Medikamenten- und Wirkstofflexikon

Quetiapin

Steckbrief

  • Wirkstoffname: Quetiapin
  • Wirkstoff unter anderem enthalten in: Seroquel, Quetiapin-1A Pharma, Quetiapin Hexal, Quetiapin Puren
  • Arzneimittelgruppe: atypisches Antipsychotikum
  • Anwendungsgebiete: bei Erkrankungen wie Schizophrenie sowie manischen und depressiven Episoden
  • Verfügbare Stärken u.a.: 25mg, 100mg, 200mg, 400mg
  • Verschreibungspflichtig
Bild mit Kapseln und Tabletten

Das Wichtigste in Kürze

Wirkung

Der Wirkstoff Quetiapin gehört zu den sogenannten atypischen Antipsychotika. Er wirkt, indem er bestimmte Rezeptoren im Gehirn blockiert, die normalerweise von den Botenstoffen Dopamin und Serotonin genutzt werden. Dadurch hilft er, Symptome wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen und extreme Stimmungsschwankungen zu lindern. Auf Grund dieser Wirkung wird Quetiapin unter anderem zur Behandlung bei Erkrankungen wie Schizophrenie sowie manischen und depressiven Episoden angewendet.

Die therapeutische Wirkung entwickelt sich in der Regel innerhalb von einigen Tagen bis Wochen.

Anwendung

Der Wirkstoff wird meistens in Form von Tabletten oder Retardtabletten angewendet. Die Retardtabletten sollten üblicherweise ca. eine Stunde vor einer Mahlzeit angewendet werden. Bitte beachten Sie bezüglich Dosierung und Anwendungsdauer die Absprache mit Ihrem Arzt.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Bitte beachten Sie auch die Hinweise zur Einnahme aus der Packungsbeilage.

Zu beachten

Die Therapie mit diesem Wirkstoff sollte nur in Absprache mit dem Arzt geändert oder unterbrochen werden. Plötzliches Absetzen sollte vermieden werden, da sonst verstärkt Absetzreaktionen auftreten können.

Mögliche Nebenwirkungen können u.a. verstärkter Appetit, Gewichtszunahmen, Schläfrigkeit, trockener Mund und Kopfschmerzen sein. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt an.

Das Steuern eines Fahrzeuges und Bedienen von Maschinen soll bei Auftreten von Schläfrigkeit und verminderte Konzentrationsfähigkeit nicht erfolgen. Meist treten diese Nebenwirkungen innerhalb der ersten beiden Behandlungswochen auf und bessern sich im Allgemeinen bei der weiteren Anwendung.

Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.