METOPROLOL ZOT STADA 50 mg Retardtabletten 100 St
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PZN
01663228
Darreichungsform
Retard-Tabletten
Marke
Hersteller
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Gebrauchsinformationen
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Die Dosierung sollte individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - festgelegt werden und darf ohne Anweisung des Arztes nicht geändert werden.
- Die empfohlene Dosis beträgt
- Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
- Die empfohlene Dosierung liegt bei 1-mal täglich 50 bis 200 mg Metoprololtartrat (entsprechend 1-mal täglich 1 bis 4 Tabletten).
- Erkrankungen der Herzkranzgefäße (chronische, stabile koronare Herzkrankheit)
- Die empfohlene Dosierung liegt bei 1-mal täglich 50 bis 200 mg Metoprololtartrat (entsprechend 1-mal täglich 1 bis 4 Tabletten).
- Langzeitbehandlung nach Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe)
- Das Arzneimittel wird eingesetzt bei Patienten, für die keine Gegenanzeigen für eine Behandlung mit Betarezeptorenblockern bestehen.
- Im Anschluss an die Behandlung der Akutphase des Herzinfarktes erfolgt die Erhaltungstherapie mit 1-mal täglich 100 bis 200 mg Metoprololtartrat (entsprechend 1-mal täglich 2 bis 4 Tabletten).
- Bei behandlungsbedürftigem Abfall von Herzfrequenz und/oder anderen Komplikationen wird der Arzt Metoprololtartrat sofort absetzen.
- Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Schlagzahl (supraventrikuläre und ventrikuläre tachykarde Arrhythmien)
- Die empfohlene Dosierung liegt bei 1-mal täglich 100 bis 200 mg Metoprololtartrat (entsprechend 1-mal täglich 2 bis 4 Tabletten).
- Vorbeugende Behandlung bei Migräne
- Die empfohlene Dosierung liegt bei 1-mal täglich 100 bis 200 mg Metoprololtartrat (entsprechend 1-mal täglich 2 bis 4 Tabletten).
- Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
- Für andere Dosierungen stehen Darreichungsformen mit geeignetem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Patienten unter Hämodialyse und ältere Patienten
- Bei eingeschränkter Nierenfunktion, bei Hämodialyse und bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- Bei eingeschränkter Leberfunktion sollte die Dosis wegen der stärkeren Wirkung von Metoprololtartrat individuell vermindert werden.
- Dauer der Anwendung
- Eine Unterbrechung oder Änderung der Dosierung darf nur auf ärztliche Anordnung erfolgen. Die Dauer der Behandlung bestimmt der behandelnde Arzt.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung einen Arzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann.
- Er wird sich bei der Behandlung einer Überdosierung am Krankheitsbild orientieren und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen.
- In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung kann es zu folgenden Beschwerden kommen:
- starker Blutdruckabfall,
- verminderte Herzschlagfolge (Bradykardie) bis hin zum Herzstillstand,
- Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz),
- kardiogener Schock.
- Zusätzlich können auftreten:
- Atembeschwerden,
- Verkrampfen der Atemmuskulatur (Bronchospasmus),
- Übelkeit und/oder Erbrechen,
- Bewusstseinsstörungen/Koma,
- bläuliche Verfärbung der Haut und der Schleimhaut aufgrund einer Unterversorgung des Blutes mit Sauerstoff (Zyanose),
- stark erniedrigter Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie),
- gelegentlich auch generalisierte Krampfanfälle und erhöhter Kaliumspiegel im Blut (Hyperkaliämie).
- Bei Überdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herzfrequenz und/oder des Blutdruckes muss die Behandlung mit Metoprololtartrat abgebrochen werden.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
- Fahren Sie in der Dosierung fort, wie sie vom Arzt verordnet wurde.
- Wenn Sie die Einnahme abbrechen
- Eine Unterbrechung oder vorzeitige Beendigung der Einnahme von Metoprololtartrat sollten Sie in jedem Falle mit Ihrem Arzt absprechen.
