Haarausfall Männer – was tun und was wirklich hilft
Ob Geheimratsecken oder lichter werdendes Haar: Haarausfall bei Männern kann verschiedene Ursachen haben. In diesem Artikel erfahren Sie mit welchen Mitteln Sie Haarausfall aktiv entgegen steuern können: Von der richtigen Pflege über rezeptfreie Produkte bis hin zu Therapieansätzen.


Das Wichtigste in Kürze
- Erblich bedingter Haarausfall ist die häufigste Ursache bei Männern und zeigt sich oft durch Geheimratsecken und eine Tonsur.
- Wirkstoffe wie Minoxidil (äußerlich) und Finasterid (innerlich, rezeptpflichtig) gelten als wirksame Mittel, um den Verlauf zu verlangsamen.
- Eine ausgewogene Ernährung reich an Eisen, Zink, Biotin und Vitamin D ist entscheidend für die Gesundheit der Haarwurzeln.
- Sanfte Haarpflege, Stressreduktion und der Verzicht auf aggressive Stylingmethoden können Haarausfall vorbeugen.
- Bei plötzlichem, starkem oder kreisrundem Haarausfall sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, um ernste Ursachen auszuschließen.
Ab wann genau handelt es sich um Haarausfall?
Jeder Mensch verliert im Schnitt zwischen 70 und 100 Haare pro Tag. Ein gewisser täglicher Haarverlust ist also normal. Von Haarausfall spricht man in der Regel dann, wenn deutlich mehr Haare ausfallen als üblich und das über einen längeren Zeitraum hinweg. Etwa, wenn:
- vermehrte Haare auf dem Kopfkissen, in der Dusche oder in der Bürste auffallen,
- sich lichte Stellen oder Geheimratsecken bilden,
- der Scheitel sichtbar breiter wird oder
- sich die Haardichte insgesamt verringert.
Wenn Veränderungen dieser Art über mehrere Wochen anhalten, spricht man von behandlungsbedürftigem Haarausfall. Wichtig: Eine gezielte Ursachenklärung beim Arzt oder Hautarzt ist entscheidend, um wirksame Gegenmaßnahmen einzuleiten – sei es kosmetisch, ernährungsbezogen oder mit Medikamenten.
Was sind die häufigsten Ursachen für Haarausfall bei Männern?
Die Ursachen für Haarausfall bei Männern können vielfältig sein. Hier ein Überblick über die wichtigsten Auslöser:
1. Genetisch bedingter Haarausfall
Erblich bedingter Haarausfall – auch androgenetische Alopezie genannt – ist die häufigste Form des Haarausfalls bei Männern. Typische Merkmale: Geheimratsecken, Tonsur (Haarausfall am Hinterkopf) und lichter Scheitel.
2. Hormonelle Veränderungen
Ein Ungleichgewicht im Testosteron-Haushalt, aber auch Schilddrüsenerkrankungen oder starke hormonelle Umstellungen (beispielsweise in der Pubertät oder bei Medikamenteneinnahme) können das Haarwachstum ebenfalls beeinflussen.
3. Stress und psychische Belastungen
Chronischer Stress, Schlafmangel oder emotionale Krisen können den Haarzyklus ebenfalls stören und zu sogenanntem diffusen Haarausfall führen, bei dem die Haare ohne typisches Muster ausfallen.
4. Nährstoffmangel
Ein Mangel an Eisen, Zink, Biotin, Vitamin D oder B sowie eine einseitige Ernährung oder Diäten können das Haarwachstum ebenfalls negativ beeinflussen.
5. Medikamente und Krankheiten
Bestimmte Medikamente – beispielsweise gegen Bluthochdruck, Cholesterin oder Krebs können als Nebenwirkung Haarausfall verursachen. Aber auch Autoimmunerkrankungen, Infektionen, Diabetes oder eine Pilzinfektion der Kopfhaut können mögliche Ursachen sein.
6. Äußere Einflüsse
Haarausfall kann aber auch externe Ursachen haben wie etwa häufiges Tragen von engen Kopfbedeckungen, zu festes Zopfbinden, aggressives Styling, chemische Behandlungen oder übermäßige UV-Strahlung.
Formen von Haarausfall bei Männern und wirksame Mittel
Haarausfall betrifft viele Männer – doch nicht jede Form hat die gleiche Ursache oder den gleichen Verlauf. Um gezielt etwas dagegen tun zu können, ist es wichtig, die verschiedenen Arten von Haarausfall zu unterscheiden. Welche Arten von Haarausfall es gibt und was Männer gegen Haarausfall tun können, erklären wir hier:
1. Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)
Diese Form ist mit Abstand die häufigste Ursache für Haarausfall bei Männern – etwa 80% sind im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Verantwortlich ist eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon Dihydrotestosteron (DHT). DHT sorgt dafür, dass die Haarfollikel nach und nach schrumpfen und schließlich keine neuen Haare mehr produzieren. Typisch sind erste Anzeichen wie Geheimratsecken, ein zurückweichender Haaransatz oder lichte Stellen am Hinterkopf (Tonsur). Im weiteren Verlauf kann sich der Haarausfall ausbreiten, bis nur noch ein Haarkranz an den Seiten übrigbleibt. Frühzeitiges Handeln kann den Verlauf positiv beeinflussen.
Behandlungsmöglichkeiten:
- Minoxidil-haltige Lösungen wie Regaine oder Minoxitutan regen das Haarwachstum an und werden direkt auf die Kopfhaut aufgetragen.
- Finasterid, erhältlich beispielsweise unter dem Namen Propecia. Die verschreibungspflichtigen Tabletten wirken hormonell, indem sie die Umwandlung von Testosteron in DHT hemmen.
- Ausgewogene Ernährung mit Lebensmitteln, die reich an Zink (beispielsweise Nüsse, Hülsenfrüchte), Biotin (Eier, Haferflocken), Eisen (rotes Fleisch, Spinat) und Vitamin D (Fetthaltiger Fisch, Pilze) sind.
- Sanfte Kopfhautpflege mit milden, sulfatfreien Shampoos wie etwa dem Vichy Dercos Shampoo oder dem Alpecin Coffein-Shampoo unterstützt zusätzlich die Kopfhautgesundheit.













