fortgeschrittene Fälle in Betracht, bei denen eine Operation nicht möglich ist. Sie soll belastende Symptome lindern, wie anhaltende Magenblutungen oder Probleme durch Verengungen des Verdauungstrakts.
                    • Strahlenchemotherapie vor der Operation: Bei Tumoren am Übergang zwischen Magen und Speiseröhre, die örtlich fortgeschritten sind, kann eine Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie vor der Operation sinnvoll sein. Diese Behandlung bietet ähnliche Heilungschancen wie eine perioperative Chemotherapie.
                    • Strahlenchemotherapie nach der Operation: Wenn vor der Operation keine Chemotherapie durchgeführt wurde, kann nach der Operation eine Strahlenchemotherapie sinnvoll sein, besonders bei Notoperationen, wenn sich der Tumor weiter ausgebreitet hat als erwartet oder wenn der Tumor nicht vollständig entfernt werden konnte.
                    • Strahlenchemotherapie ohne Operation: Patientinnen und Patienten in sehr schlechtem Allgemeinzustand oder mit großen Tumoren, die nicht operiert werden können, können eine Strahlenchemotherapie erhalten, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

                    Eine Chemotherapie wirkt auf alle sich schnell teilenden Zellen, auch auf gesunde Zellen, dadurch hat sie oft erhebliche Nebenwirkungen. Andere, etwas neuere Therapien können gezielt an bestimmten Oberflächenstrukturen von Krebszellen angreifen, gesundes Gewebe wird so weitgehend geschont. Man spricht daher von „zielgerichteter Therapie“. Diese Medikamente werden im fortgeschrittenen Stadium eingesetzt. Eine dauerhafte Heilung ist damit zwar nicht zu erreichen, aber das Tumorwachstum kann dadurch gehemmt und so die Überlebenszeit verlängert werden. Folgende Wirkstoffe kommen dafür infrage:

                    • Trastuzumab: Der Antikörper Trastuzumab wirkt nur bei Patienten, deren Krebszellen den Biomarker HER-2 haben. HER2-Rezeptoren sind Bindestellen für bestimmte Faktoren, die auf der Zelloberfläche von Tumorzellen auftreten und das Wachstum der Zellen beeinflussen. Bei etwa 20 Prozent der Magenkarzinome kommen diese Rezeptoren vermehrt vor. Dieser Biomarker wird in einer Gewebeprobe untersucht, die durch eine Biopsie entnommen wird. Diese Untersuchung erhalten in der Regel alle Patientinnen und Patienten mit metastasiertem Magenkrebs. Die Therapie ist zwar nebenwirkungsärmer als eine Chemotherapie, trotzdem können Nebenwirkungen auftreten, da HER-2 auch auf normalen Zellen vorhanden ist, wenn auch in geringerer Menge. Häufige kurzfristige Nebenwirkungen sind Schüttelfrost, Fieber und grippeähnliche Symptome während der Infusion. Später können Durchfall, Übelkeit, Schwächegefühl, Schwindel und Hautausschlag auftreten. Schmerzen im Brustkorb sowie Kopf-, Bauch-, Gelenk- oder Muskelschmerzen sind ebenfalls häufig. Da HER-2-Rezeptoren auch im Herzgewebe vorkommen, sind Herzprobleme und Blutdruckschwankungen möglich.
                    • Ramucirumab: Ramucirumab wirkt etwas anders. Er hemmt die sogenannten VEGF-Rezeptoren. Diese Rezeptoren sind Bindungsstellen für Wachstumsfaktoren auf der Zelloberfläche, die für die Blutversorgung der Tumore verantwortlich sind. Dadurch können keine oder weniger neue Blutgefäße zur Versorgung des Tumorgewebes gebildet werden. Ramucirumab zählt daher zu den sogenannten Angiogenesehemmern. Er ist für Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Magenkrebs zugelassen, die bereits andere Therapien erhalten haben und kann alleine oder in Kombination mit einer Chemotherapie, zum Beispiel mit Paclitaxel, verabreicht werden.
                    • Zolbetuximab: Neu ist der Wirkstoff Zolbetuximab, der erste zielgerichtete Antikörper, der auf das Transmembranprotein Claudin 18.2 abzielt, welches in einigen Krebszellen in hoher Menge vorkommt, abzielt. Durch die Bindung an dieses Protein hilft Zolbetuximab dem Immunsystem, die Krebszellen zu erkennen und anzugreifen. Es schwächt außerdem die Zellmembran der Krebszellen, was zu deren Absterben führt. Zolbetuximab wird in Kombination mit Fluoropyrimidin- und Platin-haltiger Chemotherapie zur Behandlung von HER2-negativem, Claudin-18.2-positivem Magenkrebs eingesetzt.

                    Hier können Sie mehr zur Antikörpertherapie bei Krebs lesen.

