Lasmiditan
Steckbrief
- Wirkstoffname: Lasmiditan
- Wirkstoff unter anderem enthalten in: Rayvow
- Arzneimittelgruppe: der sogenannten Ditane
- Anwendungsgebiete: Akutbehandlung der Kopfschmerzphase von Migräne-Attacken mit oder ohne Aura bei Erwachsenen
- Verfügbare Stärken: 50mg, 100mg
- Verschreibungspflichtig


Das Wichtigste in Kürze
Wirkung
Lasmiditan ist ein Medikament zur Akutbehandlung der Kopfschmerzphase von Migräne-Attacken mit oder ohne Aura bei Erwachsenen.
Es gehört zur Wirkstoffgruppe der sogenannten Ditane und wirkt gezielt auf bestimmte Rezeptoren im Gehirn (5-HT1F-Rezeptoren), die an der Schmerzverarbeitung beteiligt sind.
Der Wirkstoff kann Schmerzen und andere Migränebeschwerden verringern oder beenden. Die schmerzlindernde Wirkung kann bereits 30 Minuten nach der Einnahme spürbar sein.
Anwendung
Die Filmtablette sollte möglichst früh nach Beginn der Kopfschmerzphase einer Migräne-Attacke mit ausreichend Wasser eingenommen werden.
Wenn nach der ersten Tablette keine Schmerzfreiheit erreicht wurde, dann sollte keine zweite Tablette für dieselbe Attacke eingenommen werden, weil dies wahrscheinlich keine Wirkung hat.
Sollte die Migräne nach einer ersten Anwendung mit 50 oder 100 mg vollständig abgeklungen sein und dann wieder auftreten, dann kann eine zweite Tablette derselben Stärke (also 50 oder 100 mg) eingenommen werden, aber nicht früher als 2 Stunden nach der ersten Einnahme.
Innerhalb von 24 Stunden dürfen nicht mehr als 200 mg eingenommen werden.
Die Dosierung bestimmt Ihr behandelnder Arzt. Bitte halten Sie sich an die Absprachen mit Ihrem Arzt.
Zu beachten
Als Nebenwirkungen können u.a. Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Kribbeln, Taubheitsgefühl auftreten.
Nach der Einnahme darf für mindestens 8 Stunden keine Aktivität stattfinden, die eine erhöhte Aufmerksamkeit erfordert. Dies kann z.B. das Führen von Fahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen sein.
Zur Vorbeugung von häufigen Migräneattacken stehen andere Arzneimittel zur Verfügung. Sollten Sie bemerken, Lasmiditan über mehrere Tage oder Wochen hinweg regelmäßig zu benötigen, wenden Sie sich unbedingt an Ihren Arzt, da eine zu häufige Anwendung dazu führen kann, dass sich tägliche Kopfschmerzen entwickeln. Der Grund: Der Körper reagiert empfindlich auf die ständige Medikamentenzufuhr, wodurch die Mittel selbst Kopfschmerzen auslösen können.
Tipp: Ein Kopfschmerztagebuch hilft, den Überblick über Häufigkeit, Dauer und Medikamenteneinnahme zu behalten und unterstützt die ärztliche Diagnose und Behandlung.
Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.









