Ranolazin
Steckbrief
- Wirkstoffname: Ranolazin
- Wirkstoff unter anderem enthalten in: Ranexa, Ranolazin AL, Ranolazin Zentiva
- Arzneimittelgruppe: Antianginosa
- Anwendungsgebiete: wird zur Behandlung von stabiler Angina pectoris eingesetzt
- Verfügbare Stärken: 375 mg, 500 mg, 750 mg
- Verschreibungspflichtig


Das Wichtigste in Kürze
Wirkung
Der Wirkstoff Ranolazin gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten Antianginosa, genauer zu den nicht nitrathaltigen Antianginosa.
Ranolazin wird zur Behandlung von stabiler Angina pectoris eingesetzt, also bei Brustschmerzen oder Beschwerden an anderen Stellen des Oberkörpers zwischen Hals und Oberbauch, die durch eine reduzierte Durchblutung des Herzmuskels entstehen. Es wirkt anders als viele andere Herzmedikamente, da es bestimmte Natrium- und Calciumströme in den Herzmuskelzellen hemmt. Dadurch wird eine Überladung der Zellen mit Natrium und Kalzium vermindert, was das Herz entlastet und Beschwerden lindert.
Die Wirkung tritt schrittweise ein. Viele Patienten bemerken nach einigen Tagen bis Wochen eine deutliche Verbesserung ihrer Belastbarkeit und eine Verringerung der Brustschmerzen.
Anwendung
Ranolazin steht als Retardtabletten (Tabletten mit verzögerter Wirkstofffreisetzung) zur Verfügung. Es wird häufig zusätzlich zu anderen Herzmedikamenten eingesetzt, zum Beispiel zu Betablockern, Nitraten oder Calciumantagonisten.
Die Einnahme erfolgt in der Regel zweimal täglich, jeweils zur gleichen Zeit. Die Tabletten werden im Ganzen geschluckt und nicht zerkaut oder geteilt, damit die verzögerte Wirkstoffabgabe erhalten bleibt.
Bitte vermeiden Sie während der Therapie den Genuss von Grapefruits oder grapefruitähnlichen Früchten (z. B. Pomelo) und entsprechenden Zubereitungen, da diese die Wirkung und Nebenwirkungen von Ranolazin verstärken können.
Wird eine Einnahme vergessen, sollte keinesfalls eine doppelte Dosis eingenommen werden. Die Behandlung wird zum nächsten planmäßigen Zeitpunkt fortgesetzt.
Brechen Sie die Therapie nicht ohne Rücksprache ab, da dies zu einer Zunahme der Beschwerden führen kann.
Bitte beachten Sie bezüglich Dosierung und Anwendungsdauer die Absprachen mit Ihrem Arzt.
Zu beachten
Ranolazin ist im Allgemeinen gut verträglich, kann aber wie jedes Medikament Nebenwirkungen haben. Häufig können zum Beispiel Schwindel, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten.
Wenn sich die Beschwerden verschlechtern, neue Symptome auftreten oder sich die Brustschmerzen verändern, sollte zeitnah ärztlicher Rat eingeholt werden.
Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.




















