Medikamenten- und Wirkstofflexikon

Ofatumumab

Steckbrief

  • Wirkstoffname: Ofatumumab
  • Wirkstoff unter anderem enthalten in: Kesimpta
  • Arzneimittelgruppe: monoklonalen Antikörper
  • Verfügbare Stärken: 20mg
  • Verfügbare Darreichungen: Injektionslösung im Fertigpen
  • Verfügbare Packungsgrößen: 1x0,4ml, 3x0,4ml
  • Verschreibungspflichtig
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Das Wichtigste in Kürze

Wirkung

Der Wirkstoff Ofatumumab wird zur Behandlung der schubförmig verlaufenden Multiplen Sklerose (RMS) eingesetzt wird. Er gehört zur Arzneimittelgruppe der monoklonalen Antikörper. Ofatumumab wirkt auf das Immunsystem und vermindert dadurch die bei einer MS auf das Nervensystem wirkenden Entzündungsprozesse. Es reduziert die Häufigkeit von Schüben, lindert die Symptome und verlangsamt das Fortschreiten der Erkrankung.

Anwendung

Der Wirkstoff Ofatumumab wird als Injektion unter die Haut (subkutan) verabreicht. In der Regel werden die ersten 3 Wochen 20mg einmal wöchentlich gespritzt. Nach diesen ersten 3 Injektionen erfolgt in der nächsten Woche keine Injektion. Ab der darauf folgenden Woche wird einmal monatlich gespritzt. Bitte beachten Sie bezüglich Dosierung und Anwendungsdauer die Absprachen mit Ihrem Arzt.

Die Injektionen können in verschiedene Körperstellen wie Bauch, Vorderseite der Oberschenkel oder Außenseiten der Oberarme (diese nur bei Gabe durch eine andere Person) gegeben werden. Es ist wichtig, die Injektionsstellen regelmäßig zu wechseln, um Reizungen oder Schmerzen an der Injektionsstelle zu vermeiden.

Die erste Injektion sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, so kann die Selbstverabreichung geschult werden und mögliche Reaktionen können überwacht werden.

Zu beachten

Mögliche Nebenwirkungen können zum Beispiel Infektionen der oberen Atemwege, Harnwegsinfektionen und Reaktionen an der Injektionsstelle sein. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt an, auch wenn Beschwerden auftreten, die auf eine Infektion hinweisen.

Schildern Sie Ihrem Arzt neu auftretende oder sich verschlechternde Beschwerden und nehmen Sie regelmäßige ärztliche Kontrollen wahr. So kann der Gesundheitszustand überwacht und mögliche Nebenwirkungen frühzeitig erkannt werden.

Patienten unter immunsuppressiver Behandlung haben eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen. Besprechen Sie gegebenenfalls notwendige Impfungen mit Ihrem Arzt.

Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.