mit 5 Dos & Dont's

Erste Hilfe bei einem Wespenstich: Was tun?

Was tun bei einem Wespenstich? Im Hoch- und Spätsommer sind Wespen besonders aktiv. Sie werden von Speisen und Säften angelockt. Dabei fliegen sie gerne um uns herum, setzen sich auf unsere Teller und möchten sich an der Mahlzeit bedienen. Eine falsche Bewegung und schnell ist es passiert: Die Wespe sticht zu. Ein Stich kann unter Umständen sehr weh tun und ruft entzündliche Hautreaktionen hervor. Am häufigsten treten Schwellungen, Juckreiz und Rötungen auf. Für Allergiker können Wespenstiche zudem sehr gefährlich sein.

Wespe auf einem Finger

Inhalt

Was passiert bei einem Wespenstich?

Wenn eine Wespe oder auch eine Biene zusticht, bleibt das nahezu nie unbemerkt. An der Einstichstelle tritt ein heftiger, plötzlicher Schmerz auf. Zudem wird die Einstichstelle schnell rot und schwillt an. Sobald der erste Schmerz abklingt, kommt häufig auch Juckreiz hinzu. In der Regel sind die Symptome nach einem Wespenstich eher harmlos und verschwinden nach einigen Stunden von selbst. Wie schnell das geht, hängt davon ab, wie schnell unser Stoffwechsel das von der Wespe oder Biene über ihren Stachel abgegebenen Gift abbaut. Das kann von Person zu Person und von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein. Es hängt auch davon, wie viel Gift bei einem Wespenstich oder bei einen Bienenstich über den Stachel abgegeben wird. Das Gift besteht unter anderem aus Enzymen, Peptiden und biogenen Aminen. Insbesondere die biogenen Amine und die Peptide lösen eine schmerzhafte Reaktion an der Einstichstelle aus. Die Enzyme hingegen bewirken, dass die Zellwände im Gewebe durchlässig werden und das Wespengift sich leichter ausbreiten kann.

Ewas tun bei einem Wespenstich? Erste Hilfe in 5 Schritten

Was ist zu tun, wenn Sie von einer Wespe oder auch Biene gestochen wurden? Hier die 5 wichtigsten Dos und Don'ts:

  1. Prüfen, ob der Stachel in der Haut steckt: Kontrollieren Sie zunächst, ob der Stachel nach dem Stich noch in der Haut steckt. Bei Wespen passiert dies eher selten, normalerweise ziehen sie ihren Stachel wieder heraus. Bei Bienen hingegen bliebt der Stacheln nahezu immer in der Haut stecken. Er sollte so schnell wie möglich entfernt werden, weil sonst noch mehr Gift in die Einstichstelle gelangt und möglicherweise auch noch mehr Bakterien übertragen werden. Entfernen Sie den Stachel vorsichtig mit den Fingernägeln oder einer Pinzette.
2. Warnhinweis: Versuchen Sie nicht, das Wespengift aus der Einstichstelle herauszudrücken. Durch den Druck verteilt sich das Wespengift in der Haut und die Reaktion verschlimmert sich.
  1. Hitze kann helfen - allerdings nur in den ersten Minuten nach dem Einstich. Am besten gelingt dies mit einem elektronischen Stichheiler aus der Apotheke (siehe unten). Dieser sollte möglichst rasch nach dem Stich für einige Sekunden auf die Einstichstelle gehalten werden. Die Hitze lässt die Proteine im Insektengift gerinnen, sodass dieses sich nicht weiter ausbreitet. Ist kein elektronischer Stichheiler zur Hand, kann auch ein Löffel unter heißem Wasser erwärmt und dann auf den Stich gehalten werden (Achtung: Löffel nicht zu heiß machen!)
  2. Desinfizieren Sie die Einstichstelle, am besten mit einem Wund-Desinfektionsspray, das in keiner Hausapotheke fehlen sollte (Alternativ: Halbierte Zwiebel auflegen)
  3. Kühlen Sie die Einstichstelle, z.B. mit einem Eiswürfel, kaltem Wasser oder einem Coolpack. Das lindert den Schmerz und reduziert die Schwellung. Wichtig: Wickeln Sie beim Kühlen immer ein Handtuch oder ein Stück Stoff um das Eis oder das Coolpack, damit es nicht zu Erfrierungen der Haut kommt.

Weitere Behandlung des Wespenstichs:

  • Spezielle Gels aus der Apotheke: Sie kühlen, bekämpfen den Juckreiz und lassen die Schwellung zurückgehen. Weitere Inhaltsstoffe wie Echinacea, Calendula oder Hamamelis können die Symptome lindern.
  • Finger weg von der Einstichstelle: Ziemlich sicher fängt der Stich nach einiger Zeit an zu jucken. Trotzdem sollten Sie keinesfalls daran kratzen. Versuchen Sie stattdessen, den Juckreiz mit entsprechenden Salben oder Cremes aus der Apotheke zu lindern. Auch das Abdecken mit einem Pflaster kann helfen, unbewusstes Kratzen zu vermeiden.
  • Befindet sich der Wespenstich an der Hand oder am Fuß, können Sie den Arm bzw. das Bein hochlegen. Dadurch wird die Blutzufuhr etwas gedrosselt. Schmerzen und Schwellung lassen nach.