Medikamenten- und Wirkstofflexikon

Thiazid-Diuretika

Thiazide sind Medikamente, die helfen, den Blutdruck zu senken, indem sie die Ausscheidung von Salz und Wasser über die Nieren erhöhen. Dadurch wird das Blutvolumen verringert, was den Druck in den Blutgefäßen senkt und das Herz entlastet. Zu den Thiazid-Diuretika gehören z.B. die Wirkstoffe Chlortalidon, Hydrochlorothiazid, Indapamid oder Xipamid.

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Das Wichtigste in Kürze

Wirkung

Diese Wirkstoffe gehören zur Arzneimittelgruppe der harntreibenden Arzneimittel (Diuretika). Sie steigern die Harnausscheidung und verringern dadurch die Salz- und Wassermenge im Körper. Das Herz wird durch das verminderte Volumen in den Blutgefäßen entlastet.

Auf Grund dieser Wirkungen werden diese Wirkstoffe zur Behandlung von u.a. Bluthochdruck, zur Ausschwemmung von Wassereinlagerungen im Körper (Ödeme) und bei Herzleistungsschwäche eingesetzt.

Die Wirkung setzt innerhalb kurzer Zeit nach Behandlungsbeginn ein und ist bei regelmäßiger Anwendung nach einigen Wochen in vollem Umfang erreicht.

Anwendung

Die Wirkstoffe werden meistens in Form von Tabletten angewendet. Die Dosierung und die Anwendungsdauer wird von Ihrem Arzt bestimmt. Die Medikamente werden üblicherweise morgens mit Wasser eingenommen, außer wenn mit dem Arzt anderes vereinbart wurde.

Sollten Sie eine Einnahme vergessen haben, dann setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorordneten Zeitpunkt ganz normal fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Bitte beachten Sie auch die Hinweise zur Einnahme aus der Packungsbeilage.

Zu beachten

Die Therapie mit diesen Wirkstoffen sollte nur nach Anweisung des Arztes geändert oder unterbrochen werden. Das Absetzen nach einer Langzeitbehandlung wird dabei in aller Regel nicht abrupt vorgenommen, sondern langsam und mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt beraten.

Bitte beachten Sie die Ratschläge Ihres Arztes zur Salz- und Flüssigkeitszufuhr. Außerdem sollte während der Behandlung mit diesen Medikamenten auf den Genuss von Süßholz und Süßholz-Zubereitungen (z.B. Lakritze) verzichtet werden. Es kann sonst sein, dass man verstärkt Nebenwirkungen verspürt.

Mögliche Nebenwirkungen können u.a. Müdigkeit, Störungen im Elektrolythaushalt, wie zum Beispiel Kaliummangel (bemerkbar durch Muskelschwäche, Magen-Darm-Beschwerden und gesteigertes Durstgefühl), erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut und Hautreaktionen sein. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt an.

Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.