- Abruptes Absetzen kann zur Minderdurchblutung des Herzmuskels (Herzischämie) mit neuerlicher Verschlimmerung einer Angina pectoris oder zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Bluthochdruckes führen.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt und Apotheker.
Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit erblich bedingter Fructose-Unverträglichkeit nicht angewendet werden.
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen:
- bei instabiler und Insulin-abhängiger Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Möglicherweise wird Ihr Arzt die Blutzucker senkende Therapie anpassen.
- beim Tragen von Kontaktlinsen. Die Möglichkeit eines verminderten Tränenflusses muss berücksichtigt werden.
- bei Patienten mit Atembeschwerden durch verengte Atemwege (obstruktive Atemwegserkrankungen). Wenn dies auf Sie zutrifft, wird Ihnen Ihr Arzt Metoprololtartrat nur verschreiben, wenn zwingende Gründe für eine Behandlung vorliegen. Sofern die Behandlung zwingend erforderlich ist, wird Ihr Arzt Ihnen ggf. Zusatzmedikamente (so genannte ß2-Bronchodilatatoren) verschreiben.
- vor einer Operation mit Narkose (Allgemeinanästhesie). Der Anästhesist muss über die Behandlung mit Metoprololtartrat informiert werden. Wenn ein Absetzen von Metoprolol für erforderlich gehalten wird, sollte dieses möglichst 48 Stunden vor der Anästhesie abgeschlossen sein.
- bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Hyposensibilisierungstherapie; Vorsicht, überschießende anaphylaktische Reaktionen möglich). Bei diesen Patienten wird der Arzt besonders streng prüfen, ob eine Therapie mit Metoprololtartrat erforderlich ist.
- Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich
- bei geringgradigen Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (AV-Block I. Grad).
- bei zuckerkranken Patienten mit stark schwankenden Blutzuckerwerten oder bei längerem strengen Fasten und schwerer körperlicher Belastung (Zustände mit stark erniedrigtem Blutzucker möglich). Die Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers können bei Einnahme von Metoprololtartrat verschleiert werden, daher sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich (siehe Kategorie "Nebenwirkungen").
- bei Patienten mit einem Hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom). Eine vorherige ärztliche Behandlung mit einem Alpha-Rezeptoren-Blocker ist erforderlich.
- Das Arzneimittel kann die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d.h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen erhöhen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Durch eine plötzliche allergische Allgemeinreaktion (anaphylaktischer Schock) kann Metoprololtartrat eine bestehende Pulsverlangsamung (Bradykardie), Symptome peripherer arterieller Durchblutungsstörungen und einen Schock verstärken.
- Eine Unterbrechung oder Änderung der Behandlung darf nur auf ärztliche Anweisung erfolgen. Soll die Behandlung mit Metoprololtartrat nach längerer Anwendung unterbrochen oder abgesetzt werden, sollte dies grundsätzlich langsam ausschleichend erfolgen, da abruptes Absetzen zur Minderdurchblutung des Herzmuskels (Herzischämie) mit neuerlicher Verschlimmerung einer Angina pectoris oder zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Bluthochdrucks führen kann.
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Bei schweren Nierenfunktionsstörungen wurde in Einzelfällen über eine Verschlechterung der Nierenfunktion unter Therapie mit Beta-Rezeptoren-Blockern berichtet. Ihr Arzt wird daher während der Anwendung von Metoprololtartrat ggf. Ihre Nierenfunktion überwachen.
