Medikamenten- und Wirkstofflexikon

Ezetimib und Bempedoinsäure

Steckbrief

  • Wirkstoffname: Bempedoinsäure und Ezetimib
  • Wirkstoff unter anderem enthalten in: Nustendi
  • Arzneimittelgruppe: Lipidsenker
  • Anwendungsgebiete: Senkung des Cholesterinspiegels
  • Verfügbare Stärken: 180 mg/10 mg
  • Verschreibungspflichtig
Bild mit Kapseln und Tabletten

Das Wichtigste in Kürze

Wirkung

Die Wirkstoffkombination aus Bempedoinsäure und Ezetimib gehört zur Arzneimittelgruppe der Lipidsenker und wird zur Behandlung erhöhter Cholesterinwerte eingesetzt. Sie wird bei Patienten angewendet, bei denen der LDL-Cholesterinspiegel („schlechtes“ Cholesterin) gesenkt werden soll, insbesondere wenn Statine nicht ausreichen oder nicht vertragen werden.

Die beiden Wirkstoffe ergänzen sich in ihrer Wirkung: Bempedoinsäure hemmt ein Enzym in der Leber, das an der körpereigenen Cholesterinproduktion beteiligt ist. Dadurch wird weniger Cholesterin gebildet. Ezetimib vermindert zusätzlich die Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung im Darm. Durch diese doppelte Wirkweise wird der LDL-Cholesterinspiegel effektiv gesenkt, was langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall reduzieren kann.

Anwendung

Die Kombination aus Bempedoinsäure und Ezetimib steht in Form von Filmtabletten zur Verfügung. Die Einnahme erfolgt in der Regel einmal täglich, möglichst zur gleichen Tageszeit, mit ausreichend Flüssigkeit. Falls Ihr Arzt für Sie eine spezielle Dosierung auf dem Rezept vermerkt hat, finden Sie diese auf einem Aufkleber auf der Verpackung. Wird die Einnahme an einem Tag vergessen, sollte am nächsten Tag nicht die doppelte Dosis eingenommen werden.

Bitte beachten Sie bezüglich Dosierung und Anwendungsdauer die Absprachen mit Ihrem Arzt.

Zu beachten

Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem erhöhte Harnsäurewerte, Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden oder leichte Muskelschmerzen. Regelmäßige Blutkontrollen können erforderlich sein, um Leberwerte und Cholesterinspiegel zu überwachen.

Wenn ungewöhnliche Beschwerden wie starke Muskelbeschwerden, Anzeichen von Leberproblemen wie Gelbfärbung von Haut oder Augen, allergische Reaktionen, starke Bauchschmerzen mit Übelkeit oder Erbrechen sowie ungewöhnliche Blutergüsse auftreten, sollte zeitnah ein ärztlicher Rat eingeholt werden.

Die Behandlung ersetzt keine gesunde Lebensweise. Eine angepasste Ernährung, regelmäßige Bewegung und der Verzicht auf Rauchen tragen wesentlich zum Therapieerfolg bei.

Das Arzneimittel darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da es das ungeborene Kind schädigen kann, und muss bei Kinderwunsch sowie ab Feststellung einer Schwangerschaft umgehend abgesetzt werden. Frauen im gebärfähigen Alter müssen daher vor Behandlungsbeginn eine wirksame Verhütungsmethode vereinbaren und diese während der gesamten Einnahmedauer zuverlässig anwenden.

Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.