Der gefährliche rote Strich

Lymphangitis

Man hat eine kleine Schnittwunde am Finger oder einen Insektenstich am Bein, und plötzlich zieht sich ein schmaler, roter Streifen über die Haut in Richtung Körpermitte. Im Volksmund heißt es sofort: „Das ist eine Blutvergiftung! Wenn der Strich das Herz erreicht, ist es vorbei!“

Die gute Nachricht vorweg: Diese alte Weisheit ist medizinisch gesehen ein Mythos. Dennoch ist der rote Strich ein deutliches Warnsignal Ihres Körpers. Hier erfahren Sie, was hinter der Lymphangitis steckt und wie sie sich von einer lebensbedrohlichen Sepsis (der echten Blutvergiftung) unterscheidet.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Kein Mythos, aber Entwarnung: Ein roter Strich ist meist eine Lymphangitis und keine sofort tödliche Blutvergiftung.
  • Frühzeitige Behandlung: Eine Lymphangitis muss antibiotisch behandelt werden, um eine Sepsis zu verhindern.
  • Sepsis-Gefahr erkennen: Bei hohem Fieber, Schüttelfrost oder Verwirrtheit ist sofort der Notruf (112) zu wählen.
  • Hygiene schützt: Kleine Wunden sollten immer desinfiziert werden, um Bakterien den Eintritt in die Lymphbahnen zu verwehren.