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich, da die Wirkung von Metoprololtartrat verstärkt sein kann. Ggf. wird Ihr Arzt die Dosis anpassen.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen:
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
- Dopingkontrollen
- Die Anwendung des Arzneimittels Metoprololtartrat kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Metoprololtartrat als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
- Metoprololtartrat und Insulin oder orale blutzuckersenkende Arzneimittel (Antidiabetika)
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprololtartrat und Insulin oder oralen Blutzucker senkenden Arzneimitteln kann deren Wirkung verstärkt oder verlängert werden. Warnzeichen einer verminderten Blutzuckerkonzentration (Hypoglykämie) - insbesondere Pulsbeschleunigung (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor) - sind verschleiert oder abgemildert. Daher sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich. Metoprololtartrat kann das Risiko einer schweren Hypoglykämie erhöhen, wenn es zusammen mit bestimmten Antidiabetika, sogenannten Sulfonylharnstoffen (z.B. Gliquidon, Gliclazid, Glibenclamid, Glipizid, Glimepirid oder Tolbutamid), angewendet wird.
- Metoprololtartrat und tricyclische Antidepressiva (gegen Depressionen), Barbiturate (z.B. bei Epilepsie), Phenothiazine (bei geistig-seelischen Erkrankungen), Nitroglycerol (bei Angina pectoris), Diuretika (harntreibende Arzneimittel) Vasodilatatoren (z.B. bei Bluthochdruck) oder andere blutdrucksenkende Arzneimittel
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprololtartrat und tricyclischen Antidepressiva, Barbituraten, Phenothiazinen und Nitroglycerin sowie Diuretika, Vasodilatatoren und anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln kann es zu einem verstärkten Blutdruckabfall kommen.
- Metoprololtartrat und Calcium-Antagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ (bei Herzerkrankungen oder Bluthochdruck) oder andere Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika wie Disopyramid)
- Metoprololtartrat kann die Herzkraft schwächen und die Reizleitung im Herzen beeinflussen. Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprololtartrat und Calcium-Antagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen wird Ihr Arzt Sie sorgfältig überwachen, da es zu verstärktem Blutdruckabfall, stark verminderter Herzfrequenz oder anderen Herzrhythmusstörungen kommen kann. Bitte fragen Sie Ihren Arzt, ob es sich bei den von Ihnen gleichzeitig eingenommenen Arzneimitteln um solche Arzneimittel handelt.
- Calcium-Antagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder andere Antiarrhythmika (wie Disopyramid) dürfen bei Patienten, die mit Metoprololtartrat behandelt werden, nicht intravenös gegeben werden (siehe Kategorie "Kontraindikation"; Ausnahme Intensivmedizin).
- Metoprololtartrat und Calcium-Antagonisten (bei Herzerkrankungen oder Bluthochdruck) vom Nifedipin-Typ
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprololtartrat und Calciumantagonisten vom Nifedipin-Typ kann es zu einer verstärkten Blutdrucksenkung und in Einzelfällen zur Ausbildung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) kommen. Bitte fragen Sie Ihren Arzt, ob es sich bei den von Ihnen gleichzeitig eingenommenen Arzneimitteln um solche Arzneimittel handelt.
- Metoprololtartrat und Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika)
- Bei gleichzeitiger Anwendung kann es zu einer verstärkten Herzkraft schwächenden Wirkung (kardiodepressiv) kommen.
- Metoprololtartrat und herzwirksame Glykoside (bei Herzmuskelschwäche) oder Arzneimittel wie Reserpin, alpha-Methyldopa, Guanfacin oder Clonidin (bei Bluthochdruck)
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprololtartrat und herzwirksamen Glykosiden sowie Wirkstoffen wie Reserpin, alpha-Methyldopa, Guanfacin oder Clonidin kann es zu einem stärkeren Absinken der Herzfrequenz bzw. zu einer Verzögerung der Erregungsleitung am Herzen kommen. Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit Clonidin darf Clonidin erst abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor die Verabreichung von Metoprolol beendet wurde. Anschließend kann Clonidin stufenweise abgesetzt werden.
- Metoprololtartrat und Monoaminoxidase(MAO)-Hemmer (z.B. bei Depressionen)
- Monoaminoxidase(MAO)-Hemmer sollten wegen einem möglichen überschießenden Blutdruckanstieg (Hypertension) nicht zusammen mit Metoprololtartrat eingenommen werden.
