So bekämpfen Sie die lästigen Parasiten

Bettwanzen

Sie sind klein, verstecken sich tagsüber geschickt und schlagen nachts zu: Bettwanzen (Cimex lectularius) sind weltweit auf dem Vormarsch und machen auch vor deutschen Schlafzimmern nicht halt. Entgegen der häufigen Annahme hat ein Befall nichts mit mangelnder Hygiene zu tun – die Tiere sind schlichtweg „Zivilisationsfolger“, die als blutsaugende Parasiten genau wie Kopfläuse den Menschen als Wirt nutzen. Das mit typischen Hauterscheinungen und Symptomen einhergehende Krankheitsbild, das durch den Biss von Bettwanzen hervorgerufen wird, bezeichnet man als Cimikose.

undefined

Das Wichtigste in Kürze

  • Typische Bissreihen („Wanzenstraße“) mit roten, juckenden Quaddeln.
  • Schwarze Kotspuren, Häutungshüllen und ggf. süßlicher Geruch bei starkem Befall.
  • Bettwanzen übertragen keine Krankheiten; Hauptprobleme sind Juckreiz und psychischer Stress.
  • Juckreiz: nicht kratzen, juckreizhemmende Salben; bei stärkerer Reaktion Kortison oder Antihistaminika.
  • Einschleppung meist über Reisegepäck oder gebrauchte Gegenstände; auch über Gäste oder Paketkartons möglich.
  • Bekämpfung: meist professionelle Schädlingsbekämpfung nötig; Textilien bei 60°C waschen oder 3 Tage bei –18°C einfrieren.
  • Vorbeugung auf Reisen: Koffer nicht aufs Bett stellen; Matratze auf Spuren prüfen.