Medikamenten- und Wirkstofflexikon

Rotigotin

Steckbrief

  • Wirkstoffname: Rotigotin
  • Wirkstoff unter anderem enthalten in: Neupro, Rotigotin neuraxpharm
  • Arzneimittelgruppe: Dopaminagonisten
  • Verfügbare Stärken: 1mg/24h, 2mg/24h, 3mg/24h, 4mg/24h, 6mg/24h, 8mg/24h
  • Verfügbare Darreichungen: transdermale Pflaster
  • Verfügbare Packungsgrößen: 7, 28, 31, 84 Stück Pflaster
  • Verschreibungspflichtig
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Das Wichtigste in Kürze

Wirkung

Bei der Parkinson-Krankheit (Morbus Parkinson) stellt das Gehirn zu wenig von dem Botenstoff Dopamin her. In Folge werden Nervenreize schlechter übertragen, was u.a. zu Bewegungsstörungen führt. Der Wirkstoff Rotigotin gehört zur Arzneimittelgruppe, die als Dopaminagonisten bezeichnet wird. Die Stimulation der Dopaminrezeptoren löst Nervenimpulse im Gehirn aus, die dabei helfen Körperbewegungen zu regulieren.

Auf Grund dieser Wirkungen wird dieser Wirkstoff zur Verbesserung der Beschwerden des Restless-Legs-Syndroms und der Parkinson-Krankheit eingesetzt.

Die Wirkung setzt innerhalb kurzer Zeit nach Behandlungsbeginn ein. Es kann einige Wochen dauern, bis diese in vollem Umfang erreicht ist.

Anwendung

Der Wirkstoff wird in Form von Pflastern angewendet. Die Dosierung und die Anwendungsdauer werden von Ihrem Arzt bestimmt. Das Pflaster darf nicht zerschnitten werden.

Um Hautreaktionen zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Hautstelle an der das Pflaster angebracht wird, täglich zu wechseln. Innerhalb von 2 Wochen sollte dieselbe Stelle nicht wieder verwendet werden.

Sollten Sie das Wechseln des Pflasters oder das Anbringen eines neuen Pflasters vergessen haben, dann holen Sie dies nach, sobald es Ihnen auffällt. Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Bitte beachten Sie die Hinweise zur Anwendung aus der Packungsbeilage.

Zu beachten

Die Therapie mit diesem Wirkstoff sollte nur nach Anweisung des Arztes geändert oder unterbrochen werden. Das Absetzen nach einer Langzeitbehandlung wird dabei in aller Regel nicht abrupt vorgenommen, sondern langsam und mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt beraten.

Mögliche Nebenwirkungen können u.a. Schwindel, Schläfrigkeit und Übelkeit sein. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt an, auch wenn Verhaltensauffälligkeiten oder Wahrnehmungsstörungen auftreten sollten.

Das Steuern eines Fahrzeuges und Bedienen von Maschinen soll bei Auftreten von Schläfrigkeit und Einschlafereignissen nicht erfolgen.

Es wird empfohlen, regelmäßig oder bei Auftreten von Sehstörungen, die Augen von einem Facharzt kontrollieren zu lassen.

Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.