Medikamenten- und Wirkstofflexikon

Medroxypro-gesteron als Depot-Spritze

Steckbrief

  • Wirkstoffname: Medroxyprogesteron acetat
  • Wirkstoff unter anderem enthalten in: Depo-Clinovir, Saxana
  • Arzneimittelgruppe: Gestagen
  • Verfügbare Stärken: 150 mg, 104 mg
  • Verfügbare Darreichungen: Durchstechflaschen, Fertigspritzen
  • Verfügbare Packungsgrößen: 1, 6 Stück
  • Verschreibungspflichtig
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Das Wichtigste in Kürze

Wirkung

Nach der Injektion der Depot-Spritze (Drei-Monats-Spritze) wird das weibliche Geschlechtshormon Medroxyprogesteron (ein Gestagen) langsam an den Körper abgegeben. Die empfängnisverhütenden Wirkungen beruhen hauptsächlich darauf, dass der monatliche Eisprung (Ovulation) verhindert wird. Außerdem wird der Schleim im Gebärmutterhals verfestigt, so dass er für Spermien undurchlässiger wird.

Die schwangerschaftsverhütende Wirkung einer Spritze beträgt 12-13 Wochen.

Je nachdem zu welchem Zeitpunkt die Hormonspritze verabreicht wird, schützt sie sofort oder erst nach einiger Zeit vor einer Schwangerschaft. Details können Sie der Packungsbeilage entnehmen.

Anwendung

Das Arzneimittel wird in Form einer Injektion angewendet. Diese wird von einer medizinischen Fachkraft gespritzt.

Für einen sicheren Empfängnisschutz müssen die nachfolgenden Injektionen in einem Abstand von 12-13 Wochen erfolgen. Sollte der Zeitpunkt nicht eingehalten werden können, muss eine zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahme (z.B. Kondome) eingesetzt werden und eine Schwangerschaft sollte vor der nächsten Injektion ausgeschlossen werden.

Zu beachten

Gewisse Laborparameter (Hormonspiegel- und Leberfunktionstests) können eventuell durch die Behandlung mit Medroxyprogesteron beeinflusst werden.

Mögliche Nebenwirkungen können u.a. Kopfschmerzen, Nervosität, Bauchschmerzen, Zyklusstörungen (unregelmäßig, verstärkt, vermindert, ganz ausbleibend) und Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme sein. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt an, auch wenn Sie Stimmungsschwankungen bemerken oder Beschwerden wie Sehstörungen, Hörverlust oder Ohrensausen, Geruchsverlust, sich mit der Zeit verschlimmernde Kopfschmerzen, Gedächtnisverlust, Krampfanfälle oder Schwäche der Extremitäten auftreten.

Die Verhütungsspritze schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Der Wirkstoff Medroxyprogesteron hat eine lang anhaltende empfängnisverhütende Wirkung. Nach Absetzen des Präparates kann der Wiedereintritt des regelmäßigen Eisprungs stark verzögert sein und unter Umständen mehr als ein Jahr betragen.

Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.