Protonenpumpen-Hemmer (PPI)
Protonenpumpen-Hemmer (PPI) sind Medikamente, die die Produktion von Magensäure reduzieren. Sie werden häufig zur Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, Entzündungen der Speiseröhre und der Refluxkrankheit eingesetzt.


Das Wichtigste in Kürze
Wirkung
Die Wirkstoffe Esomeprazol, Lansoprazol, Omeprazol, Pantoprazol und Rabeprazol gehören zur Arzneimittelgruppe der sogenannten Protonenpumpen-Hemmer. Die Protonenpumpe im Magen ist an der Bildung der Magensäure beteiligt. Wird diese gehemmt, dann produziert der Magen weniger Säure.
Auf Grund dieser Wirkung werden diese Wirkstoffe u.a. zur Behandlung der Reflux-Krankheit – gekennzeichnet durch u.a. Sodbrennen, Aufstoßen, Schmerzen hinter dem Brustbein – und bei Geschwüren (Ulcera) eingesetzt. Außerdem kommen sie als Magenschutz bei gleichzeitiger Anwendung von möglicherweise magenreizenden Arzneimitteln zur Anwendung.
Die Wirkung setzt innerhalb kurzer Zeit nach Behandlungsbeginn ein. Es kann einige Tage dauern, bis diese in vollem Umfang erreicht ist.
Anwendung
Die Wirkstoffe werden meistens in Form von Tabletten oder Kapseln angewendet. Die Dosierung und die Anwendungsdauer werden von Ihrem Arzt bestimmt. Bitte halten Sie sich an die Absprachen mit Ihrem Arzt.
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Bitte beachten Sie die Hinweise zur Einnahme aus der Packungsbeilage.
Zu beachten
Die Therapie mit diesen Wirkstoffen sollte nur nach Anweisung des Arztes geändert oder unterbrochen werden. In regelmäßigen Abständen sollte überprüft werden, ob die Behandlung weiterhin notwendig ist. Ein plötzliches Absetzen nach längerfristiger Anwendung ist zu vermeiden, da die Beschwerden sonst durch eine vermehrte Säurebildung wieder auftreten können (Rebound-Phänomen). Stattdessen sollte die Dosis langsam reduziert werden.
Einige der Wirkstoffe sind in gewissen Grenzen rezeptfrei erhältlich, sollten allerdings bei Anwendung ohne ärztlichen Rat nur kurzzeitig angewendet werden.
Vor der Anwendung sollte geprüft werden, ob Sie andere Arzneistoffe einnehmen, die säureabhängig in den Körper aufgenommen werden, da diese in ihrer Wirksamkeit beeinflusst werden könnten.
Mögliche Nebenwirkungen können u.a. Magen-Darm-Beschwerden sein. In der Langzeitanwendung besteht die Möglichkeit, dass Vitamin B12 vermindert in den Körper aufgenommen wird. Außerdem sind Magnesiummangelzustände beschrieben worden. Auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D und Calcium ist zu achten, um Knochenbrüchen vorzubeugen. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt an.
Bitte achten Sie auch auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Vermeiden Sie zu fettes oder zu scharfes Essen, welches die Magenschleimhaut reizen kann. Alkohol, Kaffee und koffein-haltige Getränke, kohlensäurehaltige Getränke, Zitrusfrüchte und das Rauchen von Zigaretten können ebenfalls die Magenschleimhaut reizen oder die Produktion von Magensäure steigern.
Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.









