Windpocken verstehen: Ansteckung, Symptome und Vorsorge
Sie verbreiten sich schnell wie der Wind und hinterlassen juckende Pusteln auf der Haut: Windpocken galten früher als unvermeidlicher Teil der Kindheit. Heute erkranken dank der Impfung immer weniger Kinder und Erwachsene daran. Wir erklären Ihnen, wie Sie Windpocken erkennen, einer Infektion vorbeugen und sich im Fall der Fälle schnell wieder erholen können!


Hier gelangen Sie direkt zum gewünschten Thema:
- Was sind Windpocken? Eine Definition
- Wie bekommt man Windpocken? Ursachen & Ansteckung
- Windpocken erkennen: Symptome & typischer Verlauf
- Windpocken: Wann drohen Komplikationen?
- Schutz vor Windpocken: Alles zur Impfung
- Hilfe bei Windpocken: Behandlung & Tipps
Was sind Windpocken?
Windpocken, oder auch Varizellen, sind eine durch Viren hervorgerufene Infektionskrankheit. Sie betrifft hauptsächlich Kinder, kann aber auch bei Erwachsenen vorkommen. Überträger ist das Varizella-Zoster-Virus.
Die hochansteckende Infektion zeigt sich durch einen typischen Ausschlag. Er besteht aus kleinen, juckenden Bläschen, die meist innerhalb von 5 bis 7 Tagen abheilen.1 Wenn Sie einmal Windpocken hatten, bleibt das Virus im Körper. Es schlummert im Nervensystem und kann Jahrzehnte später als Gürtelrose (Herpes zoster) wieder ausbrechen.
Ursachen und Übertragung von Windpocken
Wissen Sie, woher der Name „Windpocken“ stammt? Er beschreibt die ansteckende Natur des Virus, denn die Übertragung erfolgt über die Luft. Dort verteilt es sich über kleine Tröpfchen – wie vom Wind verweht –, wenn eine erkrankte Person hustet oder niest. Aber auch der direkte Kontakt mit den Bläschen kann eine Windpocken-Infektion auslösen.
Ansteckend sind Betroffene oft schon 1 bis 2 Tage vor dem Ausschlag und so lange, bis alle Bläschen verkrustet sind. Nach einer Infektion mit Windpocken dauert es in der Regel 14 bis 16 Tage, bis sich die ersten Symptome zeigen.1
Windpocken: 3 wichtige Fragen und Antworten zu Symptomen und Verlauf
Windpocken verbreiten sich leicht – besonders in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen. Meist verlaufen sie mild, dennoch ist es wichtig, die Symptome frühzeitig zu erkennen. So können Sie im Fall der Fälle schnell reagieren und die Übertragung von Windpocken vermeiden.
1. Was sind die ersten Symptome von Windpocken?
Die ersten Anzeichen einer Varizellen-Infektion ähneln oft einer Erkältung und sind deshalb schnell zu übersehen. Hierzu zählen:
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allgemeines Unwohlsein
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leichtes Fieber
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Müdigkeit
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verminderter Appetit
Das Fieber dauert 3 bis 5 Tage an und übersteigt in der Regel selten 39 Grad.1 Kleine Patienten wirken häufig weinerlich und schlapp.
2. Wie sehen Windpocken aus?
1 bis 2 Tage nach den ersten Beschwerden macht sich das deutlichste Zeichen bemerkbar: der für Windpocken typische Hautausschlag. Er beginnt mit kleinen roten Flecken, die sich innerhalb weniger Stunden in juckende, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen verwandeln.1
Besonders charakteristisch: Die Pusteln erscheinen schubweise. Neue entstehen, während ältere bereits zu Krusten abheilen. Manchmal trägt dieses Bild auch die Bezeichnung „Sternenhimmel“, da alle Stadien des Ausschlags gleichzeitig zu sehen sind.
3. Wie verläuft der Heilungsprozess bei Windpocken?
Die Bläschen trocknen normalerweise innerhalb von 3 bis 5 Tagen aus. Die entstehenden Krusten fallen nach einigen Tagen von selbst ab, wobei sie in den meisten Fällen keine bleibenden Narben hinterlassen. Insgesamt dauert der Ausschlag bei Windpocken in der Regel etwa 5 bis 7 Tage.1
So erkennen Sie mögliche Komplikationen bei Windpocken
Bei Kindern verlaufen Windpocken in der Regel mild und ohne größere Probleme. Für Erwachsene und Schwangere besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für Komplikationen, wie Lungenentzündungen oder Schäden für das ungeborene Kind.
Windpocken-Folgen für Erwachsene
Bei Erwachsenen können durch Windpocken folgende Probleme auftreten:1
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Schwere Symptome: Erwachsene haben oft intensivere Beschwerden, einschließlich Fieber und starkem Juckreiz.
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Lungenentzündung: Eine der häufigsten Folgen von Windpocken bei Erwachsenen ist eine virale Lungenentzündung.
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Gehirnentzündung (Enzephalitis): In seltenen Fällen ruft das Virus eine Entzündung des Gehirns hervor, die neurologische Probleme mit sich bringt.
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Bakterielle Infektionen: In den offenen Bläschen können Bakterien zu Entzündungen führen.
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Reaktivierung: Nach einer Windpocken-Infektion bleibt das Virus im Körper. Es kann später als Gürtelrose (Herpes Zoster) wieder aktiv werden. Die Wahrscheinlichkeit steigt mit zunehmendem Alter, weil die Abwehrkraft des Immunsystems nachlässt.
Windpocken bei Schwangeren
Eine Windpocken-Infektion ist bei Schwangeren mit folgenden Gefahren verbunden:1
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Gesundheitsrisiko für das ungeborene Kind: Eine Windpocken-Infektion im 1. und 2. Schwangerschaftsdrittel kann schwere Folgen für das Baby haben und zu Fehlbildungen führen.
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Lungenentzündung: Auch schwangere Frauen sind anfällig für eine virale Lungenentzündung, die in dieser Lebensphase besonders gefährlich sein kann.
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Gefahr für Neugeborene: Besonders gefährdet sind Neugeborene, die zwischen dem 5. und 10. Lebenstag an Windpocken erkranken.
Schwangere ohne Impfschutz oder Immunität sollten nach Kontakt mit Windpocken umgehend ärztlichen Rat einholen! Eine Impfung kann in diesem Fall zwar nicht mehr erfolgen, allerdings ist innerhalb von 4 Tagen nach dem Kontakt eine Behandlung mit speziellen Antikörpern möglich.1 Diese passive Immunisierung kann Windpocken verhindern oder zumindest abmildern. Auch Neugeborene, deren Mutter rund um die Geburt an Varizellen erkrankt, profitieren von dieser Schutzmaßnahme gegen schwere Krankheitsverläufe.
Was ist der Unterschied zwischen Windpocken und Gürtelrose?2
Das Varizella-Zoster-Virus verursacht sowohl Windpocken als auch Gürtelrose.
Wenn Sie dem Virus zum ersten Mal begegnen, etwa durch Kontakt mit einer erkrankten Person, können Sie Windpocken bekommen. Das Virus bleibt nach der Erkrankung jedoch in Ihrem Körper, genauer gesagt, in den Nervenzellen.
Viele Jahre später, meist wenn das Immunsystem geschwächt ist, kann das Virus wieder aktiv werden. Dieses Mal verursacht es keine Windpocken, sondern Gürtelrose, weil es entlang der Nervenbahnen ausbricht und dort die typischen Bläschen und Schmerzen hervorruft.