                    Bei einer Immuntherapie werden Medikamente verabreicht, die das körpereigene Immunsystem so aktivieren, dass es Krebszellen besser erkennen und bekämpfen kann. Bei Magenkrebs kommt hier vor allem der Wirkstoff Pembrolizumab zum Einsatz. Es handelt um einen sogenannten Immun-Checkpoint-Hemmer aus der Wirkstoffgruppe der PD-L1-Inhibitoren. Er kommt in der Regel nur zum Einsatz, wenn der Tumor schon Metastasen gebildet hat und nicht mehr operiert werden kann. Voraussetzung für diese Therapie ist, dass der Tumor bestimmte Merkmale, nämlich eine hochfrequente Mikrosatelliten-Instabilität (MSI-H) oder Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) aufweist. Diese speziellen Merkmale werden im Rahmen der Magenkrebs-Diagnostik festgestellt.

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                    Mehr über die Autorin Birgit Hartel

                    Diesen Artikel verfasste unsere Apothekerin Birgit Hartel.

                    Birgit Hartel ist Apothekerin und als Pharmazeutin bei DocMorris tätig. Sie ist besonders interessiert an den Themenbereichen Diabetes und Onkologie. Ihr Herzensanliegen ist es, komplexe Therapien verständlich zu machen und Menschen in belastenden Situationen mit verlässlichen Informationen zur Seite zu stehen.

                    Stand: 30.07.2025

                    DocMorris Ratgeber Krebs

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                    Häufig gestellte Fragen zu Magenkrebs

                    Man kann einiges tun, um Magenkrebs vorzubeugen, sicher verhindern, dass man es bekommt, kann man leider nicht. Wenn Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst achten, stark gesalzene Speisen vermeiden, nicht rauchen und auf Ihr Gewicht achten, können Sie das Risiko an Magenkrebs zu erkranken, erheblich reduzieren.

                    Es gibt einige unspezifische Anzeichen wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit, Schluckbeschwerden. Teerstuhl, ungewollte Gewichtsabnahme oder Müdigkeit, die auf ein Magenkarzinom hinweisen können. Diese Symptome können aber auch Anzeichen einer harmlosen Verdauungsstörung sein. Deswegen kann Magenkrebs nur durch einen Arzt festgestellt werden. Eine sichere Diagnose erfolgt durch eine Magenspiegelung, bei der Proben entnommen werden, die danach im Labor untersucht werden.

                    Ja, ein Magenkarzinom ist immer ein bösartiger Tumor. Die Wucherungen gehen von der Magenschleimhaut aus, wachsen zunächst in der Magenwand und können in einem fortgeschrittenen Stadium auch andere Organe befallen. Es gibt auch gutartige Tumoren, die allerdings nicht als Karzinom bezeichnet werden.

                    Die Zeitspanne zwischen der Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs und dem Tod variiert stark und hängt von mehreren Faktoren ab, einschließlich des Stadiums der Erkrankung bei Diagnosestellung, der allgemeinen Gesundheit des Patienten und dem Ansprechen auf die Behandlung. In einigen Fällen, wenn der Krebs frühzeitig erkannt wird, ist eine vollständige Heilung möglich, viele Menschen sterben aber nur wenige Monate nach der Diagnose. Da der Krebs meistens erst in fortgeschrittenem Stadium entdeckt wird, liegt die 5-Jahres-Überlebensrate laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei etwa elf Prozent, die 10-Jahres-Überlebensrate bei 9 Prozent.

                    Quellen und weiterführende Informationen:

                    S3-Leitlinie

                    • https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-009k_S3_Magenkarzinom_Diagnostik_Therapie_Adenokarzinome_oesophagogastraler_Uebergang_2020-12.pdf

                    Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

                    • https://www.krebsinformationsdienst.de/magenkrebs
                    • https://www.krebsinformationsdienst.de/krebs-vorbeugen/krebsrisiko-alkohol

                    Deutsche Krebsgesellschaft

                    • https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/magenkrebs.html
                    • https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/basis-informationen-krebs-allgemeine-informationen/klassifikation-von-tumoren-tnm-.html
                    • https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/aktuelle-themen/news/immuntherapie-bei-operablem-magenkrebs.html

                    Robert Koch-Institut

                    • https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Magenkrebs/magenkrebs_node.html

                    Deutsches Krebsforschungszentrum

                    • https://www.dkfz.de/aktuelles/pressemitteilungen/detail/epstein-barr-viren-krebserregend-auf-neue-art

                    Pharmazeutische Zeitung PZ

                    • https://www.pharmazeutische-zeitung.de/arzneistoffe/daten/zolbetuximabvyloytm862024/

                    DocCheck

                    • https://flexikon.doccheck.com/de/Zolbetuximab

                    Gelbe Liste

                    • https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Pembrolizumab_53191
                    • https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Nivolumab_53175

                    Packungsbeilage

                    • https://das.docmorris.de/catalog/leaflets/10749897-beipackzettel-rx.pdf
                    • https://www.ema.europa.eu/de/documents/overview/keytruda-epar-medicine-overview_de.pdf

                    Gemeinsamer Bundesausschuss

                    • https://www.g-ba.de/bewertungsverfahren/nutzenbewertung/860/

                    Onkologie aktuell, Magenkarzinom: FLOT nicht mehr Standard in Erstlinie

                    • https://link.springer.com/article/10.1007/s15004-022-9765-0
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