Epinephrin (Nasenspray)
Steckbrief
- Wirkstoffname: Epinephrin (Nasenspray)
- Wirkstoff unter anderem enthalten in: Eurneffy
- Arzneimittelgruppe: Sympathomimetikum
- Anwendungsgebiete: zur Notfallbehandlung einer schweren allergischen Reaktion
- Verfügbare Stärken: 2 mg
- Verschreibungspflichtig


Das Wichtigste in Kürze
Wirkung
Der Wirkstoff Epinephrin gehört zur Arzneimittelgruppe der so genannten Sympathomimetika. Er hat eine positive Wirkung auf das Funktionieren des Herzens und der Lunge und verhindert die Freisetzung verschiedener Substanzen, die im Zusammenhang mit dem Auslösen einer Allergie stehen.
Anwendung
Aufgrund dieser Wirkungen wird Epinephrin zur Notfallbehandlung einer schweren allergischen Reaktion angewendet. Eine solche schwere allergische Reaktion wird auch Anaphylaxie (anaphylaktischer Schock) genannt und kann nach Insektenstichen oder -bissen, nach dem Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln oder als Reaktion auf bestimmte Medikamente auftreten.
Jedes Einzeldosisbehältnis des Nasensprays enthält nur eine Dosis des Wirkstoffes.
Nicht vorab am Kolben ziehen oder drücken. Das Nasenspray wird direkt genutzt, ohne es vorher zu testen oder einen Vorab-Sprühstoß abzugeben!
Das Nasenspray wird so gehalten, dass der Daumen auf der Unterseite des Kolbens und je ein Finger auf beiden Seiten der Düse sitzt. Die Düse wird gerade in ein Nasenloch eingeführt, bis die Finger die Nase berühren. Der Kolben wird fest nach oben gedrückt, bis er einrastet und der Wirkstoff in das Nasenloch gesprüht wird. Die Düse wird nicht auf die Innen- oder Außenwände der Nase gerichtet.
Wenn nach etwa 10 Minuten keine Besserung eingetreten ist oder wenn nach der Behandlung eine Verschlechterung eintritt oder die Symptome erneut auftreten, soll ein zweites Nasenspray im selben Nasenloch angewendet werden. Nach Anwendung des Notfall-Nasensprays ist immer eine medizinische Betreuung erforderlich.
Bitte beachten Sie unbedingt die Anwendungshinweise in der Packungsbeilage.
Zu beachten
Nach der Anwendung des Notfall-Medikaments sollte immer die Notrufnummer 112 gewählt und unter Nennung des Stichworts „Anaphylaxie“ oder „allergischer Schock“ nach einem Notarzt/ Rettungswagen gefragt werden. Dies soll auch dann erfolgen, wenn anscheinend eine Verbesserung eingetreten ist.
Die schwere allergische Reaktion kann innerhalb von wenigen Sekunden bis Minuten nach dem Kontakt mit der Substanz, die diese auslöst, auftreten.
Achten Sie auf typische Alarmzeichen: Kribbeln oder Missempfindungen, Hitzegefühl auf und unter der Zunge und im Rachen und besonders in den Handtellern und Fußsohlen.
Andere Symptome sind:
- Juckreiz, Hautrötung, Nesselsucht
- Schwellung der Lippen, Augenlider und der Mund- Rachenschleimhaut
- Engegefühl in der Brust, Atembeklemmung
- Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen
- Hitzewallungen, Schweißausbrüche
- Schwächegefühl, Schwindelgefühl, Benommenheit
- Unfreiwilliger Abgang von Harn und Stuhl
- Todesangst
- Bewusstlosigkeit
Bitte machen Sie sich mit der Anwendung des Nasensprays vertraut, indem Sie die Packungsbeilage lesen und sich die Hinweise auf der Verpackung selbst anschauen. Klären Sie auch nahestehende Personen (z.B. Partner, Eltern, Pflegepersonal, Lehrer) über den korrekten Gebrauch des Notfall-Medikaments auf. Sicherheitshalber sollten immer zwei Nasensprays mitgeführt werden.
Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.