- Arzneimittel, die die periphere Durchblutung (in den Gliedmaßen) beeinflussen, wie z.B. Ergotamin
- Da Beta-Rezeptoren-Blocker die periphere Durchblutung beeinflussen können, sollten Arzneimittel mit ähnlichen Wirkungen, wie z.B. Ergotamin, gleichzeitig nur unter Vorsicht gegeben werden.
- Metoprololtartrat und Arzneimittel, die Enzyme in der Leber aktivieren, die am Abbau von Arzneimitteln im Körper beteiligt sind, wie z.B. Rifampicin (bei Tuberkulose)
- Diese Arzneimittel können die Konzentration von Metoprolol im Blut senken und die blutdrucksenkende Wirkung von Metoprololtartrat vermindern.
- Metoprololtartrat und Arzneimittel, die Enzyme in der Leber hemmen, die am Abbau von Metoprolol im Körper beteiligt sind
- Der Metoprolol-Plasmaspiegel kann sich durch die gleichzeitige Gabe von z.B. Antiarrhythmika (z.B. Amiodaron), Antihistaminika (z.B. Diphenhydramin), H2-Rezeptor-Antagonisten, Antidepressiva (z.B. Bupropion), Antipsychotika und COX2-lnhibitoren erhöhen.
- Metoprololtartrat und Cimetidin (bei Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich), Hydralazin (bei Bluthochdruck), Alkohol oder selektive Serotoninwiederaufnahme-Hemmstoffe (SSRIs; bei Depressionen), wie z.B. Paroxetin, Fluoxetin und Sertralin
- Die Wirkung von Metoprololtartrat kann durch den Wirkstoff Cimetidin verstärkt werden, da dies die Konzentration von Metoprolol im Blut erhöht. Hydralazin, Alkohol und selektive Serotoninwiederaufnahme-Hemmstoffe (SSRIs) können ebenfalls die Wirkung von Metoprololtartrat verstärken.
- Metoprololtartrat und Lidocain (zur Betäubung z.B. beim Zahnarzt)
- Die Ausscheidung von Lidocain aus dem Körper kann durch Metoprolol vermindert werden. Ihr Arzt wird eventuell eine Dosisanpassung vornehmen.
- Metoprololtartrat und Noradrenalin, Adrenalin oder andere sympathomimetisch wirksame Arzneimittel (z.B. enthalten in Hustenmitteln, Nasen- und Augentropfen)
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprololtartrat und Noradrenalin, Adrenalin oder anderen sympathomimetisch wirksamen Substanzen ist ein beträchtlicher Blutdruckanstieg möglich. Die gleichzeitige Gabe von Adrenalin und Beta-Rezeptoren-Blockern kann außerdem zu verlangsamter Herzschlagfolge (Bradykardie) führen.
- Metoprololtartrat und Narkotika (z.B. bei Operationen)
- Die gleichzeitige Anwendung von Metoprololtartrat und Narkotika kann eine verstärkte Blutdrucksenkung und eine verstärkte Herzkraft schwächende Wirkung zur Folge haben.
- Metoprololtartrat und Muskelrelaxanzien (zur Entspannung der Muskulatur beispielsweise bei Operationen, wie z.B. Suxamethonium, Tubocurarin)
- Die Wirkung der Muskelrelaxanzien kann durch Metoprolol verstärkt werden. Für den Fall, dass Metoprololtartrat vor Operationen mit Narkose oder vor der Anwendung peripherer Muskelrelaxanzien nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt über die Behandlung mit Metoprololtartrat informiert werden.
- Metoprololtartrat und Indometacin (z.B. bei rheumatischen Beschwerden) und andere Prostaglandinsynthese-Hemmer (Schmerz- und Rheumamittel)
- Indometacin und andere Prostaglandinsynthese-Hemmer können die blutdrucksenkende Wirkung von Metoprololtartrat vermindern.
