Maniküre selber machen
Sie wünschen sich starke, gesunde Fingernägel, eine gepflegte Nagelhaut und softe Hände? Für die perfekte Maniküre muss man nicht unbedingt ins Nagelstudio oder zur Kosmetikerin gehen. Die Lösung: Maniküre selber machen. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie eine Maniküre für zuhause ganz einfach selbst durchführen und einen natürlich schönen Look kreieren können. Plus: die besten Tipps bei strapazierten, brüchigen Nägeln.


Das Wichtigste in Kürze
- Was ist eine Maniküre? Die kosmetische Pflege von Händen und Fingernägeln, die Schritt für Schritt durchgeführt wird – von Feilen und Nagelhautpflege bis hin zum Lackieren.
- Maniküre selber machen: Mit einem guten Maniküre Set gelingt die Hand- und Nagelpflege auch zuhause – einfach, effektiv und wohltuend.
- Nagelpflege im Alltag: Regelmäßiges Eincremen, Nagelöl und Schutz beim Putzen oder Spülen stärken Nägel und Nagelhaut langfristig.
- Maniküren-Varianten im Überblick:
- Russische Maniküre: besonders präzise und lange haltbar
- Japanische Maniküre: sanft, pflegend und ideal für brüchige Nägel
- French Maniküre: zeitlos-elegant in Rosé- und Weißtönen
- Italienische Maniküre: optisch verlängernder Effekt durch präzises Lackieren
- Brasilianische Maniküre: intensive Pflege mit reichhaltigen Cremes und Ölen
- Koreanische Maniküre: innovativ, detailreich und designorientiert
- Extra-Tipp: Gönnen Sie Ihren Nägeln regelmäßig Pausen von Lack, Gel oder Shellac, damit sie sich erholen und kräftig nachwachsen können.
Was ist eine Maniküre?
Bei einer Maniküre handelt es sich um die kosmetische Pflege der Hände und Fingernägel, die Schritt für Schritt durchgeführt wird. Dabei werden die Nägel in Form gefeilt, die Nagelhaut sanft behandelt und die Hände mit pflegenden Produkten versorgt. Häufig gehören auch das Polieren oder Lackieren der Nägel sowie eine kleine Handmassage dazu. Eine Maniküre dient nicht nur der optischen Verschönerung, sondern unterstützt auch die Gesundheit der Nägel: Sie glättet kleine Unebenheiten, beugt brüchigen Nägeln vor und sorgt dafür, dass sie gleichmäßig nachwachsen können. Durch die regelmäßige Pflege wirken die Hände gepflegt und weich. Gleichzeitig ist eine Maniküre die perfekte Gelegenheit für einen kleinen Wellness-Moment im Alltag, der Entspannung und Wohlbefinden schenkt. Im Unterschied zur Pediküre, die sich um die Füße und Fußnägel kümmert, konzentriert sich die Maniküre ausschließlich auf die Hände.
In 6 Schritten zur perfekten Maniküre
Schöne Hände und Fingernägel sind das Ergebnis einer gründlichen und regelmäßigen Pflege. Die Maniküre wie vom Profi klappt allerdings auch für zu Hause. Hier kommen die besten Tipps zum Thema Maniküre selber machen inklusive Schritt-für-Schritt-Anleitung. Wir zeigen Ihnen, auf was Sie achten müssen: Von der idealen Feil-Technik über Tools wie Maniküre Sets und Ölen für die Nagelhaut – wir erklären, wie Sie Ihre Hände und Nägel am besten selbst pflegen können:
Die perfekte Maniküre zuhause
Schritt 1: Nägel in Form feilen
Ein schönes Lack-Finish kommt erst dann richtig zur Geltung, wenn auch die Form der Nägel perfekt ist. Deshalb beginnt jede Maniküre idealerweise mit dem Feilen der Fingernägel. Ob rund, oval, eckig oder spitz ist dabei Geschmacksache. Besonders schonend sind klassische Nagelfeilen wie Saphir-, Sand- oder Glasfeilen, mit denen sich Nägel gleichmäßig formen lassen. Ein praktisches Maniküre Set beinhaltet übrigens alles, was man für die Maniküre braucht wie etwa Scheren, Nagelhautschieber, Feilen und vieles mehr. Wichtig: Die Nägel sollten beim Feilen stets trocken sein. Tipp: Um die Nagelstruktur zu schonen, werden die Nägel immer in eine Richtung gefeilt, am besten von außen nach innen.
