DocMorris Ratgeber Diabetes

Insulin

Die Entdeckung des Insulins zählt zu den größten Meilensteinen der Medizingeschichte. Davor gab es keine Therapie zur Behandlung des Diabetes. Die Diagnose Diabetes Typ 1 kam zu dieser Zeit einem Todesurteil gleich.

Heute stehen viele verschiedene Arten von Insulin zur Behandlung der Stoffwechselerkrankung zur Verfügung. Erfahren Sie mehr zur Wirkungsweise & Anwendung von Insulin.

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Inhaltsverzeichnis:

Was ist Insulin?
Wie wirkt Insulin?
Wie hängen Insulin und Diabetes zusammen?
Wie wird Insulin hergestellt?

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und sollten nicht als Ersatz für medizinischen Rat oder das Lesen des Beipackzettels verwendet werden. Personen mit Diabetes sollten sich an ihren Arzt oder medizinisches Fachpersonal wenden, um eine individuelle Beratung und Empfehlungen zur Therapie zu erhalten.

Definition- Was ist Insulin eigentlich?

Pharmakologisch betrachtet ist Insulin ein lebenswichtiges Hormon, auch Peptidhormon genannt, das viele Stoffwechselvorgänge reguliert. Es senkt den Blutzuckerspiegel, indem es die Körperzellen dazu anregt, Zucker aus dem Blut aufzunehmen. Dieser Zucker stammt aus der Nahrung und gelangt nach der Verdauung ins Blut. Insulin sorgt dafür, dass der Zucker in die Zellen aufgenommen und dort zur Energiegewinnung genutzt wird.

💡 Ohne Insulin würde der Zucker im Blut verbleiben und zu hohen Blutzuckerwerten führen, was langfristig schwere gesundheitliche Probleme verursachen kann.

Chemisch gesehen ist Insulin ein Eiweiß, also ein Peptid. Weil es sich aus vielen Aminosäuren zusammensetzt, nennt man es auch Polypeptid. Es besteht aus zwei Aminosäureketten, einer A-Kette und einer B-Kette. Die A-Kette besteht aus 21, die B-Kette aus 30 Aminosäuren. Diese Ketten sind durch Disulfidbrücken, das sind Verbindungen zwischen zwei Schwefelatomen, miteinander verbunden. Auf der schematisierten Abbildung des Makromoleküls ist die Aminosäurenabfolge des menschlichen Insulins zu sehen. Die drei Buchstaben stehen jeweils für eine bestimmte Aminosäure; „Cys“ zum Beispiel für Cystein, „Tyr“ zum Beispiel für Threonin.

Tierische Insuline unterscheiden sich in der Abfolge, allerdings nur geringfügig. Schweineinsulin zum Beispiel ist dem menschlichen sehr ähnlich. Lediglich an einer einzigen Stelle in der B-Kette, bei B30, enthält es die Aminosäure Alanin statt Threonin.