Ursachen, Symptome, Behandlung

Hämorrhoiden? Hat doch jeder!

Probleme mit den Hämorrhoiden sind vielen Menschen peinlich. Das dürfte der Grund sein, warum so auffällig oft im Internet nach den Möglichkeiten der Behandlung gesucht wird. "Lieber Google fragen statt zum Arzt gehen." So scheinen viele Menschen zu denken. Doch die Scham ist unbegründet. Denn für Ihren Arzt ist das Thema alltäglich. DocMorris informiert Sie unter anderem über die Möglichkeiten und Grenzen der Selbstbehandlung bei Hämorrhoiden.

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Was sind Hämorrhoiden? Sind Hämorrhoiden ansteckend?

Hämorrhoiden sind nichts anderes als gut durchblutete Gefäßpolster am Ausgang des Enddarms, kurz über dem After. Jeder Mensch hat sie, das ist ganz normal und wichtig. Zusammen mit dem Schließmuskel sorgen sie dafür, dass unser Darm nach außen richtig schließt. So kann zum Beispiel Luft entweichen, aber kein Stuhl. Wenn wir aber umgangssprachlich von „Hämorrhoiden“ sprechen, dann meinen wir vergrößerte Hämorrhoiden, die Beschwerden wie Juckreiz am After und Schmerzen verursachen können. Mediziner sprechen dann von „Hämorrhoidalleiden“.

Klar, Hämorrhoiden sitzen an einer blöden Stelle, aber das sollte kein Grund sein, bei Beschwerden nicht zum Arzt zu gehen. Dabei ist es wichtig, es kurz ärztlich abklären zu lassen, damit man sie richtig behandeln kann und andere Erkrankungen ausschließen kann. Die gute Nachricht ist, dass vergrößerte Hämorrhoiden zwar äußerst unangenehm werden können, aber in der Regel ungefährlich und auch nicht ansteckend sind. Mit einem Hämorrhoidalleiden sind Sie wahrlich nicht alleine, Schätzungen besagen, dass sogar mehr als die Hälfte aller Erwachsenen irgendwann im Laufe des Lebens Beschwerden bekommt. Daran, dass sich in Deutschland nur etwa vier Prozent der Erwachsenen im Jahr in ärztliche Behandlung geben, erkennt man, dass es immer noch ein Tabuthema für uns ist.