Grippe Symptome – und was wirklich hilft
Fieber, Halsschmerzen, Abgeschlagenheit: Wir erklären, wie sich die Grippe von einer Erkältung unterscheiden lässt, was die genauen Symptome sind, wie man ihr vorbeugen kann und was wirklich dagegen hilft.


Das Wichtigste in Kürze
- Eine Grippe ist eine hochansteckende Virusinfektion durch Influenzaviren, die sich deutlich von einer Erkältung unterscheidet
- Grippe Symptome sind vielfältig, typische Symptome sind z.B. hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Lichtsensibilität, bei Kindern auch Ohrenschmerzen oder Krupphusten
- Hausmittel wie z.B. warme Tees oder Hühnersuppe sowie Medikamente gegen Fieber, Schmerzen oder Hustenlöser können helfen. Auch Ruhe & eine vitaminreiche Ernährung sind wichtig.
- Bei hohem Fieber über mehrere Tage, Atemnot oder starken Schmerzen und Verwirrtheit ist ein Arztbesuch notwendig. Auch Risikopersonen sollten ärztlichen Rat einholen.
Was ist eine Grippe?
Unter der Grippe – auch Influenza genannt – versteht man eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die durch Viren ausgelöst wird. Obwohl die Begriffe "Grippe" und "Erkältung" oft synonym verwendet werden, handelt es sich nicht um dasselbe Krankheitsbild: Eine Grippe verläuft wesentlich schwerer als eine einfache Erkältung und kann unter anderem hohes Fieber und Schüttelfrost auslösen, während auch spätere Komplikationen möglich sind.
Was ist der Unterschied zwischen einer Grippe und einer Erkältung und was sind typische Grippe Symptome?
Am Morgen fühlt man sich noch fit – wenige Stunden später liegt man mit Fieber und Schüttelfrost im Bett und ist richtig krank: Ein solcher plötzlicher Beginn ist typisch für eine Grippe. Eine Erkältung – auch grippaler Infekt genannt – entwickelt sich dagegen langsamer und verläuft meist harmlos.
Das sind die typischen Grippe Symptome
Eine Grippe beginnt plötzlich und mit hohem Fieber von mindestens 38,5 Grad, welches meist länger als drei Tage anhält. Dies ist oft mit einem starken Krankheitsgefühl, Übelkeit, Erbrechten und Schüttelfrost verbunden. Die meisten Patienten sind erst nach über zwei Wochen wieder fit.
Anhand folgender Symptome lässt sich in vielen Fällen bestimmen, ob eine Grippe vorliegt:
- Hohes Fieber ab 38,5 Grad (Spezialartikel: Fieber)
- Starkes Krankheitsgefühl
- Schüttelfrost (Spezialartikel: Schüttelfrost)
- Starke Müdigkeit
- Übelkeit/Erbrechen
- Durchfall (Spezialartikel: Durchfall)
- Kopfschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Muskel- und Gliederschmerzen im ganzen Körper (Spezialartikel: Gliederschmerzen)
- trockener Reizhusten
- Schnupfen / Nase verstopft
- Halsschmerzen (Spezialartikel: Halsschmerzen)
- Lichtsensibilität
- Bindehautentzündung (Spezialartikel: Bindehautentzündung)
- Rachenentzündung
Bei Kindern können als Grippe Symptome zusätzlich Ohrenschmerzen oder eine Mittelohrentzündung auftreten und vor allem Kleinkinder sind häufig von Krupphusten betroffen.
Bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt beginnen die Beschwerden schleichend und sorgen oft nur für eine kurzfristige erhöhte Körpertemperatur, Man fühlt sich meist müde und schlapp, aber selten schwer krank. Es treten weder Schüttelfrost noch Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit auf. Und nach wenigen Tagen fühlt man sich in der Regel bereits deutlich besser.
Das sind atypische Grippe Symptome
Bei Kindern können Grippesymptome statt der „klassischen“ hohen Fieberattacken mit starkem Krankheitsgefühl auch vor allem Magen-Darm-Beschwerden zeigen, während ältere Menschen die Erkrankung häufig ohne Fieber, dafür mit plötzlicher Verwirrtheit und ausgeprägter Schwäche durchmachen. Beide Altersgruppen haben dadurch ein erhöhtes Risiko für übersehene oder verspätet erkannte Influenza mit schwereren Verläufen.
- Atypische Grippesymptome bei Kindern: Bei Säuglingen und Kleinkindern verläuft eine Influenza oft atypisch, das heißt hohes Fieber bis über 40 Grad und das ausgeprägte Krankheitsgefühl fehlen nicht selten oder stehen nicht im Vordergrund. Stattdessen reagieren Kinder neben Husten und Atemnot häufig mit Übelkeit, Durchfall und Erbrechen sowie allgemeinen Bauchbeschwerden, weil ihr Immunsystem im Bauchraum besonders aktiv ist.
- Atypische Grippesymptome bei älteren Menschen Bei älteren Menschen beginnt die Grippe häufig nicht plötzlich mit hohem Fieber, sondern eher schleichend; ein relevanter Teil bleibt sogar ganz ohne Fieber, was die Erkrankung leicht verharmlosen lässt. Typische Hinweise können daher eher eine neue, ausgeprägte allgemeine Schwäche und akute Verwirrtheit oder deliriumartige Zustände sein, bei denen Aufmerksamkeit, Orientierung und Gedächtnis gestört sind.
Durch den geringen Durchmesser der Atemwege kann die Infektion bei Kindern stärker auf die Lunge schlagen, sodass Mittelohrentzündungen und eine Beteiligung der Lunge (z.B. Pneumonie) bei einem erheblichen Teil der pädiatrischen Patienten zur Diagnose dazugehören. Kinder unter fünf Jahren gelten deshalb als Hochrisikogruppe für influenzaassoziierte Komplikationen, obwohl die Symptome zunächst „nur“ wie Magen-Darm- oder banale Atemwegsinfekte wirken können.
Hintergrund ist die altersbedingte Abschwächung des Immunsystems (Immunseneszenz) und nachlassende Kompensationsmechanismen, wodurch klassische Entzündungszeichen wie Fieber geringer ausfallen, die Krankheitslast und Hospitalisierungsrate aber höher sind. Zusätzlich steigen während einer Influenza bei älteren Menschen das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall, weil die entzündliche Stressreaktion Plaquerupturen in vorgeschädigten Gefäßen begünstigen kann.