- Metoprololtartrat und Adrenalin
- Unter Metoprololtartrat-Therapie kann es zu einer verminderten Ansprechbarkeit auf Adrenalin bei der Behandlung einer allergischen Reaktion kommen.
- Das Arzneimittel ist ein so genannter Beta-Rezeptoren-Blocker. Diese Arzneimittel werden beispielsweise zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen eingesetzt.
- Es wird angewendet
- zur Behandlung von Bluthochdruck (arterielle Hypertonie),
- zur Behandlung von Erkrankungen der Herzkranzgefäße (chronische, stabile koronare Herzkrankheit),
- zur Langzeitbehandlung nach Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe),
- zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Schlagzahl (supraventrikuläre und ventrikuläre tachykarde Arrhythmien),
- zur vorbeugenden Behandlung bei Migräne.
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- Sehr selten: Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder weißen Blutkörperchen im Blut (Leukopenie).
- Erkrankungen des Immunsystems
- Häufigkeit nicht bekannt: Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Allergenen (Allergie auslösende Stoffe) und erhöhte Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d.h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen.
- Häufigkeit nicht bekannt: Überschießende anaphylaktische Reaktionen bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Hyposensibilisierungstherapie; siehe Kategorie "Patientenhinweis").
- Endokrine Erkrankungen
- Häufigkeit nicht bekannt: Metoprolol kann die Symptome einer schweren Schilddrüsenüberfunktion (Thyreotoxikose) maskieren.
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- Gelegentlich: Gewichtszunahme.
- Selten: Eine bisher nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) kann erkennbar werden und eine bereits bestehende Zuckerkrankheit kann sich verschlechtern.
- Häufigkeit nicht bekannt: Unter der Therapie mit Metoprolol kann es zu Störungen im Fettstoffwechsel kommen.
- Häufigkeit nicht bekannt: Bei meist normalem Gesamtcholesterin wurden eine Verminderung des HDL-Cholesterins und eine Erhöhung der Triglyceride im Plasma beobachtet.
- Häufigkeit nicht bekannt: Nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung kann es bei gleichzeitiger Therapie mit Metoprolol zu Zuständen mit erniedrigtem Blutzucker (hypoglykämische Zustände) kommen.
- Häufigkeit nicht bekannt: Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers, insbesondere erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor), können verschleiert werden.
- Psychiatrische Erkrankungen
- Gelegentlich: Depressive Verstimmungszustände, Schlafstörungen bzw. Schläfrigkeit, Alpträume, verstärkte Traumaktivität, Verwirrtheit, Halluzinationen.
- Selten: Libidostörungen, Nervosität oder Ängstlichkeit.
- Sehr selten: Persönlichkeitsveränderungen (z.B. Gefühlsschwankungen, kurz dauernder Gedächtnisverlust).
- Erkrankungen des Nervensystems
- Sehr häufig: Zentralnervöse Störungen wie Müdigkeit (insbesondere zu Beginn der Behandlung).
- Häufig: Schwindelgefühl und Kopfschmerzen (insbesondere zu Beginn der Behandlung).
- Gelegentlich: Konzentrationsstörungen, Missempfindungen (Parästhesien).
- Selten: Anfallsartige, kurzdauernde Bewusstlosigkeit (Synkope).
- Sehr selten: Gedächtnisstörungen/Erinnerungsschwierigkeiten, Geschmacksstörungen.
- Augenerkrankungen
- Selten: Augenbindehautentzündung (Konjunktivitis) oder verminderter Tränenfluss (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten) sowie Sehstörungen und gereizte Augen.
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- Sehr selten: Hörstörungen oder Ohrgeräusche, Ohrensausen.
- Herzerkrankungen
- Häufig: Herzklopfen (Palpitationen), verminderte Herzfrequenz (Bradykardie).
