Atenolol
Steckbrief
- Wirkstoffname: Atenolol
- Wirkstoff unter anderem enthalten in: Atenolol AL, Atenolol Heumann, Atenolol AbZ, Tenormin
- Arzneimittelgruppe: selektiven Beta-Blocker oder genauer Beta-Rezeptorenblocker
- Anwendungsgebiete: Bluthochdruck, bestimmten Formen von Herzrhythmusstörungen und Herzkrankheiten
- Verfügbare Stärken: 25mg, 50mg, 100mg
- Verschreibungspflichtig


Das Wichtigste in Kürze
Wirkung
Atenolol gehört zur Arzneimittelgruppe der selektiven Beta-Blocker oder genauer Beta-Rezeptorenblocker. Der Wirkstoff blockiert gezielt sogenannte Beta-1-Rezeptoren im Herzen. Diese Rezeptoren werden normalerweise durch Stresshormone wie Adrenalin aktiviert. Dadurch:
- schlägt das Herz langsamer (Puls sinkt),
- schlägt das Herz weniger kräftig,
- werden Signale reguliert, die das Herz zum Schlagen bringen,
- wird das Herz entlastet, weil es weniger Sauerstoff braucht,
- sinkt der Blutdruck.
Das hilft besonders bei Bluthochdruck, bestimmten Formen von Herzrhythmusstörungen, und Herzkrankheiten, bei denen das Herz geschont werden muss.
Die Wirkung setzt innerhalb von 3-4 Stunden ein und ist bei regelmäßiger täglicher Anwendung nach einigen Tagen bis Wochen in vollem Umfang erreicht.
Anwendung
In der Regel wird dieser Wirkstoff in Form von Tabletten angewendet.
Bitte beachten Sie bezüglich Dosierung und Anwendungsdauer die Absprache mit Ihrem Arzt. Bitte beachten Sie die in der Packungsbeilage genannten Einnahmehinweise. Sollte eine Dosis vergessen worden sein, dann sollten Sie auf keinen Fall die doppelte Dosis einnehmen.
Zu beachten
Atenolol kann insbesondere zu Beginn der Behandlung Müdigkeit und Schwindelgefühl auslösen, was die Reaktionsfähigkeit reduzieren kann. Die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen kann dadurch eingeschränkt werden. Alkohol kann diese Beschwerden noch verstärken.
Durch plötzliches Absetzen eines Beta-Blockers können Probleme oder Beschwerden wie z.B. starker Blutdrucksanstieg und beschleunigter Puls auftreten. Wenn eine Behandlung mit Beta-Blockern beendet werden soll, sollte dies deswegen langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, erfolgen. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt beraten.
Während der Behandlung mit Atenolol kann es zu einem verminderten Tränenfluss kommen. Dadurch werden die Augen weniger befeuchtet und sie können sich trocken oder brennend anfühlen. Betroffene (u.a. Kontaktlinsenträger) können mit Tränenersatzmitteln die Augenoberfläche befeuchten und somit die Beschwerden lindern.
Sollten Sie während der Behandlung eine Veränderung Ihres Wohlbefindens oder ungewöhnliche Symptome bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Weitere Informationen zu Ihrem Medikament entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.











