Medikamenten- und Wirkstofflexikon

Sotalol

Steckbrief

  • Wirkstoffname: Sotalol
  • Wirkstoff unter anderem enthalten in: Sotalex, Sotahexal, Sotalol 1A Pharma,
  • Arzneimittelgruppe: nicht-selektiven Beta-Blocker oder genauer Beta-Rezeptoren-Blocker
  • Verfügbare Stärken: 40mg, 80mg, 160mg
  • Verfügbare Darreichungen: Tabletten
  • Verfügbare Packungsgrößen: 20, 50, 100 Stück Tabletten
  • Verschreibungspflichtig
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Das Wichtigste in Kürze

Wirkung

Sotalol gehört zur Arzneimittelgruppe der nicht-selektiven Beta-Blocker oder genauer Beta-Rezeptoren-Blocker und blockiert außerdem Kaliumkanäle am Herzen. Dadurch wird die Herzschlagfolge und die Stärke des Herzschlags normalisiert. Das Herz schlägt gleichmäßiger und wird vor Überlastung geschützt. Sotalol wird eingesetzt zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmikum).

Die Wirkung setzt innerhalb kurzer Zeit nach Behandlungsbeginn ein.

Anwendung

Sotalol wird in Form von Tabletten angewendet oder vom Arzt als Injektion oder Infusion verabreicht. Bitte beachten Sie bezüglich Dosierung und Anwendungsdauer die Absprache mit Ihrem Arzt. Die Tabletten werden unzerkaut vor den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser geschluckt. Sollten Sie eine Einnahme vergessen haben, dann setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorordneten Zeitpunkt ganz normal fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Zu beachten

Während der Behandlung mit Sotalol kann es zu einem vermindertem Tränenfluss kommen. Dadurch werden die Augen weniger befeuchtet und sie können sich trocken oder brennend anfühlen. Betroffene (u.a. Kontaktlinsenträger) können mit Tränenersatzmitteln die Augenoberfläche befeuchten und somit die Beschwerden lindern.

Sollten Sie sich schwach oder schwindlig fühlen, setzen oder legen Sie sich hin, bis die Beschwerden abgeklungen sind. Das Steuern eines Fahrzeuges und Bedienen von Maschinen soll währenddessen nicht erfolgen. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt an.

Die Therapie mit Sotalol sollte nur nach Anweisung des Arztes geändert oder unterbrochen werden. Das Absetzen soll nicht abrupt, sondern langsam und mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis erfolgen, da plötzliches Absetzen zu einer Verschlechterung des Krankheitsbildes führen kann.

Mögliche Nebenwirkungen sind: Magen-Darm-Beschwerden, Angstzustände, Stimmungsschwankungen, Schwindelgefühl, Hautausschlag. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt an.

Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.