Schritt 2: Handbad
Für ein wohltuendes Handbad füllen Sie am besten eine Schale mit angenehm warmem Wasser und geben ein paar Tropfen pflegendes Öl, zum Beispiel Mandel- oder Kokosöl oder etwas Epsom-Salz hinzu. Tauchen Sie nun Ihre Hände für etwa 5 bis 10 Minuten hinein, damit die Haut weich und geschmeidig wird. Anschließend die Hände vorsichtig trocken tupfen und mit einer reichhaltigen Handcreme (Spezialartikel: Handcreme) oder einem Nagelöl verwöhnen – damit die Feuchtigkeit lange erhalten bleibt.
Schritt 3: Nagelhaut entfernen
Nach dem Handbad ist die Nagelhaut angenehm weich und optimal auf die anschließende Nagelpflege vorbereitet. Tipp: Statt die empfindliche Haut zurückzuschneiden, ist es deutlich schonender, sie vorsichtig zurückzuschieben. Dafür eignen sich spezielle Manikürstäbchen mit abgeschrägtem Ende, zum Beispiel Rosenholzstäbchen oder Hufstäbchen aus Kunststoff. Wichtig ist, dass der Nagelmond – die helle, halbmondförmige Stelle an der Nagelwurzel – immer frei bleibt. Kleine, abstehende Hautreste können bei Bedarf vorsichtig mit einer feinen Hautschere oder Hautzange entfernt werden.
Schritt 4: Nägel glatt polieren
Um kleine Unebenheiten oder Rillen auf den Nägeln zu glätten, lässt sich entweder eine All-in-one-Feile oder eine spezielle Polierfeile verwenden. Nach dem Feilen ist eine intensive Pflege besonders wichtig: Ideal ist ein leichtes Nagelserum, das schnell einzieht. Für empfindliche oder strapazierte Nägel eignet sich zusätzlich ein pflegendes Nagelöl. Ein paar Tropfen, sanft einmassiert, versorgen Nägel und Nagelhaut mit Feuchtigkeit und sorgen für einen schönen Glanz. Gleichzeitig wird die empfindliche Haut vor dem Austrocknen geschützt. Am Abend darf es ruhig etwas mehr Öl sein – über Nacht kann es besonders gut einwirken und die Nägel regenerieren.
Schritt 5: Lackieren und korrigieren
Jetzt kommt der vielleicht schönste Teil der Maniküre zuhause: das Lackieren. Bevor Ihre Lieblingsfarbe aufgetragen wird, empfiehlt es sich, zunächst einen Unterlack (Base Coat) zu verwenden. Dieser schützt die Nägel vor Verfärbungen, pflegt sie gleichzeitig und sorgt dafür, dass der Farblack besser hält. Sobald dieser getrocknet ist – was meist nur wenige Minuten dauert – folgt der eigentliche Nagelhack. Am besten beginnen Sie in der Nagelmitte und tragen den Lack in ruhigen Strichen von unten nach oben auf. Für ein besonders intensives Ergebnis können Sie ein bis zwei weitere dünne Schichten auftragen. Wenn Sie zu brüchigen, dünnen oder verfärbten Nägeln neigen, sind spezielle Pflegelacke eine gute Wahl. Diese versorgen die Nägel mit zusätzlichen Nährstoffen, stärken ihre Struktur und lassen kleine Verfärbungen optisch verschwinden. So hält der Lack besonders lange: mit einem Überlack (Top Coat), der die Farbschicht versiegelt. Zudem schützt er den Lack vor dem Absplittern und verleiht zusätzlichen Glanz. Falls Sie keinen speziellen Überlack zur Hand haben, können Sie auch einen transparenten Nagellack verwenden. Tipp bei kleinen Patzern: Sollte beim Lackieren doch einmal etwas daneben gehen, lässt sich das Missgeschick leicht beheben – entweder mit einem praktischen Nagellack-Entfernerstift oder einem Wattestäbchen, das kurz in Entferner getaucht wird. Zum Schluss heißt es nur noch: Geduld bewahren. Lehnen Sie sich zurück, strecken Sie die Hände aus und lassen Sie den Lack in Ruhe trocknen.
Schritt 6: Pflege
Nachdem der Nagellack vollständig getrocknet ist, können Sie Ihren Händen und Nägeln noch etwas besonders Gutes tun: Verwöhnen Sie sie mit einer reichhaltigen Handcreme, zum Beispiel mit Inhaltsstoffen wie Urea oder Jojobaöl. So erhalten die Haut und Nägel zusätzliche Feuchtigkeit und Pflege. Für eine Portion Extrapflege lassen sich auch spezielle Nachtcremes für Hände und Nägel auftragen, die besonders reichhaltig sind. Sie enthalten wertvolle Pflanzenextrakte und -öle, die die Haut nachts bei der Regeneration unterstützen.












