Betamethason zur Anwendung auf der Haut
Steckbrief
- Wirkstoffname: Betamethason
- Wirkstoff unter anderem enthalten in: Betagalen, Betnesol, Soderm
- Arzneimittelgruppe: Glukokortikoid
- Anwendungsgebiete: bei entzündlichen Hauterkrankungen
- Verfügbare Stärken: z.B. 0,1%, 1,22 mg/g (je nach Darreichungsform)
- Verschreibungspflichtig


Das Wichtigste in Kürze
Wirkung
Der Wirkstoff Betamethason gehört zu den stark wirksamen kortisonartigen Substanzen und wird in Arzneimitteln eingesetzt, um Entzündungen der Haut zu lindern. Es wirkt, indem es die Bildung entzündungsfördernder Stoffe im Körper hemmt und dadurch Rötungen, Bläschen, Schuppung und Juckreiz reduziert. So beruhigt sich die Haut deutlich spürbar bei entzündlichen Hauterkrankungen.
Die Wirkung setzt normalerweise innerhalb weniger Tage ein.
Anwendung
Betamethason ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, darunter Creme, Salbe, Lotion, Schaum sowie Lösungen für die Kopfhaut.
Je nach Formulierung wird das Präparat ein- bis zweimal täglich dünn auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und leicht einmassiert.
Wichtig ist, nur so viel zu verwenden, wie vom Arzt empfohlen wurde.
Da das Medikament stark wirksam ist, ist die Behandlungsdauer meist auf wenige Wochen begrenzt. An empfindlichen Bereichen, etwa im Gesicht, in Hautfalten oder im Genitalbereich sollte Betamethason nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden.
Bitte beachten Sie bezüglich Dosierung und Anwendungsdauer die Absprachen mit Ihrem Arzt.
Zu beachten
Betamethason darf nicht auf verletzte Haut, offene Wunden oder infizierte Hautstellen (z. B. durch Bakterien, Pilze oder Viren) aufgetragen werden. Auch bei Rosazea, Akne oder Entzündungen auf der Haut rund um den Mund ist der Wirkstoff nicht geeignet.
Sollten sich die Hautbeschwerden während der Behandlung verschlimmern oder neue Symptome auftreten, sollte die Anwendung beendet und der Arzt kontaktiert werden. Bei längerer oder großflächiger Anwendung kann Betamethason die Haut ausdünnen, daher ist eine kontrollierte und zeitlich begrenzte Anwendung besonders wichtig.
Sollten Sehstörungen, wie z. B. verschwommenes Sehen auftreten, sollte der Arzt kontaktiert werden.
Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.




















