Fettige Haare – die 6 besten Tipps
Viele kennen das Problem: Am Ansatz wirken die Haare schon kurz nach dem Waschen fettig und strähnig, während die Spitzen trocken und spröde bleiben. Spätestens, wenn die Haare nach dem ersten Tag Haarewaschen bereits glänzen, sich belegt anfühlen und platt herunterhängen, ist das ein eindeutiges Indiz für fettige Haare. Doch was steckt dahinter? Und was hilft wirklich gegen fettige Haare? Was die Ursachen für fettiges Haar sein können und mit welchen Tipps das Haar länger luftig-leicht und wie frisch gewaschen aussieht, das erklären wir hier.


Das Wichtigste in Kürze
- Fettige Haare entstehen meist durch eine übermäßige Talgproduktion – begünstigt u. a. durch Hormone, Stress, falsche Pflege oder Styling-Rückstände.
- Milde, silikonfreie Shampoos, lauwarmes Wasser und gründliches Ausspülen helfen, die Kopfhaut in Balance zu halten.
- Waschabstände behutsam verlängern, Conditioner nur in die Längen geben und Trockenshampoo sparsam zwischen den Wäschen nutzen.
- Gezielte Kopfhautpflege (Peelings, Tonerde) und ein ausgewogener Lebensstil unterstützen ein länger frisches Haargefühl.
- Hausmittel wie Apfelessig, Heilerde, Kamille, Brennnessel oder verdünntes Rosmarinöl können zusätzlich regulierend wirken.
Häufige Ursachen von fettigen Haaren
Sie bekommen schnell fettige Haare? Das kann auf eine übermäßige Produktion von Talg auf der Kopfhaut zurückzuführen sein. Talg ist ein natürliches Fett, das die Haare und Haut mit Feuchtigkeit versorgt und wichtig für den Schutz und die Geschmeidigkeit von Haar und Kopfhaut ist. Wird zu viel davon gebildet, wirken die Haare allerdings schnell strähnig und schwer. Häufige Auslöser sind hormonelle Veränderungen (etwa in der Pubertät oder bei Zyklusschwankungen), Stress oder eine unausgewogene Ernährung. Auch eine falsche Pflegeroutine kann die Talgproduktion aus dem Gleichgewicht bringen – wie etwa übertriebenes Bürsten, heißes Föhnen oder häufiges Haarewaschen. Denn all das kurbelt die Produktion der Talgdrüsen an. Klebrige Styling-Produkte können ebenfalls die Ursache von schnell nachfettenden Haaren sein. Deren Textur überzieht Haar und Kopfhaut mit einem luftundurchlässigen Film, verstopft die Poren und fördert das schnelle Nachfetten der Haare.
Fettige Haare können aber auch durch einen Vitaminmangel entstehen. Vor allem ein Mangel an B-Vitaminen, insbesondere Vitamin B2 (Riboflavin) und Vitamin B6 (Pyridoxin), kann die Talgproduktion der Kopfhaut aus dem Gleichgewicht bringen. Auch Zink und Biotin (Vitamin B7) spielen eine wichtige Rolle für gesunde Haut und Haare. Fehlen diese Nährstoffe, produzieren die Talgdrüsen oft zu viel Fett – und das Haar wirkt schneller strähnig. Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung oder gezielte Nahrungsergänzung kann helfen, die Kopfhaut zu regulieren und das Haarbild zu verbessern.
Was tun gegen fettige Haare? Die 6 besten Tipps für ein frisches Haargefühl
1. Sanft, aber gründlich: Die richtige Haarwäsche bei fettigen Haaren
Das richtige Shampoo gegen fettige Haare: Um fettendes Haar in den Griff zu bekommen, beginnt die ideale Pflege entsprechend am Haaransatz – und bei der Wahl des richtigen Shampoos. Falsche Pflegeprodukte (wie rückfettende Shampoos und Silikone) verstärken die Symptome. Setzen Sie am besten auf milde Anti-Fett-Shampoos oder sulfatfreie Shampoos, die helfen dabei, die Kopfhaut in Balance zu halten.
Leichte, klare Texturen beim Shampoo bevorzugen: Shampoos mit durchsichtiger Konsistenz enthalten meist weniger rückfettende Inhaltsstoffe als cremige Varianten – ideal bei fettiger Kopfhaut.
Diese Inhaltsstoffe wirken unterstützend bei fettigem Haar:
Pfefferminze kann regulierend und beruhigend auf die Kopfhaut wirken. Antiseptisch wirkende Zusätze wie Zink, Teebaumöl oder Salicylsäure können Irritationen der Kopfhaut spürbar mildern und dem schnellen Nachfetten vorbeugen. Treatments auf Basis von Tonerde wiederum absorbieren das überschüssige Fett und mattieren den Ansatz effektiv, ohne dabei die Kopfhaut oder das Haar auszutrocknen.
Tiefenreinigungsshampoo verwenden: Tiefenreinigende Shampoos entfernen effizient überschüssigen Talg, Schmutz und Produktreste von der Kopfhaut. Idealerweise verwenden Sie es einmal pro Woche, um die Kopfhaut nicht auszutrocknen – und freuen sich über langsamer fettendes Haar mit mehr Volumen.
Die richtige Wasser-Temperatur wählen: Heißes Wasser regt die Talgdrüsen an, waschen Sie Ihr Haar also lieber lauwarm. Ein abschließendes Spülen mit kühlem Wasser kann helfen, die Poren zu schließen und die Talgproduktion möglicherweise zu reduzieren.
Shampoo gezielt anwenden: Für die optimale Haarwäsche massieren Sie das Shampoo gezielt in die Kopfhaut ein – besonders an fettigen Stellen – und spülen Sie es gründlich aus. Längen aussparen, das befreit die Kopfhaut effektiv und schont gleichzeitig die Haarspitzen.
Gut ausspülen nicht vergessen: Produktreste auf der Kopfhaut können die Poren verstopfen und das Haar schneller nachfetten lassen. Deshalb ist es wichtig, das Shampoo und die Pflege immer gründlich auszuspülen. Denn Produktrückstände können die Kopfhaut irritieren und damit die Talgproduktion ankurbeln. Als Faustregel gilt: Immer mindestens doppelt so lange ausspülen wie Sie gebraucht haben, um das Produkt im Haar zu verteilen.
Haare nicht zu oft waschen: Auch wenn es widersprüchlich klingt: Wer seine Haare täglich wäscht, regt die Talgproduktion eher an. Gewöhnen Sie Ihre Kopfhaut schrittweise an längere Waschabstände. Fettiges Haar sollte nicht öfter, sondern eher seltener gewaschen werden. Denn der häufige Kontakt mit Shampoo und Wasser kann die Kopfhaut austrocknen, ihren Säureschutzmantel angreifen und bewirkt in logischer Konsequenz die vermehrte Produktion von Talg und Fett. Wer es aushält, das Haar nur etwa alle drei Tage zu waschen, gönnt der Haut am Kopf eine Pause und Zeit zur Regeneration.
2. Kopfhaut und Längen getrennt pflegen
Conditioner & Co. nur in die Spitzen geben: Pflegeprodukte wie Conditioner oder Haarmasken sollten am Ansatz ausgespart werden – denn sie können das Haar beschweren und schneller fettig wirken lassen. Pflegende Produkte wie auch Leave-in-Produkte sollten deshalb nur auf die Längen und Spitzen aufgetragen werden.

















