Interferon beta-1a
Steckbrief
- Wirkstoffname: Interferon beta-1a
- Wirkstoff unter anderem enthalten in: Avonex, Rebif
- Arzneimittelgruppe: immunmodulierende Arzneimittel
- Verfügbare Stärken: z.B. 30 µg/0,5 ml, 44µg/0,5ml
- Verfügbare Darreichungen: Fertigspritzen
- Verfügbare Packungsgrößen: 4, 12, 36 Stück Fertigspritzen
- Verschreibungspflichtig


Das Wichtigste in Kürze
Wirkung
Der Wirkstoff Interferon beta-1a gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten immunmodulierenden Arzneimittel und wird zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) eingesetzt. Interferon beta-1a wirkt regulierend auf das Immunsystem und beeinflusst die Funktion von Entzündungszellen, so dass diese weniger aktiv gegen körpereigenes Gewebe vorgehen. Dadurch kann die Häufigkeit von Schüben verringert und das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt werden.
Dieser Wirkstoff wird auch bei Patienten eingesetzt, bei denen ein hohes Risiko für die Entwicklung einer Multiplen Sklerose besteht.
Anwendung
Der Wirkstoff Interferon beta-1a wird als Injektion in einem Muskel (intramuskulär) oder unter die Haut (subkutan) verabreicht. Bitte beachten Sie hier die Anweisungen in der Packungsbeilage.
Die Injektionen im Muskel werden in den Oberschenkel gegeben. Die Injektionen unter die Haut können in verschiedene Körperstellen wie Unterbauch oder Oberschenkel verabreicht werden. Es ist wichtig, die Injektionsstellen regelmäßig zu wechseln, um Reizungen oder Schmerzen an der Injektionsstelle zu vermeiden.
Bitte beachten Sie bezüglich Dosierung und Anwendungsdauer die Absprachen mit Ihrem Arzt.
Zu beachten
Mögliche Nebenwirkungen können zum Beispiel Kopfschmerzen, Hautreaktionen an der Injektionsstelle und grippeähnliche Beschwerden (z.B. Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gelenkschmerzen, Müdigkeit) sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Sollten depressive Beschwerden auftreten, wenden Sie sich unmittelbar an Ihren behandelnden Arzt.
Wenn eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, brechen Sie die Anwendung des Arzneimittels sofort ab und benachrichtigen Sie unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf:
- Hautausschlag (Nesselausschlag)
- Schwellungen der Lippen, des Gesichts, des Rachens oder der Zunge
- plötzliche Atemnot
- Juckreiz am ganzen Körper
- Schwächegefühl, Mattigkeit
Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind wichtig. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über neu auftretende oder sich verschlechternde Beschwerden.
Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.














