Medikamenten- und Wirkstofflexikon

Bornaprin

Steckbrief

  • Wirkstoffname: Bornaprin
  • Wirkstoff unter anderem enthalten in: Sormodren
  • Arzneimittelgruppe: Anticholinergika
  • Verfügbare Stärken: 4mg
  • Verfügbare Darreichungen: Tabletten
  • Verfügbare Packungsgrößen: 30, 60, 100, 200 Stück Tabletten
  • Verschreibungspflichtig
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Das Wichtigste in Kürze

Wirkung

Bei der Parkinson-Krankheit (Morbus Parkinson) stellt das Gehirn zu wenig von dem Botenstoff Dopamin her, was zu einem Überangebot eines anderen Botenstoffes namens Acetylcholin führt. In Folge werden Nervenreize schlechter übertragen, was u.a. zu Bewegungsstörungen führt. Der Wirkstoff Bornaprin gehört zur Arzneimittelgruppe der Anticholinergika. Er unterdrückt die Wirkung des Botenstoffes Acetylcholin. Dadurch werden die Parkinson-Symptome verringert.

Auf Grund dieser Wirkungen wird dieser Wirkstoff u.a. zur Behandlung von Parkinsonsyndromen eingesetzt. Er ist auch gegen eine übermäßige Schweißproduktion wirksam.

Die Wirkung setzt innerhalb kurzer Zeit nach Behandlungsbeginn ein. Es kann einige Wochen dauern, bis diese in vollem Umfang erreicht ist.

Anwendung

Der Wirkstoff wird üblicherweise in Form von Tabletten angewendet. Die Dosierung und die Anwendungsdauer werden von Ihrem Arzt bestimmt.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Bitte beachten Sie auch die Hinweise zur Einnahme aus der Packungsbeilage.

Zu beachten

Die Therapie mit diesem Wirkstoff sollte nur nach Anweisung des Arztes geändert oder unterbrochen werden. Das Absetzen nach einer Langzeitbehandlung wird dabei in aller Regel nicht abrupt vorgenommen, sondern langsam und mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt beraten.

Mögliche Nebenwirkungen können u.a. Schwindel, Schläfrigkeit und Übelkeit sein. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt an.

Sollten Sie unter der Therapie mit Bornaprin unter Mundtrockenheit leiden, dann empfiehlt sich das häufige Trinken kleiner Flüssigkeitsmengen oder das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi.

Es wird empfohlen, den Augeninnendruck regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Während der Therapie sollten Alkohol und alkoholhaltige Getränke vermieden werden. Schon geringe Alkoholmengen können die Wirkung des Wirkstoffes unvorhersehbar verstärken oder verändern.

Das Steuern eines Fahrzeuges und Bedienen von Maschinen soll bei Auftreten von Schläfrigkeit und Einschlafereignissen nicht erfolgen.

Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.