Medikamenten- und Wirkstofflexikon

Mesalazin

Steckbrief

  • Wirkstoffname: Mesalazin
  • Wirkstoff unter anderem enthalten in: Claversal, Asacol, Mezavant, Pentasa, Salofalk
  • Arzneimittelgruppe: 5 Aminosalicylate
  • Anwendungsgebiete: Verminderung von Entzündungsreaktionen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
  • Verfügbare Stärken: z.B. 500mg, 1000mg (Zäpfchen); 1,5g, 3g (Retardgranulat)
  • Verschreibungspflichtig
Bild mit Kapseln und Tabletten

Das Wichtigste in Kürze

Wirkung

Mesalazin ist ein Wirkstoff, der direkt im Darm wirkt und dort Entzündungen hemmt. Der Wirkstoff gehört zu den sogenannten 5 Aminosalicylaten. Diese Stoffe helfen dabei, bestimmte entzündungsfördernde Botenstoffe im Körper zu verringern. Dadurch werden die typischen Entzündungsreaktionen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen vermindert. Ziel der Behandlung ist es, akute Beschwerden zu lindern und Rückfällen langfristig vorzubeugen.

Mesalazin wirkt nach einigen Tagen bis Wochen. Eine regelmäßige Anwendung ist wichtig und trägt zum Therapieerfolg bei.

Anwendung

Mesalazin steht in unterschiedlichen Darreichungsformen zur Verfügung z.B. Tabletten oder Granulat mit verzögerter Freisetzung sowie Zäpfchen, Rektalschaum oder Klysmen. Die Auswahl richtet sich danach, welcher Abschnitt des Darms betroffen ist.

Die Einnahme oder lokale Anwendung erfolgt je nach Präparat einmal oder mehrmals täglich. Wird eine Anwendung vergessen, wird die Behandlung zum nächsten regulären Zeitpunkt fortgesetzt. Es sollte keinesfalls die doppelte Menge eingenommen oder angewendet werden.

Je nach Form wird es unterschiedlich angewendet. Damit das Medikament optimal wirken kann, ist es wichtig, die Anwendungshinweise der Packungsbeilage zu beachten.

Halten Sie sich bezüglich Dosierung und Anwendungsdauer an die Absprache mit Ihrem Arzt.

Zu beachten

Mesalazin wird in der Regel gut vertragen, dennoch kann es in seltenen Fällen zu Unverträglichkeiten oder Nebenwirkungen kommen, etwa zu neuen Bauchschmerzen, Hautreaktionen oder grippeähnlichen Beschwerden. Bei längerfristiger Therapie sind ärztliche Kontrolluntersuchungen, insbesondere zur Überprüfung der Nierenfunktion, sinnvoll.

Die Behandlung sollte nicht eigenmächtig abgebrochen oder verändert werden, da dies den Therapieerfolg gefährden kann. Bei einer Verschlechterung der Symptome oder neu auftretenden Beschwerden sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.

Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.