Trospium
Steckbrief
- Wirkstoffname: Trospium
- Wirkstoff unter anderem enthalten in: Spasmed, Spasmex, Spasmolyt, Trospium
- Arzneimittelgruppe: Anticholinergika
- Anwendungsgebiete: wird zur Behandlung einer überaktiven Harnblase (Reizblase) eingesetzt
- Verfügbare Stärken: 5mg, 15mg, 20mg, 30mg, 45mg
- Verschreibungspflichtig


Das Wichtigste in Kürze
Wirkung
Der Wirkstoff Trospium gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten Anticholinergika.
Trospium wird zur Behandlung einer überaktiven Harnblase (Reizblase) eingesetzt. Typische Beschwerden sind häufiges Wasserlassen, häufiger und plötzlicher Harndrang sowie ungewollter Urinverlust (Dranginkontinenz).
Der Wirkstoff wirkt, indem er bestimmte Rezeptoren in der Blasenmuskulatur blockiert. Dadurch wird die unkontrollierte Aktivität des Blasenmuskels gehemmt. Die Blase kann mehr Urin speichern und der Harndrang tritt seltener und weniger plötzlich auf.
Die Wirkung setzt nicht sofort ein. Eine spürbare Verbesserung der Beschwerden tritt häufig nach einigen Tagen bis Wochen ein.
Anwendung
Trospium steht in Form von Filmtabletten oder Retardkapseln (mit verzögerter Wirkstofffreisetzung) zur Verfügung.
Die Einnahme erfolgt in der Regel ein- bis dreimal täglich, abhängig von der verordneten Darreichungsform. Falls Ihr Arzt für Sie eine spezielle Dosierung auf dem Rezept vermerkt hat, finden Sie diese auf einem Aufkleber auf der Verpackung.
Trospium sollte in der Regel nüchtern vor einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden, sofern Ihr Arzt nichts anderes verordnet hat.
Wird eine Einnahme vergessen, sollte keine doppelte Dosis eingenommen werden. Die Behandlung wird zum nächsten vorgesehenen Zeitpunkt fortgesetzt. Brechen Sie die Therapie nicht eigenständig ab, da sich die Beschwerden sonst wieder verstärken können.
Bitte beachten Sie bezüglich Dosierung und Anwendungsdauer die Absprachen mit Ihrem Arzt.
Zu beachten
Trospium ist im Allgemeinen gut verträglich, kann jedoch wie alle Medikamente Nebenwirkungen verursachen. Häufig treten Mundtrockenheit, Verstopfung oder Magen-Darm-Beschwerden auf. Auch Kopfschmerzen oder Sehstörungen können vorkommen.
Da der Wirkstoff das Sehvermögen beeinträchtigen kann, ist insbesondere zu Beginn der Therapie Vorsicht im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen geboten. Wenn sich die Beschwerden verschlechtern, neue Symptome auftreten oder Probleme beim Wasserlassen entstehen, sollte zeitnah ärztlicher Rat eingeholt werden.
Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.




















