Medikamenten- und Wirkstofflexikon

Peginterferon beta-1a

Steckbrief

  • Wirkstoffname: Peginterferon beta-1a
  • Wirkstoff unter anderem enthalten in: Plegridy
  • Arzneimittelgruppe: immunmodulierende Arzneimittel
  • Verfügbare Stärken: 63 µg/94 µ, 125µg,
  • Verfügbare Darreichungen: Fertigspritzen, Fertigpen
  • Verfügbare Packungsgrößen: 2, 6 Stück (Fertigspritzen, Fertigpen)
  • Verschreibungspflichtig
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Das Wichtigste in Kürze

Wirkung

Der Wirkstoff Peginterferon beta-1a gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten immunmodulierenden Arzneimittel und wird zur Behandlung der schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose (RRMS) eingesetzt. Peginterferon beta-1a wirkt regulierend auf das Immunsystem und beeinflusst die Funktion von Entzündungszellen, so dass diese weniger aktiv gegen körpereigenes Gewebe vorgehen. Dadurch kann die Häufigkeit von Schüben verringert und das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt werden.

Anwendung

Der Wirkstoff Peginterferon beta-1a wird alle 2 Wochen als Injektion in einem Muskel (intramuskulär) oder unter die Haut (subkutan) verabreicht.

Die Injektionen im Muskel werden in den Oberschenkel gegeben. Die Injektionen unter die Haut können in verschiedene Körperstellen wie Unterbauch, Arm oder Oberschenkel verabreicht werden. Es ist wichtig, die Injektionsstellen regelmäßig zu wechseln, um Reizungen oder Schmerzen an der Injektionsstelle zu vermeiden.

Bitte beachten Sie bezüglich Dosierung und Anwendungsdauer die Absprachen mit Ihrem Arzt.

Zu beachten

Mögliche Nebenwirkungen können zum Beispiel Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Hautreaktionen an der Injektionsstelle und grippeähnliche Beschwerden sein. Sprechen Sie Ihren Arzt an, wenn Beschwerden auftreten. Sollten depressive Beschwerden auftreten, wenden Sie sich unmittelbar an Ihren behandelnden Arzt.

Wenn eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, brechen Sie die Anwendung des Arzneimittels sofort ab und benachrichtigen Sie unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf:

• Hautausschlag (Nesselausschlag) • Schwellungen der Lippen, des Gesichts, des Rachens oder der Zunge • plötzliche Atemnot • Juckreiz am ganzen Körper • Schwächegefühl, Mattigkeit

Es ist wichtig, regelmäßig ärztliche Kontrollen durchzuführen und dem Arzt neu auftretende oder sich verschlechternde Beschwerden zu berichten.

Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.