Essenzielle Fette als Schlüssel zu schöner Haut?

Nachtkerzenöl

Nachtkerzenöl hat sich längst einen festen Platz in der Welt der natürlichen Gesundheit und Hautpflege erobert: Es wird bei Neurodermitis und Ekzemen empfohlen, soll Hitzewallungen abmildern und sogar Menstruationsbeschwerden lindern. Gleichzeitig steckt das wertvolle Öl aus den Samen der Nachtkerze in zahlreichen Kosmetikprodukten: ein echtes Multitalent, so scheint es. Doch wie viel davon ist tatsächlich belegt – und was gehört eher in den Bereich der gut gemeinten Versprechen?

undefined

Das Wichtigste in Kürze

  • Nachtkerzenöl ist ein pflanzliches Öl aus den Samen der Nachtkerze, reich an Gamma-Linolensäure (GLA) für Hautbarriere und Stoffwechsel.
  • Es wird vor allem bei trockener, empfindlicher oder neurodermitischer Haut (Spezialartikel: Neurodermitis) sowie ergänzend bei PMS- und Wechseljahresbeschwerden eingesetzt; die Studienlage ist jedoch insgesamt schwach bzw. widersprüchlich.
  • Kapseln wirken von innen (systemisch), Cremes/Öle lokal auf der Haut; beides gilt als Ergänzung, nicht als Ersatz einer medizinischen Therapie.
  • Mögliche Nebenwirkungen sind v.a. Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Hautreaktionen und selten Allergien; Vorsicht bei Epilepsie, Psychopharmaka, Blutverdünnern, Schwangerschaft und Stillzeit.
  • Ein gesicherter Zusammenhang zwischen Nachtkerzenöl und Gewichtszunahme ist nicht belegt; Gewicht wird weiterhin hauptsächlich durch Ernährung, Bewegung und Hormone bestimmt.