Medikamenten- und Wirkstofflexikon

Linaclotid

Steckbrief

  • Wirkstoffname: Linaclotid
  • Wirkstoff unter anderem enthalten in: Constella
  • Arzneimittelgruppe: Guanylatcyclase-C-Rezeptor-Agonisten
  • Anwendungsgebiete: zur Behandlung des Reizdarmsyndroms mit Verstopfung
  • Verfügbare Stärken u.a.: 290 Mikrogramm
  • Verschreibungspflichtig
Bild mit Kapseln und Tabletten

Das Wichtigste in Kürze

Wirkung

Der Wirkstoff Linaclotid gehört zur Gruppe der sogenannten Guanylatcyclase-C-Rezeptor-Agonisten und wird zur Behandlung des Reizdarmsyndroms mit Verstopfung eingesetzt.

Dieser Wirkstoff wirkt lokal im Darm, indem er bestimmte Proteine (Guanylatcyclase-C) auf der Darmschleimhaut aktiviert. Dies hilft, Schmerzen und Blähbeschwerden zu verringern und eine normale Darmfunktion wiederherzustellen. Der Körper leitet mehr Flüssigkeit in den Darm, wodurch der Stuhl weicher und somit auch der Stuhlgang erleichtert wird.

In der Regel setzt die Wirkung innerhalb der ersten Woche nach Behandlungsbeginn ein.

Anwendung

Die empfohlene Dosis beträgt eine Kapsel (d.h. 290 Mikrogramm Linaclotid) täglich. Die Kapsel sollte mindestens 30 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen werden. Bitte halten Sie sich an die Absprachen mit Ihrem Arzt.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben. Wenden Sie einfach die nächste Dosis zum geplanten Zeitpunkt an.

Bitte beachten Sie in jedem Fall die Anwendungshinweise aus der Packungsbeilage.

Zu beachten

Mögliche Nebenwirkungen können z.B. Durchfall, Magen- oder Bauchschmerzen und Schwindel sein. Sollte es zu anhaltendem oder starkem Durchfall kommen, setzen Sie das Medikament vorübergehend ab und sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.

Sollte nach vier Wochen Behandlung keine spürbare Besserung der Beschwerden festgestellt werden, wird eine erneute ärztliche Untersuchung empfohlen. Ziel ist es dann, den bisherigen Therapieverlauf zu überprüfen und gegebenenfalls die Behandlung anzupassen.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (z. B. Wasser oder ungesüßter Tee) unterstützt die Wirkung und hilft, den Stuhl weich zu halten. Ebenfalls kann die regelmäßige körperliche Aktivität (z. B. Spaziergänge, leichtes Training) die Darmbewegung fördern und Beschwerden lindern, wenn medizinisch nichts dagegen spricht.

Für die Verlaufskontrolle und für das nächste Arztgespräch ist es empfehlenswert, ein „Tagebuch“ zu führen. Hier können z.B. Beschwerden, Mahlzeiten, Getränke, Stress & Stimmung, Stuhlgang (z.B. Häufigkeit, Konsistenz) und Fragen notiert werden. Ein Tagebuch liefert wichtige Informationen und hilft bei der Therapieplanung.

Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.