- Gelegentlich: Störungen der Erregungsleitung von den Herzvorhöfen zu den Herzkammern (atrioventrikuläre Überleitungsstörungen) oder Verstärkung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) mit krankhaften Flüssigkeitsansammlungen (periphere Ödeme) und/oder Atemnot bei Belastung (Belastungsdyspnö) und Herzschmerzen.
- Selten: Leitungsstörungen des Herzens und Arrhythmien.
- Sehr selten: Bei Patienten mit bei Patienten mit anfallsweise auftretenden Schmerzen in der Herzgegend (Angina pectoris) ist eine Verstärkung der Anfälle nicht auszuschließen.
- Gefäßerkrankungen
- Häufig: Verstärkter Blutdruckabfall auch beim Übergang vom Liegen zum Stehen (orthostatische Hypotonie).
- Sehr selten: Verstärkter Blutdruckabfall mit Bewusstlosigkeit.
- Sehr selten: Verstärkung (bis zur Gangrän) bereits bestehender peripherer Durchblutungsstörungen.
- Häufigkeit nicht bekannt: Eine Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen, wie Patienten mit intermittierendem Hinken (Claudicatio intermittens) oder bei Patienten mit Gefäßkrämpfen im Bereich der Zehen und Finger (Raynaud-Syndrom) ist beobachtet worden.
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- Infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiderstandes kann es bei Patienten mit Neigung zu Verkrampfung der Atemmuskulatur (bronchospastische Reaktionen; insbesondere bei obstruktiven Atemwegserkrankungen)
- Häufig: zu Atemnot und
- Gelegentlich: zu einer Verengung der Atemwege kommen.
- Selten: Allergischer Schnupfen.
- Infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiderstandes kann es bei Patienten mit Neigung zu Verkrampfung der Atemmuskulatur (bronchospastische Reaktionen; insbesondere bei obstruktiven Atemwegserkrankungen)
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Häufig: Vorübergehende Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Bauch- /Leibschmerzen, Verstopfung, Durchfall).
- Selten: Mundtrockenheit.
- Leber- und Gallenerkrankungen
- Selten: Veränderte Leberwerte (Erhöhung der Transaminasen im Blut).
- Sehr selten: Hepatitis.
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
- Gelegentlich: Allergische Hautreaktionen (Rötung, Juckreiz, Hautausschläge), Lichtempfindlichkeit mit Auftreten von Hautausschlägen nach Lichteinwirkung (Photosensitivität) und Schwitzen.
- Selten: Haarausfall.
- Sehr selten: Eine Psoriasis (Schuppenflechte) kann ausgelöst werden oder sich verschlechtern, Schuppenflechte-ähnliche (psoriasiforme) Hautausschläge.
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- Gelegentlich: Muskelkrämpfe.
- Selten: Muskelschwäche.
- Sehr selten: Gelenkschmerzen, Erkrankung der Gelenke (Arthropathie) wobei ein oder mehrere Gelenke betroffen sein können (Mono- und Polyarthritis) bei Langzeittherapie.
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- Sehr selten: Verschlechterung der Nierenfunktion unter Therapie mit Beta-Rezeptoren-Blockern bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen (Ihr Arzt wird die Nierenfunktion während der Behandlung entsprechend überwachen).
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- Selten: Potenzstörungen sowie Induratio penis plastica (Peyronie-Krankheit; Verhärtung im Penis).
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- Häufig: Kältegefühl in den Gliedmaßen.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Schwangerschaft
- Das Arzneimittel darf in der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt angewendet werden, da bislang keine ausreichend gut dokumentierten Studien zu einer Anwendung an schwangeren Frauen existieren. Metoprolol passiert die Plazenta und reduziert die plazentare Durchblutung, wodurch das ungeborene Kind geschädigt werden kann und Früh- oder Fehlgeburten auftreten können. Beim ungeborenen Kind kann es zu einer verlangsamten Herzschlagfolge (Bradykardie), zum Blutdruckabfall (Hypotonie) und verminderten Blutzuckerspiegeln (Hypoglykämie) kommen.
