Schwefel – wichtig für unseren Körper
Wer denkt bei Schwefel schon daran, dass wir es für unsere Körperfunktion brauchen? Doch genau so ist es. Nehmen wir über Nahrungsmittel zu wenig Schwefel auf, sind Mangelerscheinungen die Folge.


Wer denkt bei Schwefel schon daran, dass wir es für unsere Körperfunktion brauchen? Doch genau so ist es. Nehmen wir über Nahrungsmittel zu wenig Schwefel auf, sind Mangelerscheinungen die Folge.


Inhalt
Bei Schwefel gibt es keine genauen Angaben über den empfohlenen Tagesbedarf.
Eiweißreiche Nahrungsmittel wie Eier, Fleisch, Fisch, Krabben, Milch, Milchprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte. Pflanzliche Lebensmittel liefern weniger Schwefel. Zu besonders schwefelhaltigen Pflanzen gehören Zwiebeln, Bärlauch, Knoblauch. Die Schwefelverbindung Allicin sorgt für den intensiven Geruch dieser Pflanzen.
Weil Schwefel hitze- und kälteempfindlich ist, sinkt der Schwefelgehalt in unseren Nahrungsmittel durch Lagerung und Verarbeitung. Da wir uns in Deutschland aber sehr eiweißreich ernähren, ist eine ausreichende Zufuhr gewährleistet.
Da Schwefel in unserem Körper zur Entgiftung beiträgt kann es, bei Einnahme von Schwefel in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, in den ersten Tagen zu Entgiftungssymptomen kommen, z. B. Hautausschläge, Durchfall oder Kopfschmerzen. Daher ist es ratsam mit einer niedrigen Dosierung zu beginnen, langsam zu steigern und dabei die Verträglichkeit zu beobachten.
Nicht nur mit Nahrungsergänzungsmitteln, auch wenn größere Mengen mit Schwefelverbindungen haltbar gemachter Lebensmittel gegessen werden, kann es zu einem Überschuss kommen. Auch das kann Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Hautproblemen verursachen.
Giftige Schwefelverbindungen können zu krankhaften Veränderungen führen. Sie können allergische Reaktionen hervorrufen, zu Schlaf- und Sehstörungen sowie Nierenschädigungen führen und die Wirkung krebserregender Substanzen verstärken.
Um unseren Körper mit natürlichem Schwefel zu versorgen, müssen wir eine organische Schwefelverbindung zuführen, die als Methylsulfonylmethan (MSM) oder Dimethylsulfon bezeichnet wird. Sie hat nichts gemein mit den gesundheitsbedenklichen Schwefelverbindungen wie Schwefeldioxid-Emissionen aus Verkehr und Industrie oder schweflige Säure und Sulfite aus der konventionellen Lebensmittelherstellung zum Zwecke der Haltbarkeit, beispielsweise bei Trockenobst, Wein, Essig oder Fruchtsäften.
Nach verschiedenen Untersuchungen soll eine zusätzliche Zufuhr von organischen Schwefelverbindungen entzündungshemmend wirken, Muskelschmerzen reduzieren können und bei Hautkrankheiten helfen. Außerdem soll Schwefel in der Lage sein die Darmfunktion zu verbessern, Verdauungsprobleme zu beheben und das Krebswachstum zu hemmen. Wir raten allerdings davon ab, ohne ärztliche Rücksprache, Schwefel über Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen, da die gesundheitlichen Risiken durch die Einnahme solcher Präparate noch nicht ausreichend erforscht sind. Mit einer ausgewogenen Ernährung ist in der Regel eine Versorgung mit allen lebenswichtigen Nährstoffen gewährleistet und Sie riskieren keine Überdosierung.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ist kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Therapieempfehlung. Konkrete Gesundheitsfragen erfordern immer eine individuelle Beratung durch Fachpersonal. Bei Fragen zu Medikamenten wenden Sie sich gern an unser Apothekerteam.