- Metoprolol sollte 48 bis 72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin abgesetzt werden. Wenn dies nicht möglich ist, müssen die Neugeborenen für die Dauer von 48 bis 72 Stunden nach der Geburt sorgfältig überwacht werden.
- Stillzeit
- Das Arzneimittel soll während der Stillzeit nur bei strenger Indikationsstellung und nach Abwägung von Nutzen und möglichem Risiko angewendet werden. Metoprolol geht in die Muttermilch über. Obwohl nach therapeutischen Dosierungen nicht mit unerwünschten Wirkungen zu rechnen ist, sollten gestillte Säuglinge auf mögliche Arzneimittelwirkungen hin beobachtet werden.
- Die Tabletten werden 1-mal täglich, vorzugsweise morgens, eingenommen.
- Nehmen Sie die Tabletten bitte unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise 1 Glas Wasser) ein. Sie können die Tabletten unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen.
Aktiver Wirkstoff: Metoprolol tartrat (50 mg pro 1 Tablette) = Metoprolol (39,04 mg pro 1 Tablette)
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie allergisch gegen Metoprololtartrat, andere Beta-Rezeptoren-Blocker oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
- wenn Sie unter Schuppenflechte (Psoriasis) leiden,
- bei Schock,
- bei Herzinfarkt, wenn die Herzfrequenz kleiner als 45 Schläge pro Minute ist, Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (AV-Block II. oder III. Grad) vorliegen, ein Abschnitt im Elektrokardiogramm (das P-R-Intervall) länger als 240 ms ist, der systolische Blutdruck niedriger als 100 mmHg ist und eine mittlere bis schwere Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) vorliegt,
- bei Herzmuskelschwäche (manifeste Herzinsuffizienz),
- wenn Sie unter Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern leiden (AV-Block II. und III. Grad),
- bei einem Ruhepuls von unter 50 Schlägen pro Minute vor Behandlungsbeginn (Bradykardie),
- falls Sie unter Sinusknoten-Syndrom (Sick-Sinus-Syndrom) leiden,
- bei Erregungsleitungsstörungen zwischen Sinusknoten und Herzvorhof (sinuatrialer Block),
- wenn Sie unter stark erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie, systolisch kleiner als 90 mmHg) leiden,
- bei Übersäuerung des Blutes (Azidose),
- wenn Sie zu Bronchialverkrampfung (bronchiale Hyperreagibilität, z.B. bei Asthma bronchiale) neigen,
- bei schweren Durchblutungsstörungen in Armen und Beinen (Spätstadium peripherer Durchblutungsstörungen),
- bei gleichzeitiger Gabe von MAO-Hemmstoffen (z.B. zur Behandlung von Depressionen; Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe).
- Calcium-Antagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder andere Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika wie Disopyramid) dürfen bei Patienten, die mit Metoprololtartrat behandelt werden, nicht intravenös gegeben werden (Ausnahme Intensivmedizin). Bitte fragen Sie ggf. Ihren Arzt.
Produktinformationen
Dieses Arzneimittel ist verschreibungspflichtig. Um es zu erhalten, benötigen Sie ein ärztliches Rezept. Wie Sie dieses bei uns einlösen können, erfahren Sie auf Rezept einsenden.
1 Tabl.
| Metoprolol tartrat | 50 mg |
|---|---|
| Metoprolol | 39,04 mg |
1 Tabl.
| Cellulose, mikrokristalline | |
|---|---|
| Ethylcellulose | |
| Hyprolose | |
| Hypromellose | |
| Macrogol 6000 | |
| Magnesium stearat | |
| Siliciumdioxid, hochdisperses | |
| Talkum | |
| Triethylcitrat | |
| Zucker-Stärke-Pellets | |
| Saccharose | 6,23 mg |
| Maisstärke | |
| Titandioxid |








